Mach's gut, lieber Freund!
Beiträge von agrippinensis
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Das Nobelpreiskomitee hat gewusst, wes Geistes Kind Frau Machado ist und ihr dennoch den FRIEDENSnobelpreis zuerkannt.
https://amerika21.de/analyse/2…rieden-bedeutung-verlorenhttps://www.ipg-journal.de/reg…egens-nicht-unserer-8611/
"Assange argumentiert, Machado habe wiederholt zu militärischer Intervention gegen Venezuela aufgerufen und US-amerikanische Angriffe öffentlich unterstützt. Die Preisverleihung sei zudem in eine Phase massiver militärischer Eskalation in der Karibik gefallen, die von Militäranalysten als größte US-Truppenverlegung in der Region seit Jahrzehnten beschrieben werde. Durch die Auszahlung der Preisgelder werde diese Eskalation indirekt legitimiert und finanziell begünstigt.
Die Anzeige listet mehrere öffentliche Äußerungen Machados auf, in denen sie militärische Gewalt als gerechtfertigt bezeichnet habe. Zudem verweist Assange auf Kritik zahlreicher Friedensorganisationen sowie früherer Nobelpreisträger an der Entscheidung."
a.a.O.Dass das Komitee nach der Übergabe an Donald Trump erklärte, eine Übertragung des Preises sei nicht möglich, kann wohl nur noch als Satire betrachtet werden.
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Griff ins Kl*...

https://www.n-tv.de/mediathek/…n-Haenden-id30247780.html
Donald Trump und María Machado: Freude übers Geschenk aber keine Unterstützung.
Foto: Daniel Torok/White House/dpa
Salvador. Für Venezuelas führende Oppositionspolitikerin María Corina Machado verlief das erste Treffen mit Donald Trump erniedrigend. Noch während die Friedensnobelpreisträgerin mit dem US-Präsidenten im Weißen Haus sprach, erklärte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt, dass die US-Regierung weiterhin an Delcy Rodríguez als Nachfolgerin des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro festhalten werde.Bereits im Vorfeld des Treffens hatte Trump mit Rodríguez telefoniert und die Interimspräsidentin, die seit Jahren zum innersten Kreis des venezolanischen Regimes gehört, als „wundervolle Person“ gelobt, mit der man sehr gut zusammenarbeite.
Machado sei derweil nicht in der Lage, Venezuela zu führen, weil ihr die Unterstützung und der Respekt in dem Land fehlten, bestätigte Trumps Sprecherin eine frühere Einschätzung des Präsidenten. Auf Machados geringen Rückhalt hatte Trump bereits direkt nach der Militäraktion am 3. Januar bei einer Pressekonferenz hingewiesen.
Machado half es auch nicht, dass sie Trump die vor wenigen Wochen erhaltene Medaille für den Friedensnobelpreis schenkte – erst fünf Stunden später sagte Trump, dass er die Medaille, „als Geste des gegenseitigen Respekts“ angenommen habe.
Quelle: Handelsblatt -
Kürzlich wurde der venezolanischen Oppositionspolitikerin Machado der Friedensnobelpreis 2025 verliehen, was nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß.
Nun hat auch Julian Assange darauf reagiert und Strafanzeige gegen die Nobelstiftung eingereicht.17.12.2025
Assange reicht in Schweden Strafanzeige gegen Nobelstiftung ein
Hintergrund ist Verleihung des Friedensnobelpreises an Machado. Assange fordert einfrieren des Preisgeldes. Friedensnobelpreis dürfe nicht in "Instrument des Krieges verwandelt werden"
Von Silvia Clara Florez
amerika21
Julian Assange erstattet Anzeige gegen schwedische Stiftung wegen Verleihung des Friedensnobelpreises an Machado
Quelle: Julian AssangeStockholm. Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat am Dienstag in Schweden eine Strafanzeige gegen die Nobelstiftung und rund 30 mit ihr verbundene Personen eingereicht. Hintergrund ist die Verleihung des Friedensnobelpreises 2025 an die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado. Assange wirft der Stiftungsführung unter anderem schwere Untreue, Veruntreuung von Stiftungsgeldern sowie die Beihilfe zu Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.
ZitatAlles anzeigenDie Nobelstiftung ist eine schwedische Stiftung mit Sitz in Stockholm. Sie verwaltet das Vermögen Alfred Nobels und ist rechtlich für die Einhaltung seines Testaments verantwortlich. Das norwegische Nobelkomitee trifft hingegen die Auswahlentscheidung. Es ist kein Vermögensverwalter und keine Stiftung im rechtlichen Sinn. Das Komitee unterliegt norwegischem Recht.
Die Anzeige wurde parallel bei der schwedischen Wirtschaftsstaatsanwaltschaft (Ekobrottsmyndigheten) und der Einheit für Kriegsverbrechen (Krigsbrottsenheten) eingereicht. Konkret fordert Assange, die Auszahlung des mit dem Preis verbundenen Preisgeldes in Höhe von elf Millionen schwedischen Kronen (rund 1,18 Millionen US-Dollar) an Machado umgehend einzufrieren.
Zur Begründung verweist Assange auf das Testament Alfred Nobels von 1895. Darin sei klar festgelegt, dass der Friedenspreis an jene Person zu vergeben sei, die sich im zurückliegenden Jahr besonders für Völkerverständigung, Abrüstung und die Förderung des Friedens eingesetzt habe. Diese Zweckbindung gelte unabhängig von politischen Entscheidungen des norwegischen Nobelkomitees auch für die schwedischen Verwalter der Stiftungsgelder. Jede Auszahlung, die diesem Stiftungszweck widerspreche, stelle eine Veruntreuung dar.
Assange argumentiert, Machado habe wiederholt zu militärischer Intervention gegen Venezuela aufgerufen und US-amerikanische Angriffe öffentlich unterstützt. Die Preisverleihung sei zudem in eine Phase massiver militärischer Eskalation in der Karibik gefallen, die von Militäranalysten als größte US-Truppenverlegung in der Region seit Jahrzehnten beschrieben werde. Durch die Auszahlung der Preisgelder werde diese Eskalation indirekt legitimiert und finanziell begünstigt.
Die Anzeige listet mehrere öffentliche Äußerungen Machados auf, in denen sie militärische Gewalt als gerechtfertigt bezeichnet habe. Zudem verweist Assange auf Kritik zahlreicher Friedensorganisationen sowie früherer Nobelpreisträger an der Entscheidung.
Assange fordert die schwedischen Behörden auf, die Auszahlung der Mittel zu stoppen, interne Unterlagen der Nobelstiftung sicherzustellen, verantwortliche Funktionsträger zu vernehmen und den Fall gegebenenfalls an den Internationalen Strafgerichtshof zu übergeben. Der Friedensnobelpreis dürfe nicht "von einem Instrument des Friedens in ein Instrument des Krieges verwandelt werden."
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Schlimmer geht immer ...


https://www.faz.net/aktuell/sp…emens-accg-200331440.htmlDie Auslosung des WM-Turniers 2026 wird aus dem Stegreif zu einer zweitklassigen Comedy-Show umfunktioniert. In der Hauptrolle zwei Präsidenten.
ZitatAlles anzeigenEs war sicher einen Versuch wert, was die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch vor ein paar Wochen unternahm, als sie in einem Brief an den Fußballweltverband einige konkrete Fragen aufwarf. Man war neugierig geworden, welche „formalen Kriterien“ die FIFA bei ihrem sogenannten Friedenspreis benutzt, über den bekannt geworden war, dass er zum ersten Mal vergeben werden sollte. Man wollte zudem wissen, ob es eine Liste der Nominierten gebe und eine Jury, die entscheidet, an wen die Auszeichnung gehen soll.
Auf eine Antwort wartete man allerdings vergeblich. Wohl auch deshalb, weil man in der Chefetage des Verbands kein Interesse daran hatte, dass auf diesem Weg die Mitglieder des 37-köpfigen FIFA-Rats herausgefunden hätten, was ihr Präsident ohne ihre Zustimmung am Freitag in Washington durchzuziehen beabsichtigte. Es gibt nämlich Mitglieder in diesem Entscheidungsorgan, die sich schon länger über Gianni Infantinos unziemlichen Flirt mit Donald Trump ärgern. Sie hätten womöglich einen Weg gefunden, das Vorhaben intern zu torpedieren.
Zweitklassige Comedyshow vor Millionenpublikum
Stattdessen wurden sie und Millionen Fernsehzuschauer weltweit Zeugen, wie der Verband die Auslosung des WM-Turniers 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko aus dem Stegreif zu einer zweitklassigen Comedy-Show umfunktionierte. Die Hauptdarsteller der Darbietung auf der Bühne des John F. Kennedy Center for the Performing Arts: der Schweizer Sportfunktionär Infantino, der sich bei solchen Gelegenheiten gerne zum Humanisten stilisiert, während ihm gleichzeitig jede kritische Reflexion seiner Rolle im Welttheater abhold ist.
Und ein Selbstdarsteller namens Donald Trump, den dieser Infantino seit Monaten so oft es geht mit einer Überdosis an Schmeicheleinheiten füttert. So wie bei der Verleihung, als er unterstrich, dass der amerikanische Präsident diese Auszeichnung aufgrund seines „Engagements“ und „seiner Erfolge absolut verdient“ habe. Und der könne deshalb „jederzeit auf meine Unterstützung und die Unterstützung der gesamten Fußballgemeinschaft zählen“. Das Ziel: Trump „zu helfen, Frieden zu schaffen und die Welt zum Wohlstand zu führen“.
Ein „Karneval des Fremdschämens“, wie die New York Times dieses bizarre Schmierenstück charakterisierte. Und das nicht nur, weil Trump das Band mit der Medaille aus der Schatulle fingerte, die er an diesem Tag neben einem dicken Goldpokal erhielt, und sie sich selbst um den Hals hängte. Es war vor allem deshalb „peinlich“, wie die Online-Sportplattform SB Nation schrieb, weil der FIFA-Präsident eine „getürkte Auszeichnung“
dazu benutzt, sich „vor einem globalen Publikum die Gunst von Präsident Donald Trump zu sichern“.
Der bedankte sich artig: „Das ist wirklich eine der großartigsten Ehrungen meines Lebens.“ Und er fügte nonchalant hinzu, dass er in nur wenigen Monaten mit seinen diplomatischen Initiativen „zig Millionen Leben“ gerettet und sogar „Kriege gestoppt habe, kurz bevor sie losgingen“.
Infantino aalt sich in der Rolle als Trump-Flüsterer
Die Behauptung, wonach er seit der Amtsübernahme im Januar rund um die Welt acht Kriege beendet habe, gehört seit Wochen zum Da capo der Trumpschen Propaganda-Partitur. Was nicht nur nach Einschätzung der New York Times „umstritten ist und, wenn es hochkommt, übertrieben“. Und im klaren Kontrast zu einer ganzen Reihe seiner Direktiven steht. Wie jener, aufgrund der eine Behörde namens USAID dichtgemacht wurde, das wichtigste Entwicklungshilfeprojekt der USA im Einsatz gegen Hunger, Krankheiten und Wetterkatastrophen im Rest der Welt.
Die Maßnahme könnte Expertenschätzungen zufolge zum frühen Tod von mehr als zehn Millionen Menschen führen. Ähnliches spiegelt sich in der von Trump veranlassten Umbenennung des Verteidigungsministeriums in Kriegsministerium wider, das inzwischen vor der Küste von Venezuela, Tausende von Kilometern von den USA entfernt, ohne völkerrechtliche Basis Boote und deren Besatzung bombardiert, die angeblich illegale Drogen transportieren. Oder auch in den Sympathieerklärungen für Wladimir Putin, die auf eine Legitimierung des russischen Überfalls auf die Ukraine hinauslaufen.
Diesen Ausschnitt der Realität blendet Gianni Infantino konsequent aus.
Er aalt sich lieber in der Rolle als Trump-Flüsterer, der schließlich schon häufiger im Weißen Haus war als irgendein ausländischer Staatschef. Es gefällt ihm, dass er auf Einladung von Trump beim Gaza-Friedensgipfel in Scharm asch-Schaich in Ägypten dabei sein durfte und mit dem US-Präsidenten im Mai einen Ausflug nach Qatar und Saudi-Arabien machen konnte. Dass er deshalb mit mehreren Stunden Verspätung beim FIFA-Kongress in der paraguayischen Hauptstadt Asunción eintraf, spielte er herunter.
FIFA als PR-Bühne einer autoritären US-Regierung
Der Schweizer hat schließlich eine Mission: die korrupte, altväterliche Omnipräsenz eines Sepp Blatter vergessen zu machen, die FIFA als Geldmaschine in Schwung zu halten und sich trotz mancher herben Anwürfe – „Despoten-Groupie“ (The Guardian), ein „erschreckendes Beispiel für politische Speichelleckerei“ (Daily Mirror) – die eigene autoritäre Macht im Verband zu festigen.
Zwei Tage vor der Auslosung hatten mehrere amerikanische Menschenrechtsorganisationen in Washington gegen die Preisverleihung protestiert und vor einer Durchführung der WM in den USA gewarnt.
„Während sich die FIFA und die Ausrichterstädte auf die Spiele vorbereiten“, sagte Jamil Dakwar von der American Civil Liberties Union, „verschärft die Trump-Regierung gefährliche Maßnahmen, die sowohl Einwanderergemeinschaften, ausländische Besucher als auch Einwohner gefährden.“ Angesichts dessen laufe die FIFA Gefahr, zu einer Bühne und „zu einem PR-Instrument zu werden, um eine zunehmend autoritäre US-Regierung zu normalisieren“.
Was bis zu einer Einmischung in die Abwicklung des Turniers im kommenden Sommer gehen könnte. Trump deutete bei einem Besuch von Infantino im September bereits an, dass er gerne Spiele aus Städten abziehen würde, in denen demokratische Bürgermeister regieren und die Mehrheit der Wähler gegen ihn gestimmt hatte. Der FIFA-Präsident stand daneben und sagte nichts. Tatsächlich hat die Bundesregierung in Washington mit der Abwicklung der Spiele selbst überhaupt nichts zu tun. Einen Monat später verriet Trump bei einer Kabinettssitzung, wie er solche Absichten trotz mangelnder Zuständigkeit durchsetzen könnte: „Ich würde Gianni anrufen und sagen: Lass uns damit an einen anderen Ort umziehen. Er würde es nicht gerne machen. Aber er würde es ganz einfach tun.“
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1.November und allmählich wird's kalt und Zeit für Kuscheldecken. Aber kein Grund auf leckere, frische Salate zu verzichten. Mein Vorschlag:
Feldsalat mit Nüssen, Birnen und Fetakäse
Zutaten für 4 Portionen
80 g Walnüsse
2 reife Birnen
1 EL brauner Zucker
200 g Feldsalat
3 EL Olivenöl
2-3 EL Essig (z.B. Balsamico)
1 TL milder Senf
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen 80 Gramm FetakäseZubereitung
Walnüsse grob hacken
ohne Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun anröstenBirnen waschen, Kerngehäuse entfernen, in dünne Scheiben schneiden
mit dem braunen Zucker vermengen und in einer Pfanne mit etwas Butter oder Öl bei mittlerer Hitze für etwa 3-5 Minuten leicht anbraten , bis sie karamellisiert sind.
Feldsalat gründlich waschen und trockentupfen.Essig und Olivenöl mit den Gewürzen verrühren, bis das Dressing eine cremige Konsistenz hat.
Den Feldsalat auf Tellern verteilen.
Die karamellisierten Birnen und den Fetakäse darauf geben, die gerösteten Walnüsse darüberstreuen und das Dressing gleichmäßig über den Salat träufeln.
Rezept mit Bild inspiriert von Asal
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Aus gegebenem Anlass ...
ERL
Klaus Stuttmann
Harm BengenHeiko Sakurai
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Richtig was los in Lamaland:
FRIEDENSNOBELPREIS für María Corina MachadoZitatAlles anzeigenFriedensnobelpreis: Wer ist María Corina Machado?
María Corina Machado trotzt Drohungen und Repressionen - ihr Widerstand gegen das Maduro-Regime hat sie zum Symbol der Entschlossenheit für einen demokratischen Wandel in Venezuela gemacht.
Drei Tage nach ihrem 58. Geburtstag hat María Corina Machado den nächsten Anlass zur Freude: Das Norwegische Nobelkomitee hat ihr an diesem Freitag den Friedensnobelpreis zugesprochen. Doch so gut die Gründe zum Feiern sein mögen, Raum dafür hat sie nicht. Denn die venezolanische Oppositionspolitikerin lebt seit etwa einem Jahr im Untergrund.
Unter dem Druck des Regimes in Caracas ist die "Eiserne Lady" Venezuelas, wie ihre Anhänger sie nennen, nach der höchst umstrittenen Präsidentschaftswahl im Sommer 2024 abgetaucht. Zu bedrohlich, zu greifbar seien die Repressalien durch Funktionäre und Sicherheitskräfte der Sozialistischen Einheitspartei Venezuelas (PSUV) geworden, sagt die dreifachen Mutter: Haftbefehle, mehrere kurze Festnahmen, offene Morddrohungen.
Der Repression zum Trotz
Derlei Vorfälle hat Präsident Maduro stets bestritten. Sie würden sich aber nahtlos in sein Vorgehen gegen Politiker einreihen, die er als Gefahr für seine Herrschaft einschätzt. Als Beispiel sei nur Machados ehemaliger Parteifreund Leopoldo López genannt: Schon als Lokalpolitiker wurde er Ziel gewaltsamer Übergriffe, nach den landesweiten Protesten 2014 wurde er als angeblicher Aufwiegler zu 13 Jahren Haft verurteilt und konnte dank oppositioneller Militärs nach fast fünf Jahren Haft und mutmaßlicher Folter nach Spanien fliehen.
Machado und Lilian Tintori, die Ehefrau von Leopoldo López, demonstrieren gemeinsam für dessen Freilassung (Juni 2014)Bild: Leo Ramirez/AFP/Getty Images
Machado sperrten man 2014 nicht weg, stellte sie aber unter ähnlichen Vorwürfen politisch kalt: Per Verwaltungsbeschluss schloss die Regierung sie für 15 Jahre von allen politischen Ämtern aus.
20 Jahre gefährliche Oppositionsarbeit
Zu diesem Zeitpunkt hatte Machado bereits ein Jahrzehnt lang gegen den zunehmenden Autoritarismus der PSUV gekämpft. Zunächst warb sie mit ihrer zivilgesellschaftlichen Organisation Súmate für rechtstaatliche Prinzipien, während der 2013 verstorbene Parteigründer Hugo Chávez jene Clique aus Militärs und Politikern etablierte, die das einst recht wohlhabende Land seit rund 20 Jahren mit immer härterem Griff verarmen lässt.
Erstmals wurde Machado 2004 von der sozialistischen Regierung wegen einer angeblichen Beteiligung am fehlgeschlagenen Putsch gegen den damaligen Präsidenten Chávez angeklagt. Das zuständige Gericht wies dies jedoch zurück.
Im August 2024 führte sie noch den Wahlkampf für ihren Stellvertreterkandidaten Edmundo González Urrutia, kurz darauf versteckte sie sich vor dem RegimeBild: Pedro Rances Mattey/AFP/Getty Images
Als sie 2011 vor den Kameras ihre Kandidatur bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl ankündigte, gaben Unbekannte Schüsse ab und verletzten einen ihrer Mitarbeiter. Dennoch setzte Machado ihren Wahlkampf unbeirrt fort, musste die Präsidentschaftskandidatur 2012 und 2013 jedoch dem profilierteren Henrique Capriles überlassen.
Die Rechtsaußen der Opposition
Als studierte Ingenieurin und Wirtschaftswissenschaftlerin aus wohlhabendem Hause ist Corina Machado für das sozialistische Regime nicht nur eine einflussreiche Oppositionspolitikerin. Sie ist auch die perfekte Projektionsfläche für ihren politischen Klassenkampf.
Allerdings ist sie damit auch innerhalb der Opposition nicht die geborene Integrationsfigur. Das demokratische Spektrum ist in Venezuela nicht weniger breit als in vielen europäischen Ländern. Und Machado steht mit ihrer wirtschaftsliberalen Partei Vente Venezuela ("Komm schon, Venezuela") am rechtskonservativen Rand des Panoramas. Trotzdem, und obwohl sie wegen des Amtsverbots formal nicht kandidieren durfte, kürten die demokratischen Parteien Machado 2023 mit 90 Prozent zu ihrer Kandidatin für die Präsidentschaftswahl 2024.
Die versammelte Opposition: Leopoldo López (am Rednerpult), dahinter Juan Guaidó, zwischenzeitlich international anerkannter Präsident, und María Corina Machado (rechts) im Jahr 2014Bild: Juan Carlos Neira/IMAGO
Dass ihr das - zumindest vorübergehend - gelang, lag nach Ansicht von Politikwissenschaftler Günther Maihold denn auch nicht an ihrer ideologischen Position, "sondern in dem überzeugenden Aufbau einer oppositionellen Organisation über Bürgerkomitees zur Wahlbeobachtung und Ergebnissicherung".
Was ändert der Nobelpreis?
Tatsächlich haben die Oppositionskräfte mit Machados Stellvertreterkandidaten Edmundo González Urrutia nach internationaler Lesart die Wahl gewonnen. "Das ist allerdings durch die Machenschaften des Regimes zunichte gemacht worden", sagt Maihold. Den Nobelpreis wertet der Lateinamerikaexperte der FU Berlin als "ein klares Signal in Richtung Demokratisierung, die eben in der Region Lateinamerika und darüber hinaus stark bedroht ist durch autoritäre Tendenzen".
Nach dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments erhält Machado nun den Friedensnobelpreis für ihren "unermüdlichen Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes und für ihren Kampf um einen gerechten und friedlichen Übergang von der Diktatur zur Demokratie".
Sie selbst gab sich in einem X-Post an diesem Freitag überzeugt, dass ihre Mission kurz vor der Erfüllung steht: "Wir stehen an der Schwelle zum Sieg, und zwar heute mehr denn je." Die Auszeichnung widmete sie "dem leidenden Volk Venezuelas und Präsident Trump für seine entschlossene Unterstützung unserer Sache".
dw