Beiträge von sphinx

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    Für manche Klage und Betriebsschließung schien mir übrigens weniger Corona als vielmehr schlechte Geschäftsführung verantwortlich zu sein, aber ich kann mich täuschen.

    Das ist etwas, dass gerne durch die Presse geistert, die Rede ist dann von „Zombieunternehmen“. Im Frühjahr war die Rede, dass ein Unternehmer nur ein guter Unternehmer sei, wenn er mind. ein halbes Jahr Reserven hat. Nun gut, nicht alle sind gleich aufgestellt. Deutschland ist kein Land in dem Selbständigkeit hoch geachtet ist. Erfolgreiche sind Ausbeuter und die, die gerade so leben können sind „Hasardeure“. Dazwischen gibt es in Volkes Meinung wenig. Entgegen kleinen Gaststättenbesitzern, Hoteliers, Veranstaltern hat jedoch zum Beispiel die gut gepäppelte Autoindustrie seit Jahren ihr Zukunft verschlafen (von wegen Zombieunternehmen) und ist durchaus nicht durch Corona in der Krise, deren Krise ist selbst gemacht.


    Nun ist jedoch über ein halbes Jahr vergangen und es gibt für diese Branchen keine Planungssicherheiten bzw. Aussichten überhaupt arbeiten zu können. Gerade die, die für den Winter vorgesorgt und investiert haben mit neuen Belüftungssystmen, Luftiltern, Trennwänden, auch die müssen jetzt wahrscheinlich noch einmal schließen. Das ist ein Trauerspiel.


    Zu den Überbrückungshilfen: Auch die wurden von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt. Es ist zudem eine große Hilfe, dass es Kurzarbeitergeld gibt, so kann gut eingearbeitetes Personal gehalten werden (ist auch günstiger als Arbeitslosengeld). Außer den Personalkosten sind da aber noch die Betriebskosten, Mieten, Kommunikation, Leasing, etc., auch dafür gab und gibt es je nach Betriebsgröße Gelder (gedeckelte Summe, die nicht allen für alles reicht). ABER: du hast bis auf den Cent nachzuweisen, dass das Geld nur für betriebliche Ausgaben verwendet wird, falls nicht droht die Rückzahlung. Und von wegen schlechter geschäftsführung: Ohne Zahlen, Bilanzen aus vorherigen Jahren und vergleichs- bw. Vormonaten geht da nichts. Auch das wird geprüft. Anträge dürfen zudem nur von den Steuerberatern eingereicht werden. Aber alle privaten Kosten die ja auch weiterlaufen, sind aus dem privaten Spartopf zu bezahlen (so vorhanden). Nun könnte man ja denken, Kosten über Materialabverkauf zu decken, viele in der Branche haben Materiallager. Für Messen z.B. hochwertige Bausysteme, Lichtsysteme, teure Anlagen, etc. die liegen in Lagern, die Miete kosten. Tja da nun der Markt mit Material geschwemmt wird, schreiben manche dafür nur noch den Schrottwert erlösen zu können. Auch sorgen Selbstständige für ihre Renten meist privat vor. Tja ... was daraus wird kann man sich ausmalen nach 7 Monaten ohne Einkünfte und weiteren absehbaren 6 Monaten.


    Besonders gekniffen sind die ganz kleinen Selbstständigen ohne Betriebskosten, die weder Mitarbeiter haben noch Betriebskosten. Die haben nur den Hinweis erhalten Hartz4 zu beantragen, zu erleichterten Bedingungen, an die sich laut vielen Berichten die Ämter aber keineswegs gehalten haben.


    Auch war von ÜberbrückungsKrediten die Rede, die von der KFW gesichert werden sollten. Nur die Banken geben diesen Branchen am liebsten gar keine Kredite, Risiko zu hoch und wer will schon einen Kredit beantragen solange er keine Aussicht auf Einkommen hat?


    Man ist sehr sehr dankbar, für die teilweise Übernahme der Betriebskosten, so man begünstigt war, ja.

    Aber dass ein Großteil der Bevölkerung in diesen Fällen mit Schulterzucken vom unternehmerischen Risiko spricht, macht mich fassungslos. Da wird behauptet man sei selbst Schuld an der Situation, man würde keine Sozialabgaben zahlen und deshalb verdient außerhalb aller staatl. Sicherung stehen, ohne daran zu denken, dass man hohe Steuern zahlt, Höchstbeiträge in der Krankenkasse, Arbeitsplätze schafft, die Familien ernähren, die wiederum davon ihre Abgaben zahlen ... während auf der anderen Seite Menschen im Homeoffice für die Kinderbetreuung Ausgleichszahlungen erhalten, werden solche Leute, die mit viel Eigenintiative ohne „Ämter“ auskamen, dann zu „Hartzern“ gemacht und das weil ihnen behördlich ihre Arbeitsgrundlage genommen wurde um andere zu schützen. Soviel zur Solidarität.


    Wer will in einem Land mit solcher Voreinstellung noch „gründen“?



    Exklusiv bleiben wir einfach bei Klo ... mit oder ohne Wasser, das ist für alle gleich closed, auch sprachlich gleich, warum der arme „Klaus„ auch so heißt erschließt sich mir zwar nicht, aber vlt. war er einmal Klausner an einer Schleuse. Chiusi, ähm ... scusi :)


    @ grippi ... sprachlich genug?


    apropos Gender & Großveranstaltungen. In den Messehallen, in denen ich sonst viel unterwegs war, sind während der Aufbauzeiten besonders in Frankreich gerne die Damentoiletten ( mit Wasser ohne Plumps) geschlossen. Es hat mich schon viele Worte gekostet solch allmächtige Hallenmeister, davon zu überzeugen, dass ich nicht an nackten Männerpopos vorbei den geschlossenen Bereich desselben aufsuchen will, sondern bitte eine Frauentoilette geöffnet haben will. Da sind dann die Schildchen egal :)

    ziviler Ungehorsam nutzt da nicht viel. Bei Berufsverbot findest du keine Kunden, die mit machen. Wo auch. Veranstaltungen werden durch die Gesundheitsämter genehmigt oder nicht. Also eher nicht. Die Regeln sind ein föderaler Flickenteppich. Was in Köln gilt, ist in HH, FFM oder München anders. Die großen Veranstalter planen normalerweise mindestens ein halbes Jahr im voraus. Die Lage ist so unsicher, dass keiner wie im Frühjahr geschehen kurz vor Eröffnung alle nach Hause schicken will die an der Umsetzung gearbeitet haben. Wer zahlt das? Also häufen sich jetzt bereits die Absagen für das frühjahr 2021. Die internationale Reisetätigkeit ist nur eingeschränkt wenn überhaupt möglich. In den Urlaub sind alle gereist, Geschäftsreisen, da müssen im Fall eines Falles auch die Unternehmer haften, solche Risiken geht im Moment niemand ein.

    Messen sind Motor des Handels und der globalen Wirtschaft, gerade für die deutschen Mittelständler. Wenn Produktvorstellungen, Anfassen, Kennenlernen nicht möglich sind, wird der Export stottern. Da die veranstaltungsbranche NICHT nur aus Künstlern, Theatern und Kirmes sondern auch aus vielen Fachmessen mit Fachbetrieben besteht ist sie sehr vielfältig und hatte lange keine Lobby in Berlin. Messen sind zudem ein Jobgenerator für Aushilfskräfte, solche Leute mussten bisher nicht vom Amt leben.

    Die Idee das zumTeil in die digitale Welt zu verlagern ist ein Ersatz, der jedoch nie vollwertig sein wird. Es hängen weitere Branchen am Veranstaltungsgeschäft, alle die mit Reisen zu tun haben ...Kongresshotels, Gastro, Caterer, Speditionen, Verkehrsmittelbetrieb u.va. ...

    in Berlin hat man lange gebraucht um diese Zusammenhänge zu sehen.

    Wir können auch im Geschäft arbeiten, unser Lager neu sortieren, jeden Tag, ohne Aufträge aber alles ein bisschen spooky ;).


    Nein, es geht uns trotzdem gut, wir strukturieren um und haben Pläne, aber die Situation ist surreal.


    Pöh!

    Soll ich die Sprachenkiste nebst Genderei vielleicht zwischen rassistische Ordnungskräfte und Osterhasen quetschen?:/

    die Genderei bringt uns eher auf eine nicht nur sprachlich diverse Ebene. Thema Gleichberechtigung oder Beschriftung von Toilettentüren ;)

    Naja, ich meinte jetzt eher die „Kollateral“Schäden die durch die Maßnahmen entstehen. Nehmen wir die wirtschaftlichen, schauen wir uns alle an und zählen die psychologischen ... Depressionen machen ebenfalls krank, zählen wir die durch verschobene OP‘s etc. hinzu. Wir schützen das eine in dem wir anderes opfern (da denke ich z.B. an meinen Vater, der ja geschützt werden sollte und dem genau dieses zum Verhängnis wurde. Ich weiß, man kann Menschenleben gegeneinander nicht aufrechnen, aber beginnt ein solches Aufrechnen nicht bereits indem man eines über das andere stellt? Ganz schwieriges Thema, Antworten werden wir wohl erst finden wenn wir zurückblicken können.

    Liebe Grippi, liebe escape,

    ja Händewaschen, Maske tragen Abstand halten kein Problem.

    was die Gefährlichkeit dieses Virus angeht, gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Nein ich glaube nicht dass Bill Gates uns alle zwangsimpfen lassen will, u.a. Ich denke schon, dass dieses Virus eine fiese Sache ist, einfangen möchte ich es mir auch nicht. Ich habe im Frühjahr viel italienische berichte gelesen, man kann das nicht einfach wegleugnen).


    Was die Schulen angeht, ja das ist ein Unding, warum hat sich die Politik in die Sommerpause verabschiedet? Man kann Luft reinigen. Ich denke es ist viel Zeit vergangen in der man sich hätte Gedanken und Pläne machen können, wie man die Räume für den Winter sichert. Überall!, dann müssten auch nicht ganze Branchen staatlich alimentiert werden.


    Ich bin ja wirklich kein Trump fan, aber ein Satz (ist wahrscheinlich nicht von ihm) der lautete gestern: die Kur darf nicht schlimmer als die Krankheit sein). Ist so etwas von wahr.


    Wut? ja habe ich auch des öfteren. Mein Vater ist im Lockdown verstorben. Ich betrachte das als Kollateralschaden, weil er nicht verstehen konnte was vor sich geht, aber schon dass er keinen Besuch mehr bekam. Einzelschicksal? Ich weiß es nicht, es gibt keine Statistiken dazu, meine ich.


    meine „Ärzte“verwandtschaft inklusive ihrer Freundeskreis (alles Ärzte) sehen das Geschehen bisher sehr kritisch, allerdings kann ich da manchen Gedanken nicht mehr folgen, Ärzte sind halt auch nur Menschen und erliegen ihren Ängsten genauso wie andere.


    Dieser Virus bedeutet für manch einen den Kontrollverlust über sein Leben, das macht sehr viel Angst, soviel dass man vlt. lieber die Augen zu macht vor der Realität, so wie Kinder wenn man mit Ihnen schimpft, Augen zu und alles ist nicht mehr da :).

    Hola Freaksy mio, gracias por esa bienvenida calida :) y tu personalmente, como vas?

    Hallo Ihr beiden ;) mein Gott der KSTA .. das sind jetzt sieben Jahre :)


    mir geht es ... ich finde dafür im Moment keinen rechten Ausdruck ... ich bin weder total froh noch total unglücklich. Irgendwie hätte ich aber gerne mein altes Leben wieder :). Dabei geht es uns noch sehr gut hier.

    ... was uns alles droht, liest jeder wahrscheinlich selbst, die Presse kennt ja nur noch 2 Themen, den amerikanischen Wahlkampf oder Corona worsed case, jeden Tag in Neuauflage. ... ich merke nur, dass die Leute auf der Straße und in den Geschäften zumindest bei uns im Ort ängstlich sind. Keiner lacht einen mehr an, die Kassiererinnen sitzen gestresst hinter ihren Plexischeiben, keine small-talks mehr. Ich komme mir fast unrein vor, als potentielle Virenübeträgerin, so eine Art Igittigit :) Rausgehen hat man auch keine rechte Lust ... die Gerichte kippen heute eines nach dem anderen die neuen staatlichen Verordnungen. Man starrt hier wie das Kaninchen auf die Schlange ... Politik und Medien treiben uns Bürger mit ihrer Panikstimmung auseinander, die Menschen reagieren entweder mit Angststarre oder Realitätsferne darauf, das Denunziantentum erfährt ein deutliches Comeback ... aber man kann das auch alles einfach ausblenden, sich auf seinen Kram konzentrieren und geschehen lassen. Was man nicht verhindern kann kommt sowieso. Man könnte auch „ich“ statt man schreiben, aber ich denke manches lässt sich gut verallgemeinern.

    oh das klingt aber sehr lecker ...

    nein ich suche diesmal nicht nach einem Eurer leckeren Rezepte. Ich wollte wirklich wissen wie es Euch geht, zumal ich ja jetzt auch „Familie“ in Köln habe. Mich würde interessieren, ob Euer/Dein Leben noch das gleiche ist wie vor dieser pandemischen Krise. Meines ist etwas auf den Kopf gestellt seit dem. Ernährte uns sonst unsere Firma im Bereich Messen und Veranstaltungen, tue ich das nun mit meinen Designs (klappt hervorragend bisher) ... während mein Mann im ewigen Lockdown gehalten wird.

    und zum Thema Seniorenheim und Schutz der vulnerablen Gruppen hätte ich auch etwas beizutragen :(.

    ... merci .. mais pas de souci .. l'image a une résolution photographique assez basse. On ne peut pas en faire grande chose. Un petit mot ou merci j'aurai quand même appréci.Tant pis. C'est commeça dans le www. (et je crains bien, pas seulement là)

    Also liebes Grippi, ich schreie nie. Du hast meinen Versuch dem armen Lama beizustehen völlig missinterpretiert. Es benutzt selbst gerne große Schriftgößen und da es den Link nicht fand, dachte ich es gibt in Vene vielleicht auch keine Sehhilfen. Große Typen können da Abhilfe schaffen, auch wenn die Internet Nettikette etwas anderes dazu sagt. Nett war dat Lama auch nicht. woher soll ich denn wissen dass es seit 2 Tagen kein Netz hat. tzz.. fff

    ah ouiii .. la mer, merci, toujours beau, toujours un rêve.


    Dis donc, tu as quinze fois télécharger mes fleurs? ;) non, scherzo ... mais il semble qu'il y avait un peu du monde ici, un tout peu