Beiträge von agrippinensis

    Ergänzung


    Angesichts der Rassismusdebatte hat der Konsumgüterkonzern Unilever mitgeteilt, dass er seiner aufhellenden Gesichtscreme "Fair & Lovely" einen anderen Namen geben möchte. Die Hautpflegeprodukte sollten künftig ein vielfältigeres Schönheitsideal mit sämtlichen Hautfarben ansprechen, kündigte das Unternehmen an.

    Auch Johnson & Johnson will zwei Produktlinien vom Markt nehmen, die, so das Unternehmen, von Kunden als Hautaufheller benutzt worden seien.

    Und schließlich kündigte auch der Kosmetikgigant L'Oréal die Umbenennung seiner Cremes und Lotionen an. Sie sollen künftig nicht mehr als "Aufheller" bezeichnet werden.


    "Ob die Firmen auf diese Produkte in Zukunft komplett verzichten oder sie nur unter einem anderen Namen und mit anderer Werbung vertreiben möchten, bleibt noch unklar. Von den vielen unterschiedlichen Bleichprodukten, die auf dem Markt sind - Cremes, Lotionen, Tabletten - versprechen sich viele Menschen eine hellere Haut, vor allem Frauen in afrikanischen und asiatischen Ländern. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO benutzen 77 Prozent der Frauen in Nigeria Hautaufheller, in Indien sind es um die 60 Prozent." (Spon)


    .

    Why is the Fair and Lovely cream popular in India? - Quora

    Quora

    Exkurs "Beugehaft"

    https://www.deutsche-anwaltsho…r/strafrecht/beugungshaft

    https://www.koerperverletzung.com/erzwingungshaft-beugehaft/

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    Zurück zum Thema "Schwarzes Leben"

    Schönheitsideale
    Die falsche Haut

    Bin ich zu blass, bin ich zu braun? Solchen Fragen verdankt eine globale Industrie ihre Existenz: Jährlich setzt sie Milliarden um und lebt davon, dass vor allem Frauen anders aussehen wollen, als sie es von Natur aus tun. Das wichtigste Geschäft: Menschen weiß zu machen. Von Frank Patalong
    24.08.2013, 20.18 Uhr


    Als die Ermittler am 25. Juni 2009 die Räume des soeben verstorbenen Sängers Michael Jackson durchsuchten, stellten sie unter anderem 37 Tuben Creme sicher. 19 davon enthielten das in den meisten Ländern verbotene Hydrochinon, 18 davon Benzochinon. Hydrochinon gilt als ätzend, gesundheits- und umweltgefährdend, es steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Benzochinon ist die kräftigere Variante.

    Das klingt nicht gerade nach Hautpflege. Und doch nutzen Millionen Menschen jeden Tag solche Cremes. Ihr Antrieb: weißer zu werden.

    Mit Hautbleichmitteln (geschätzter Jahresumsatz mit legalen Produkten zurzeit zwölf Milliarden, insgesamt über 40 Milliarden Dollar) wird heute mehr Geld umgesetzt als mit Bräunungs- und Sonnenschutzprodukten (geschätzt zehn Milliarden Dollar). Angeblich sollen weltweit bis zu 27 Prozent aller nicht-weißen Frauen Hautaufheller benutzen.

    Offiziell geht es oft nur um die Entfernung von Hautflecken. In Asien und der südlichen Hemisphäre machen aber schon die Produktnamen klar, was sich die Kundinnen wirklich von den Cremes versprechen: "White Beauty", "Fair and Handsome", "Fairness Creme", "Skin Litener", "Natural White", "Flawless White" oder "White Radiance". Es geht um Blässe, um Umfärbung.

    In Afrika nutzen nach WHO-Informationen in manchen Ländern mehr als die Hälfte der Erwachsenen hautaufhellende Produkte. Die größten Märkte sind Japan, die Philippinen und China - sie könnten von Indien bald überholt werden. Die Sucht nach "Fairness" ist dabei mehr als eine modische Marotte. Sie vertieft gesellschaftliche Gräben, schafft völlig neue Identitäts-, und zum Teil massive gesundheitliche Probleme.

    Woher kommt die Obsession mit der Blässe?

    Anthropologen wissen, dass weibliche Haut innerhalb jeder Ethnie rund zehn bis 15 Prozent heller ist als männliche. Blässe wirkt schon darum besonders weiblich, aber sie setzt auch andere Signale.

    Zum Beispiel, dass man nicht auf dem Feld arbeitet. Europas Adel pflegte seine vornehme Blässe, ähnliches findet sich in Kulturen Asiens. In Japan begann die Obsession mit dem Weiß vor Jahrhunderten, die Moden des Puderns und Schminkens gingen fließend in die der Hautaufhellung über: Japanische Kosmetikfirmen begründeten bereits Anfang des 20. Jahrhunderts den Bleichmarkt.

    In Indien hat die Sache einen sozial-rassistischen Subtext. In der alten Kastengesellschaft erkannten sich das gesellschaftliche Oben und Unten unter anderem am Teint. Als die Europäer einmarschierten, verschärften sie das sozial konnotierte Teint-Gefälle ins Extrem. Blass zu sein signalisiert dort noch immer eine "hohe" Herkunft.

    Die Amerikaner, die in Sklavereizeiten Menschen auch nach Hauttönung in Haus- und Feldsklaven segregierten, haben dafür ein Wort gefunden: Colorism. Es beschreibt eine allein an der Tönung der Haut festgemachte Form der Ungleichbehandlung. Dem Hellhäutigen wird dabei ein höherer sozialer Stand zuerkannt als dem Dunkelhäutigen. Studien weisen nach, dass auch in den USA eine blassere Hauttönung noch immer die Wahrscheinlichkeit von Wohlstand und Karriere erhöht.

    Kein Wunder, dass viele afroamerikanische Stars versuchen, sich irgendwo zwischen den Ethnien zu positionieren. Zu den weiblichen Idolen unter Bleich-Verdacht finden sich große Namen wie Beyonce Knowles, Rihanna oder die Rapperin Lil'Kim.

    Die zur Schau gestellte Blässe zementiert den Trend zur kaukasischen Hautfarbe. Der geht oft genug mit Minderwertigkeitsgefühlen bei denen einher, die ihm nicht gerecht werden. Das geht so weit, dass Kinder in psychologischen Tests eigentlich identische, aber unterschiedlich gefärbte Cartoonfiguren nach Hautfarbe sortiert als "hässlich" oder "hübsch" einordnen. Die Einschätzung "Je weißer, desto schöner" wird dabei auch von nicht-weißen Kindern geteilt.

    In einer aktuellen Werbekampagne stilisiert die Kosmetikfirma Shiseido als Kampf zwischen dem guten Weiß und dem bösen Schwarz:

    Etlichen Bürgerrechtlern graut es da, doch Kampagnen gegen die Bleichmanie blieben bisher weitgehend wirkungslos.

    Die Umsätze der Industrie steigen weiter - trotz großer gesundheitlicher Risiken, wenn die Cremes und Tinkturen aus obskuren Manufakturen kommen. Nicht jede Kundin kann sich Edel-Cremes von Kosmetikmarken wie Shiseido, Pond's oder Olaz leisten, die nach derzeitigem Wissensstand als unbedenklich gelten.

    Rund zwei Dutzend zugelassene Wirkstoffe werden zurzeit angeboten. Einer davon musste im Juli 2013 vom Markt genommen werden. Kanebo Cosmetics rief 54 seiner Hautbleicher-Produkte zurück. Bei über 7200 Frauen war es zu Hautirritationen gekommen, bei fast 3000 gingen die mit teils erheblichen Verfärbungen und Hautveränderungen einher.

    Das ist harmlos im Vergleich zu dem, was Kundinnen droht, wenn sie sich mit Billigprodukten versorgen. Zur Zutatenliste solcher Bleichtinkturen gehören mitunter Quecksilber, Phenole, Steroide, Benzol, Chinone und Wasserstoffperoxid.

    Eine Nebenwirkung teilen alle effektiven Hautbleichmittel: Weil sie entweder die Bildung von Melanin verhindern oder dieses zerstören, verliert die Haut ihren UV-Schutz. Selbst, wenn dann aggressive Stoffe nicht zu krankhaften Hautveränderungen führen, steigt zumindest das Risiko von Verbrennungen und Hautkrebs. Gute Hautbleicher großer Firmen enthalten darum fast immer Sonnenschutzmittel mit hohen Schutzfaktoren.

    So schafft ein Bedürfnis das nächste.


    (Spon)

    Ich fürchte, mit "Überzeugen" bringt man nur in Ausnahmefällen Menschen dazu, auf ihre Macht(!) und Privilegien zu verzichten.


    "Kampf" bedeutet ja nicht notwendigerweise, Jemanden körperlich zu attackieren. Auch Worte und Gesten können sich als wirkmächtig erweisen.


    Zitat

    Passanten machen Selfies vor dem riesigen Schriftzug

    Botschaft an US-Präsidenten
    "Black Lives Matter" vor Trump-Tower gemalt

    New Yorks Bürgermeister beteiligt sich eifrig am Gestalten des riesigen "Black Lives Matter"-Schriftzugs vor dem Trump-Tower. In gelber Farbe prangen die Wörter nun vor dem Hotel und sind auch eine Botschaft an den US-Präsidenten, der laut De Blasio "nie Respekt für diese drei Wörter gezeigt hat".

    (n-tv)

    Engelskirchen statt Edinburgh? Klingt für mich nach unbekanntem Terrain und Entdeckerspaß.
    Im Gegensatz zum fernen Edinburgh kenne ich nämlich vom nahen Engelskirchen fast nix.


    Überhaupt ist Urlaub vor der Haustür nicht nur in Coronazeiten eine charmante Idee. Entdeckt man doch verblüffend viel Schönes; Herausforderungen locken, sogar kleine und größere Abenteuer.

    Also schnappe ich mir den Buchstaben "I" und empfehle


    Idar-Oberstein statt Izmir.


    Idar-Oberstein liegt im rheinland-pfälzischen "Edelsteinland", umgeben von der wunderschönen Landschaft des Hochhunsrück mit Wanderwegen, Höhlen und Edelsteinstollen.

    https://www.edelsteinland.de/s…idar-oberstein/index.html


    Wenn Kinder bespaßt und beschäftigt sein wollen/müssen, finden sich zahlreiche Möglichkeiten.
    Erwachsene, wie auch kindliche Freunde haben's ausprobiert und zur Empfehlung freigegeben!:):thumbup:
    Voilà:
    https://www.edelsteinland.de/d…hits-fuer-kids/index.html

    Echtedel magazin screen by soonteam - issuu

    Versprochen ist versprochen;), he kütt dä Rolly met enem Böll-Jedeech



    Köln II

    Für Grieshaber


    Sie glaubt nicht an Dauer

    und dauert so lange

    ewig ewig

    heilig heilig

    will sie nicht sein


    über zerbrochenen Bischofsstäben

    kocht sie ihr Süppchen

    Material

    aus Tränen

    Asche der Heiligen

    Hurenblut

    Bürgertalg

    zermahlenem Domherrengebein


    mit Pinsel

    aus Madonnenhaar

    malt sie Flüche

    an die Mauerreste

    tief tief

    unter dem Dom


    beschwört ihn

    sie liebt ihn

    er sie nicht

    immer immer

    fließt er an ihr vorbei


    (Heinrich Böll)

    Wer kürzlich den Filmbericht auf ARTE gesehen hat, wird gestaunt und bewundert haben, was neben den Gerüstbauern auch zahlreiche andere Fachleute in der Kirche leisten - und welche Arbeit noch vor ihnen liegt.

    Während eine solide Holzkonstruktion errichtet wird, damit die völlig verschmolzenen und ineinander verdrehten Verstrebungen des alten Renovierungsgerüstes Stück für Stück abgebaut werden können, legen die weiteren Vorbereitungen zu Rettung und Wiederaufbau auch einige "Geheimnisse" der Kathedrale offen und bieten einen neuen Blick auf sie.

    Architektur:
    Aus der Asche

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    Baugerüste werden über Jahre das Bild von Notre-Dame prägen. (Foto: AFP)


    Der Brand von Notre-Dame hat die Kathedrale beschädigt, aber auch Geheimnisse freigelegt. Für Forscher bieten sich hier einzigartige Möglichkeiten.

    Text: Christa Lesté-Lasserre, Infografik: Chris Bickel


    https://www.sueddeutsche.de/wi…chung-1.4955997-0#seite-2

    Schon gehört?

    Unser Bundestag - seine gesetzliche Mitgliederanzahl beträgt 598, liegt aber derzeit schon bei 709 Abgeordneten , 111 davon sind Überhang- und Ausgleichsmandate, insgesamt gibt es sage und schreibe 219 Frauen ...:huh:^^


    Dieser Bundestag soll nun endlich kleiner werden, aber immer noch streitet man um das Wie.

    https://www.t-online.de/nachri…zur-wahlrechtsreform.html

    Letztlich wird man sich einigen müssen, nächstes Jahr stehen Wahlen an, und wer will schon in einen Container ausgelagert werden und dort sitzen und arbeiten?


    Klaus Stuttmann hätte da einen Vorschlag:

    Karikatur vom 30.06.2020

    Vor 40 Jahren war die Bundeswehr noch keine Berufsarmee, es bestand die allgemeine Wehrpflicht. Aber nicht alle jungen Männer waren freiwillig Soldat sondern leisteten statt dessen "ersatz(!)weise" den um ein halbes Jahr längeren Zivildienst.

    Auch das KSK hat es vor 40 Jahren noch nicht gegeben. Nach allen Informationen kann man aber getrost davon ausgehen, dass seine Reservisten sich mit ihrer Spezialeinheit sehr verbunden fühlen und die Reserveübungen entsprechend gern absolvieren.


    Allerdings könnte eine ganze Reihe der harten Jungs in Zukunft wirklich "verschont" werden. Dann nämlich, wenn sie rausgeschmissen werden, weil sie nicht glaubhaft beweisen können, demokratische Werte nicht nur verstanden zu haben, sondern auch, sie zu achten und zu verteidigen.


    Zitat

    Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer greift zu drastischen Maßnahmen, um rechtsextreme Umtriebe beim Kommando Spezialkräfte zu unterbinden. Eine Kompanie wird aufgelöst, der Rest bekommt Bewährung, die Ausbildung wird reformiert. Auch die Kontrollen werden verschärft.

    Von hier:

    https://www.faz.net/aktuell/po…-aufgeloest-16839731.html



    Also Schluss mit 'lustig', und vorbei die Zeiten elitärer rechter Gesinnungskumpanei?

    Ich kann's nicht wirklich glauben.

    Von "latentem" Rechtsextremismus kann bei Teilen der Bundeswehr sicher nicht mehr gesprochen werden, wenn BuWe-Reservisten in ihren Chatgruppen ganz ungeniert über private Bewaffnung und "Rassenkrieg" diskutieren und neuerdings Politikerdaten, wie Privatadressen und Telefonnummern, auflisten.


    Wenn so die 'Verteidiger unserer Demokratie' aussehen, glaub ich von Stund an auch wieder an den Klapperstorch ... :wacko:



    "Nach mehreren Hinweisen auf Rechtsextreme unter den Reservisten hatten MAD und Verfassungsschutz vergangenes Jahr eine gemeinsame Arbeitsgruppe gegründet, dort wurden bis heute mehr als tausend Fälle von möglicherweise rechtsextremen Soldaten diskutiert. Die Kooperation ist nötig, da der MAD nur für aktive Soldaten zuständig ist.

    Den Verdacht, dass sich unter den mehr als 115.000 Reservisten der Bundeswehr ein rechtsextremes Netzwerk gebildet haben könnte, gibt es schon länger. Erst kürzlich war eine ähnliche Chatgruppe von Reservisten, die sich "Zuflucht" nannte, aufgeflogen. In ihrer Facebook-Chatgruppe hatten sie unter anderem über private Bewaffnung und einen möglichen "Rassenkrieg" diskutiert. Der Reservistenverband kündigte darauf strenge Kontrollen der Mitglieder an.

    Auch MAD-Chef Christof Gramm, der am Montag im Bundestag über die Arbeit seines Dienstes berichtete, nannte irritierende Zahlen über rechte Reservisten. Laut Gramm wurden in den letzten Monaten rund 800 Reservisten wegen ihrer verfassungsfeindlichen Haltung von Reserveübungen ausgeschlossen."

    https://www.spiegel.de/politik…e6-472a-a7d9-2935a482b7c7

    .

    ... die aktuellen Fälle beim KSK ( Kommando Spezialkräfte) Das ist unsere Elitetruppe, auf Töten gedrillt [.....]

    Die Jungs vom KSK haben einen schweren Job, keine Frage, sie sind aber weltweit im Namen Deutschlands unterwegs. Das geht nur, wenn sie mit beiden Beinen auf dem Grundgesetz stehen, denke ich. Alles andere wäre fatal ...



    Diese Truppe hat sich anscheinend - von der Öffentlichkeit weitgehend abgeschirmt- schon lange vom Grundgesetz verabschiedet und beschlossen nach eigenen Regeln zu wirken.

    Kontrolle und Korrektur? Fehlanzeige.

    Gewachsenes Braun

    KSK Die Elitetruppe sieht sich als Männerbund in Wehrmachtstradition. Wer kann diese Kultur auflösen? Andreas Förster | Ausgabe 26/2020

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    Gewachsenes Braun        
    Sturmumtost trutzt die deutsche Eich’ Foto: Björn Trotzki/Imago Images


    Lernen heimliche Staatsfeinde in der Bundeswehr-Eliteeinheit „Kommando Spezialkräfte“ (KSK) das Kämpfen? Darauf gibt es, mal wieder, deutliche Hinweise – und die Politik ist, mal wieder, aufgeschreckt. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will „mit eisernem Besen“ durch die Truppe kehren und schließt auch eine Auflösung des KSK nicht mehr aus. Die neue Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl (SPD), reist an den Standort des Kommandos im schwäbischen Calw. Eine Arbeitsgruppe des KSK bastelt an tiefgehenden Reformen für die tausendköpfige Spezialeinheit, Ende Juni soll ein Bericht präsentiert werden.

    Es ist also Feuer unterm Dach, und es brennt jetzt deshalb so lichterloh, weil die Verantwortlichen in Bundesregierung und Bundeswehr seit Jahrzehnten den braunen Rauch, der aus dem KSK aufstieg, ignorierten. 1996 war der vor allem aus Fallschirmjägern und Gebirgsjägern geformte Verband in Dienst genommen worden, um riskante Kampfeinsätze im Ausland, aber auch Spezialaufklärung und Geiselbefreiungen durchzuführen. Die Einheit sei bei Kämpfen in Afghanistan, zur Festnahme von Talibanführern sowie zur Ergreifung von serbischen Kriegsverbrechern der Balkankriege eingesetzt gewesen, heißt es offiziell. Weitere Details der KSK-Einsätze erfährt man nicht, was wohl auch daran liegt, dass es bei solch heiklen Operationen nicht immer um Fairness und Augenmaß geht, dafür aber fast immer ums Überleben. Entsprechend hart ist dann auch die Ausbildung der Elitekämpfer, politische Bildung steht eher hintan. Hauptsache, das KSK erledigt seine Drecksarbeit, lautet das Berliner Motto.

    In den letzten 24 Jahren hat es rund um das KSK immer wieder aufsehenerregende Zwischenfälle gegeben. Es ging um Verherrlichung des Nationalsozialismus, die Verwendung rechtsextremer Symbole, rassistische Äußerungen, menschenverachtende Rituale, aber auch um Waffendiebstahl und die Beteiligung an rechten Untergrundnetzwerken. Zuletzt wurde Mitte Mai auf dem Privatgrundstück eines sächsischen KSK-Ausbilders, der seit zwanzig Jahren der Eliteeinheit angehört, ein Waffenlager ausgehoben – dabei eine Kalaschnikow, mehrere Tausend Schuss Munition, zwei Kilo Sprengstoff und weiteres Material zum Bombenbauen. Die Diebstähle des Mannes aus Bundeswehrbeständen waren zuvor ebenso wenig aufgefallen wie seine rechtsextreme Einstellung – trotz mehrfacher charakterlicher und psychischer Eignungsprüfung.

    Bewaffnet für den Bürgerkrieg

    Der Fall erinnert an die noch immer laufenden Ermittlungen des „Hannibal“-Netzwerks: Unter diesem Decknamen koordinierte ein Kampfsoldat mutmaßlich ein bundesweites Netzwerk paramilitärischer Untergrundgruppen, die sich auf einen politischen Systemwechsel mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen vorbereitet haben sollen. Ihm sollen vor allem aktive und ehemalige KSK-Kämpfer angehört haben.

    Erneut in den Fokus geriet das KSK in den vergangenen Wochen nun, weil verdeckte Ermittlungen des MAD in der Elitetruppe 20 Verdachtsfälle auf Extremismus zutage förderten. Fast ausschließlich ging es dabei um rechtsextremistische Umtriebe, nur in einem Fall wurde ein KSK-Angehöriger wegen islamistischer Aktivitäten aus dem Verband entlassen. Im Vergleich zur Gesamttruppe der Bundeswehr sei die Zahl der Extremisten in der Eliteeinheit damit fünfmal höher, sagte Christof Gramm, Präsident des MAD.

    Im KSK sei eine Art Sonderbewusstsein herangewachsen, konstatiert Klaus Naumann, Militärhistoriker und Mitglied des Beirates für Fragen der Inneren Führung des Bundesverteidigungsministeriums. Auch deshalb, weil die „Schrumpfperiode“ in der Ausstattung der Bundeswehr nahezu spurlos am KSK vorbeigegangen sei. „Im Gegenteil, das Ausstattungs- und Ausbildungsniveau des Kommandos ist beständig gewachsen“, sagte Naumann im Deutschlandfunk. „Man hat eine gute Personalstärke, eine große Führungsdichte, sie genießt in Ausstattung, Ausbildung, Verweildauer, Binnenstruktur einen Sonderstatus innerhalb der Bundeswehr. Das wirft aber andrerseits Probleme auf, etwa die Isolierung von der übrigen Truppe und ein Elitedenken.“

    Hinzu kommt das Selbstverständnis, das dem Verband von der Führung vorgegeben wird. Klare Worte dazu hatte der zeitweilige KSK-Chef, Brigadegeneral Reinhard Günzel, gefunden. Günzel hatte das Kommando von 2000 bis 2003 geleitet, bevor ihn der damalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) feuerte, weil er auf Bundeswehr-Briefpapier eine von antisemitischen und völkischen Stereotypen durchsetzte Rede des CDU-Abgeordneten Martin Hohmann gelobt hatte. 2006 berichtete Günzel im Bildband Geheime Krieger offen vom Wehrmachts-Traditionsbewusstsein seines ehemaligen KSK. „Das Selbstverständnis der deutschen Kommandotruppen hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg nicht geändert“, schrieb Günzel in dem von einem rechten Verlag veröffentlichten Buch. So würden sich die Elitekämpfer des Kommandos Spezialkräfte vor allem in der Tradition der – an zahlreichen Kriegsverbrechen beteiligten – Sondereinheit „Brandenburger“ sehen: „Die Kommandosoldaten des KSK wissen genau, wo ihre Wurzeln liegen. Die Einsätze der ‚Brandenburger‘ (...) gelten in der Truppe als geradezu legendär.“ Mit der Mitgliedschaft im KSK sei zudem ein „Ordensgedanke“ verbunden, vergleichbar dem Selbstverständnis der SS als Eliteorden, als „eingeschworener Männerbund“

    Funk den Adolf Hitler

    Der vor Kurzem bekannt gewordene Brandbrief eines KSK-Hauptmanns lässt den Schluss zu, dass sich seit Günzels Zeiten wenig an diesem Selbstverständnis des Calwer Kommandos geändert hat. In dem zwölfseitigen Schreiben an das Verteidigungsministerium beschreibt der angehende Kommandosoldat eine „aggressiv-nationalkonservative Stimmung“ in der Truppe. Einer seiner Ausbilder habe als Funkkennzeichen immer die Bezeichnung Y-88 benutzt, wohl wissend, dass es sich bei „88“ um den von Neonazis verwendeten Code für „Heil Hitler“ handelt. Nachfragen dazu seien „mit einem Schulterzucken beantwortet“ worden.

    Anschaulich schilderte der Hauptmann, wie die Ausbilder die Rekruten drangsalieren und mundtot machen. Es sei eine „toxische Verbandskultur“ entstanden, und es gebe eine „symptomatische und chronische Unterwanderung“ des Kommandos durch Rechtsextreme. Rechtsradikale Verhaltensweisen würden hingenommen, ein Kartell des Schweigens verhindere, dass etwas nach draußen dringe. Die Führung des Verbandes sei über die realen Umstände entweder im Unklaren oder mit deren Eindämmung überfordert.

    Der Vorwurf geht an den amtierenden KSK-Kommandeur, Markus Kreitmayr. Der hatte zuletzt öffentlich auf die problematische Situation in seiner Einheit aufmerksam gemacht. An die in seiner Kommandotruppe versteckten Neonazis richtete er per offenen Brief die Warnung: „Wir werden Sie finden und entfernen.“

    Ministerin Kramp-Karrenbauer hat den Hauptmann übrigens für seinen mutigen Brandbrief gelobt. Er habe damit eine „Mauer des Schweigens“ durchbrochen. Das mag stimmen. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass ihr Ministerium diese Schweigemauer jahrzehntelang hingenommen hat. Nun ist es an der Ministerin, sie zu durchbrechen.


    (Der Freitag)


    Geld regiert die Welt, also brauchen wir schwarze Milliardäre.


    Okay, hier meldet sich einer von ihnen zu Wort .


    Zitat

    Hamilton kontert Ecclestone-Aussagen "Ignorant und ungebildet"

    Lewis Hamilton reagiert mit scharfen Worten auf ein Interview des ehemaligen Formel-1-Chefs. Ihm sei nun völlig klar, warum die Formel 1 unter Ecclestone nie etwas gegen Rassismus getan habe.

    27.06.2020, 09.31 Uhr

    (Spon)



    Es ist nicht das erste Mal, dass Hamilton Rassismus in der Formel 1 beklagt:

    Zitat

    „Ich sehe euch, die ihr stumm bleibt, einige der größten Stars, aber ihr bleibt stumm inmitten der Ungerechtigkeit. (...) Kein Signal von irgendjemandem in meiner Industrie, die natürlich ein von Weißen dominierter Sport ist. Ich (...) stehe allein.“

    „Euer Schweigen ist immer noch ohrenbetäubend. Vielleicht seid ihr nicht rassistisch in eurem Schweigen, aber wir brauchen euch als ANTI-Rassisten. (...) Es ist unser Anliegen, dass ihr euch aus eurer Komfortzone bewegt und uns unterstützt, indem ihr antirassistisch seid und die Leute wissen lasst, auf welcher Seite ihr in diesem Kampf steht.“


    https://www.faz.net/aktuell/sp…mus-kaempft-16827588.html

    Wer sich nun angeregt fühlt, ein köstliches Entrecôte zuzubereiten, sollte Billigfleisch (in der Regel aus einer industriellen Großschlachterei) meiden, also nicht im Supermarkt oder beim Discounter kaufen!


    Und bei der Zubereitung bitte folgende Fehlerquellen beachten:



    Bon appétit!:)

    Parbleu!

    Nicht nur wird in einem Berliner Kiez der Mangel an Rechtschreibkenntnissen deutlich. Nein, auch im "Biotop" graust es Frankophile und Gourmets gleichermaßen.


    Liebe Mitmenschen,

    "entre" - nicht zu verwechseln mit "l'entrée" , dem Eingang - bedeutet "zwischen",

    "côte(s)" heißt je nach Zusammenhang "Rippe(n)" oder "Küste(n)". den meisten Deutschen ist die Côte d' Azur bekannt.


    Das Entrecôte -also "Zwischenrippenstück"- stammt aus dem vorderen Rücken des Tieres - meist Rind, manchmal Kalb oder Schwein.


    [Dort ist es weit entfernt von einer gewissen rückwärtigen Körperöffnung, daher können Assoziationen mit einem deutschen Wort ähnlichen Klanges allenfalls als Schülersprachwitz durchgehen.:P]


    Nähern wir uns der kulinarischen Betrachtung:
    Das Entrecôte gilt als das "Steak der Kenner" und darf im klassischen Steakhaus auf keiner Karte fehlen. Charakteristisch ist der Fettanteil, oft ein deutlich sichtbares Fettauge, was für Zartheit und Saftigkeit der Mahlzeit sorgt.

    viande-boeuf-fermier-terroirsdesalpes.jpg



    ;)