Antisemitismus(?) in Deutschland

  • Im Köln-Thread übt Forenmitglied Immewigger scharfe Kritik #226 an der Kölner KVB-Aktion "Schalömchen Köln" . Durch die Farbwahl Weiß-Blau werde Propaganda für einen Staat betrieben, dessen Politik die eines Unrechtsstaates sei.


    Wie häufig bei Meinungsäußerungen zum Staat Israel, überlappen sich Kritik an der offiziellen staatlichen Politik Israels mit Ansichten zu "dem Judentum".


    Nicht Viele von uns werden persönliche, vielleicht sogar enge Kontakte zu Menschen jüdischen Glaubens haben. Der Kreis meiner jüdischen Bekannten ist übersichtlich.

    Was mich dennoch zunehmend aufbringt ist das Bestreben, "DIE" Juden, egal wo sie leben, stets für die Politik Israels (mit-)verantwortlich zu machen.


    Wenn dann noch offene Anfeindungen bis hin zu physischen Angriffen und Anschläge hinzukommen, werden schlimme Erinnerungen #2 wach.


    Müssen wir Angst haben vor einem neu erstarkenden Antisemitismus in Deutschland?

    Wie seht ihr das?

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    Gab es bei meinem Beitrag irgend etwas miß zu verstehen ?

    Kann irgend etwas dort als "Kritische Ansicht zum Judentum" interpretiert werden ?

    Du setzt den ISRAEL-kritischen Beitrag von mir in bezug zum Nationalsozialistischem

    Rassenwahn und schreibst vom erstarken eines Antisemitismus in Deutschland weil

    ich es zynisch und dumm finde Israel mit dem Judentum gleich zu setzen.

    Wenn es dir, aus welchen gründen auch immer, nicht möglich ist Israelische Politik,

    auch Scharf zu kritisieren dann unterlasse es doch bitte zukünftig meine Beiträge

    diesbezüglich derart zu diffamieren.

    Wer Israel scheiße findet haßt Juden- so simpel möchtest du es gern haben aber diese

    Deutungshoheit gestehe ich dir mit Nichten zu.

    Auch dann nicht wenn sie de-facto Medial Staatsräson ist.

    8)

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    .

    Verrückte ?? Verrückte explodieren nicht wenn das Sonnenlicht sie trifft, ganz egal wie verrückt sie sind. :pinch:

  • Nö. Ich unterstelle dir gar nix.

    Ich stelle aber fest, dass du - offenbar in Unkenntnis traditioneller Farben und Symbole - aus der "Schalömchen Köln"-Aktion einen angeblichen Propagandazug für den heftigst kritisierten Staat Israel machst.


    Such dir also aus, wer hier einen Staat mit "dem Judentum" gleichsetzt.;)


    Von Rassenwahn war im Zusammenhang mit dir(!) nirgends die Rede.

    Ich erlaube mir aber gerade heute, am 9. November, in etwas größeren Zusammenhängen zu denken, den betreffenden Abschnitt bitte ich, nochmal sorgfältiger zu lesen.



  • Immerwigger:


    "Genau darum geht´s bei der Bimmelbahn, Israel und Judentum als das selbe zu verkaufen

    um jedwede Kritik an dem Apartheidstaat zu unterdrücken. Das ist widerlich und verunglimpft

    alle Juden auf der Welt als auch in Israel selbst."


    Nein, mein Sohn Paulus, darum geht es eben nicht bei der Aktion, wie ich sie verstehe. Es geht um die Koelner des juedischen Glaubens und deren Tradition.


    Was du ueber Israel und deren Regierung samt Anhaenger geschrieben hast, trifft groesstenteils zu. Hat aber mit dieser Bimmelbahnaktion wenig zu tun.

  • Müssen wir Angst haben vor einem neu erstarkenden Antisemitismus in Deutschland?

    Wie seht ihr das?


    Das haengt von der Person ab, ob sie vor irgend etwas Angst hat oder bekommt.

    Ich bin der Ansicht, dass bei euch grosse Aufmerksamkeit in Bezug auf "Antisemitismus" gefragt ist. Kann mit dem Begriff Antisemitismus wenig anfangen, wenn es um antijuedische Belange geht.

    Semiten sind Angehörige einer sprachlich und anthropologisch verwandten Gruppe von Völkern besonders in Vorderasien und Nordafrika.

    d.h. waere ich Antisemit, wuerde ich gegen all diese Gruppen von Voelkern meine Antipathie ausdruecken.


  • Ojottojott, bitte nicht noch eine sprachliche Grundsatzdebatte!!!=O;(

    Mag sein, dass der Begriff "Antisemitismus" in seiner Reinform mehr beinhaltet, als das, womit er allgemeinsprachlich verbunden wird: Juden-Feindlichkeit.


    Was mich zu diesem Thread bewogen hat, sind die immer zahlreicheren Angriffe auf jüdische Mitbürger und Einrichtungen - von verbaler bis hin zu physischer Gewalt und zu Mordversuch.

    Gerade an einem Erinnerungstag wie heute beschäftigt mich diese Entwicklung sehr. Zumal die häufige, unselige Verquickung von Religionszugehörigkeit und berechtigter Staatskritik (Israel) die Übergriffigkeiten noch befördert.


    "Jude" ist auf deutschen Schulhöfen seit Langem ein häufig benutztes Schimpfwort ...:thumbdown:

    Wenn dann junge Menschen bestrebt sind ihre jeweilige Heimat zu verlassen, weil das alltägliche Mobbing in der Schule sie zermürbt, dann ist es allerhöchste Zeit gegenzusteuern ...


  • .

    Irgendwie hat die Erziehung der neuen Generation nicht funktioniert. Kann das sein ?

    Ich denke, ja. Nach meiner Einschätzung wurde einerseits viel Raum gegeben für: "Es muss doch endlich mal Schluss sein!". Oder das Gegenteil war der Fall, und man hat ein ermüdendes Zuviel an "Bewältigung"sunterricht durchgeführt. Beides ist kontraproduktiv.

    Kaum kontrollierbare digitale Hasspostings und tradierter Antisemitismus bei Zuwanderer-Generationen bewirken ein Übriges.


    In einem Interview spricht die deutsch-israelische Unternehmerin Jenny Havemann über ihre persönlichen Erfahrungen und stellt Forderungen auf:



    (Welt)

  • Es gibt eigentlich wenig Gelegenheit hier einen Antisemitismus zu entwickeln. Ich kenne keinen einzigen Juden und denke es gibt hier gar nicht soviele, (weiß es nicht, hab jetzt nicht gegoogelt)
    Selbst das "Leidwerden" der ständig mahnenden Kriegsgeschichten verursacht nicht automatisch einen Antisemitismus bzw. eine antijüdische Haltung.
    In Frankreich fühlen sich die Juden genauso wenn nicht noch bedrohter als hier in D, dort sind in den letzten Jahren viele ausgewandert.

    Un juif sur trois se sent menacé, 52% ont envisagé de quitter la France (einer von 3 Juden fühlt sich bedroht, 52% planen Frankreich zu verlassen)


    Ich halte das für ein teils mit Migration eingeschlepptes Problem, teils der neu erstarkten rechten Szene geschuldet. Außerdem tarnt sich diese Haltung filigraner. So wird bei den Verschwörungstheoretikern gerne von der Bankenwelt, den Reichen, der Fam. Rothschilds usw. gesprochen, die die Weltmacht erringen wollen. Auch dahinter versteckt sich ein Antisemitismus, der nicht direkt benannt auch nicht sofort erkannt wird.

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