8. Mai 1945

  • Ein ganzer Kontinent ist vom Faschismus befreit worden. Darum wird der 8. Mai - der Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands und damit des Kriegsendes - als "Tag der Befreiung" bezeichnet und international gefeiert.

    Schoen, wenn es so waere Frau Zazie dC.

    Glaube nicht, dass die Nazis und Anhaenger Hitlers, und davon gab es bis zum und nach dem Kriegsende viele Millionen, sich befreit fuehlten und fuehlen.

    Erloest und befreit fuehlten nur jene Buerger sich, die gegen das Regime waren und sehr darunter litten.

    Wie ist es moeglich, dass es von Jahr zu Jahr mehr Rassisten und Neonazis gibt ?

    Die scheinen es offensichtlich sehr zu bedauern, "befreit" worden zu sein ?


    Die Geschichte mit den zwei Seiten einer Medaille ist dir bekannt ??:/


  • Da hast du Recht. Überzeugte Nazis werden sich nicht als befreit angesehen haben, trotz aller Kenntnisse, Erfahrungen und Leiden durch Krieg und Verbrechen.


    Ändert aber nichts an der Tatsache, dass Deutschland und Europa von der Nazibrut und ihrer Ideologie befreit wurde und wir allen Grund haben, darüber froh zu sein.


    Gerade, weil das Brecht-Wort immer noch gilt:


    „So was hätt' einmal fast die Welt regiert!
    Die Völker wurden seiner Herr, jedoch

    Dass keiner uns zu früh da triumphiert -

    Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“

  • Man muss sich das einmal vorstellen.

    Ein "Nazideutschland" mit ein paar Millionen Antinazis wird zur Haelfte von demokratischen Staaten "erloest, und die andere Haelfte im gleichen Moment von einem mindestens "gleichwertigen" Verbrechersystem "befreit" , um wenig spaeter von diesem wieder besetzt zu werden. Gab es das schon einmal in der Geschichte?? Fuer die ostdeutsche Bevoelkerung ein Albtraum von 40 Jahren.

    Ich hatte Verwandte in Ostberlin. Ein Teil von ihnen erlebte die sogenannte Wiedervereinigung noch und genoss die restlichen 10 Jahre des Lebens.





  • Esther Begarano

    wurde als Esther Loewy 1924 als Tochter eines jüdischen Kantors in Saarlouis geboren. Im Alter von 16 Jahren scheiterte ihre geplante Ausreise nach Palästina, und sie wurde Zwangsarbeiterin in Brandenburg. Zwei Jahre später, 1943, deportierten die Nazis sie nach Auschwitz. Sie überlebte als Akkordeonspielerin im "Mädchenorchester", kam dann ins KZ Ravensbrück, konnte schließlich von einem Todesmarsch fliehen.

    Nach Ende des Zweiten Weltkriegs lebte Bejarano einige Jahre in Israel, heiratete und bekam zwei Kinder. 1960 zog die Familie nach Deutschland zurück. Von Hamburg aus beteiligt sich Bejarano noch heute immer wieder an Debatten und berichtet an Schulen als Zeitzeugin.


  • "tagesschau.de: Es gibt gerade in rechten Kreisen Menschen, die den 8. Mai als Niederlage bezeichnen. Macht Sie das wütend?


    Bejarano: Ja, natürlich. Es gibt viele, die so denken. Und das ist eben das Schlimme. Der Nationalsozialismus ist leider immer noch in den Köpfen. "


    Davon sprach ich. Die einen feiern die Befreiung, die anderen bedauern die Niederlage.

    Und bis heute gehoert die Denkweise der Nazis nicht der Vergangenheit an. Sie ist und bleibt noch lange Zeit in ihren Koepfen verankert. :(:thumbdown:

  • End Of World War II Commemorations Take Place In Berlin During The Coronavirus Crisis

    Quelle: Sean Gallup/Getty Images


    "Internationales Danke: Zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs bedankt sich Deutschland mit einer Lichtinstallation am Brandenburger Tor in Berlin bei den Alliierten in Russisch, Englisch, Französisch und Deutsch für die Befreiung vom Nationalsozialismus."


    (SZ)

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