Die Frage nach Gott

  • Eigentlich müssten dann die Christen die Glatze haben. Meine Stilblüte
    besagt doch, daß sie auf etwas drauf haaren, also fallen ihnen selbst
    die Haare aus :D

    Na ja, Konflikte können grundsätzlich auch ohne Gewalt gelöst werden und sie haben auch das Potential zu einer positiven Entwicklung.


    Gewalt macht das Leben sicher nur dann "spannender", wenn man nicht selbst darunter zu leiden hat.

    In erster Linie ja. Es gibt natürlich auch genug Adrenalin-Junkies, die sich genau danach sehnen, die ihre höchsten Glücksgefühle nur dann haben, wenn sie großen Schmerz überwinden mussten oder nur haarscharf mit dem Leben davon kamen. Auch in kleineren Mikrokosmen existiert diese Sehnsucht, zumindest bei Männern. Was glaubt du wohl warum es Kampfsport gibt? Oder warum sich Jungs allgemein prügeln und raufen? Es macht ihnen tatsächlich Spaß.
    Schmerzen sind an sich garnicht so schlimm. Sie können einem auch ein positives Gefühl verleiten. Problematisch daran sind lediglich Folgeschäden, die einem selbst im weiteren Leben einschränken könnten. Wären alle Wunden und Behinderungen heilbar, würde man nicht einmal sterben können dabei, dann wäre Krieg einer der schönsten Sachen auf dieser Welt. Die Neigung von Jungs zu gewaltverherrlichenden Videospielen beweist das doch.


    Gewalt als Konfliktlösungs-Mittel einzusetzen ist nie alternativlos, allerdings hat es auch gewisse Vorteile. Es ist keine nachhaltige Lösung, sondern die unmittelbarste. Gewalt führt am ehesten zum angedachten Ergebnis. Nehmen wir nur einmal an du hast dir eine Idee in den Kopf gesetzt von deren Wahrheit und Richtigkeit du absolut überzeugt bist, es würde allerdings Jahrhunderte dauern, bis die Menschen diese Idee als richtig akzeptiert haben. Du würdest also wahrscheinlich unter keinem Umstand jemals deine Idee verwirklicht sehen, wenn du einfach nur die Dinge laufen lässt. Wenn du allerdings Gewalt anwendest um deine Idee zu verbreiten und durchzusetzen hast du vielleicht tatsächlich noch eine Chance dein Ziel zu Lebzeiten zu erreichen. Das Problem ist natürlich, daß jede noch so gute Idee bei vielen auf Ablehnung stossen wird, solang sie mit Gewalt durchgesetzt wurde, statt mit argumentativer Vernunft. Da die meisten "Ideen-Durchsetzer" aber sterben, bevor ihre Idee wirklich abgelehnt werden kann, ist es individuell dann doch nicht so problematisch dieses Risiko einzugehen.
    Gewalt hat für einen selbst also durchaus Sinn und Zweck. Hehe :)

  • Fakt ist, dass wir ein laizistischer Staat sind, ...


    postet Dubesch bei den stadtmenschen.


    Das wär schön, stimmt aber so nicht. In der Präambel des Grundgesetzes heißt es:
    Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen ... hat sich das deutsche Volk dieses Grundgesetz gegeben.



    Der deutsche Staat zieht Kirchensteuer ein und an staatlichen Schulen gibt es immer noch -ganz selbstverständlich- religiösen Bekenntnisunterricht, fein getrennt nach Katholiken und Prostestanten.


    Wer mit dem GG Minderheiten "in die Schranken" weisen will, vergisst möglicherweise, dass das GG in erster Linie die Bürger vor den Zugriffen des Staates schützen soll ... und schützt. Das Ziel war und ist Demokratisierung.

  • Dubesch hat viel Unsinn als Wahrheit hingestellt.


    Das wir nicht vollständig säkularisiert sind erkennt man auch daran, daß die Legislative auch weiterhin Gesetze basierend auf religiöser Ethik erstellt. Bestes Beispiel ist die Sterbehilfe. Es gibt kein immanent haltbares Argument was einem Schwerkranken den Sterbewunsch verweigern sollte. Es wird lediglich damit argumentiert, daß es ethisch nicht vertretbar ist. Wessen Ethik ist das wohl? Warum erläutert man diese Ethik nicht, sondern lässt diese Begründung als Axiom stehen?


    Wenn Menschen von Ethik reden meinen sie meistens damit ihre Angst vor der Hölle :D

  • Fakt ist, dass wir ein laizistischer Staat sind, ...


    postet Dubesch bei den stadtmenschen.


    Das wär schön, stimmt aber so nicht. In der Präambel des Grundgesetzes heißt es:
    Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen ... hat sich das deutsche Volk dieses Grundgesetz gegeben.


    Richtig,das stimmt nicht. Deutschland sowie der Rest Europas sind christlich.


    Ob das schön wäre, wenn es anders wäre, wage ich zu bezweifeln. Da es eh nicht so ist, ist es auch egal.
    Im Gegensatz zu anderen Entwürfen, können wir uns wenigstens aussuchen, ob wir mitmachen, oder nicht.



    Der deutsche Staat zieht Kirchensteuer ein und an staatlichen Schulen gibt es immer noch -ganz selbstverständlich- religiösen Bekenntnisunterricht, fein getrennt nach Katholiken und Prostestanten.


    Ja, auch das stimmt. Aber es ist immer noch freiwillig. Passt mir die Kirchensteuer nicht, trete ich aus. Passt mir der Religionsunterricht, bin ich weg.


    Das geht woanders noch lange nicht. Da kann die Konsequenz schon mal der Tod sein.


    Egal worum es religionstechnisch bei uns geht, es liegt in unserer Hand. Wo ist bitte das Problem?


  • Die Religiöse Prägung die in diesem Umfeld regiert ist das Problem,
    den sie regiert auch die, die hier rein geboren werden-
    - ob anders, oder gar nicht Gläubig.
    Die Allgegenwart von Christlicher Religion in unserer Gesellschaft die es
    unmöglich macht Gesamtgesellschaftlich Relevante Fragen objektiv dar zu
    stellen ohne auf Religiöse gefühlslagen einzu gehen.
    Ob bei Beschneidung oder Sonntagsarbeit
    , Abtreibung oder Gentechnik
    Religiös motivierte Ressentiments werden stets am lautesten artikuliert,
    mit dem argument der (Religions-) Freiheit.


    Auch wenn es in anderen Ländern drastischer ist als hier zu lande,
    ....eine Freie oder gar aufgeklärte Gesellschaft mag relativ sein,
    wir sind jedenfalls erklärtermaßen keine.
    Das bekommt jeder zu spüren wenn er dem entgegen wirken möchte
    8)

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    Verrückte ?? Verrückte explodieren nicht wenn das Sonnenlicht sie trifft, ganz egal wie verrückt sie sind. :pinch:

  • Die Allgegenwart von Christlicher Religion in unserer Gesellschaft die es
    unmöglich macht Gesamtgesellschaftlich Relevante Fragen objektiv dar zu
    stellen ohne auf Religiöse gefühlslagen einzu gehen.


    Nun, es wird dir klar sein, dass sich dies hier nie ändern wird. Da wirst du wohl mit Leben müssen. Selbst wenn hier keinerlei Religion mehr existierte, wage ich zu bezweifeln, dass es dann objektiv zuginge. Denn als nächstes hast du dann die Parteipolitik am Hals. Auch da wirst du dann wieder regiert, obwohl du nicht dran glaubst bzw. anderer Meinung bist. Demokratie eben.


  • Demokratie? Du meinst eher die Wahrheitshörigkeit des gemeinen Menschen.




    Die Allgegenwart von Christlicher Religion in unserer Gesellschaft die es
    unmöglich macht Gesamtgesellschaftlich Relevante Fragen objektiv dar zu
    stellen ohne auf Religiöse gefühlslagen einzu gehen.

    Du übertreibst. Unmöglich ist es bei weitem nicht. Die Tabus, die uns die Religion auferlegt sind eher die Ausnahmen. Die politische Korrektheit finde ich da noch viel schlimmer. Absolute Objektivität ist natürlich eine Utopie. Dafür müssten wir theoretisch alle allwissend sein. Aber es gibt durchaus Themen in unserer liberalen Gesellschaft, wo wir sehr wohl eine Annäherung an diese Objektivität erreicht haben, abseits der nun genannten Konzepte.

    Ob bei Beschneidung oder Sonntagsarbeit, Abtreibung oder Gentechnik
    Religiös motivierte Ressentiments werden stets am lautesten artikuliert,
    mit dem argument der (Religions-) Freiheit.

    Darüber brauchst du dich aber nicht zu beschweren. Sowohl hier als auch bei den Stadtmenschen wurde zu den Themen fast überhaupt nicht mit Religionsfreiheit argumentiert und du hattest trotzdem nichts entgegenzusetzen. Also auch aus deiner Sicht sollten diese Dinge ihre Legimität doch weit über die Religionsfreiheit hinaus haben :)

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