Beiträge von Richmodis

    dass ich die Werke Apollinaires als Vorläufer des franz. Surrealismus kennengelernt habe,

    Während meiner Schulzeit wurde Apollinaire auch den Impressionisten wie Rimbaud und Verlaine zugeordnet, was dem ja nicht widerspricht, dass er ein Vorläufer des Surrealismus war. Sein Gedicht würde ich eher in die Nähe von Rimbaud einordnen.

    Wie viele verschiedene Stilrichtungen um diese Zeit nebeneinander sich entwickelten oder verabschiedeten, kennzeichnet das Porträt des Malers Rousseau von Apollinaire und seiner Muse;)

    Der Dichter und seine Muse. Porträt von Guillaume Apollinaire und Marie Laurencin, 1909 von Henri Rousseau

    https://www.meisterdrucke.de/k…arie-Laurencin,-1909.html

    Seit meiner Schulzeit schätze ich Enzensberger als politischen Dichter mit umfassendem Wissen, außerordentlicher sprachlicher Variationsbreite und einem feinsinnigem Gespür für falsche Töne.

    Ich denke, Deine Unterscheidung zwischen Nachdichtung und Übersetzung ist der Punkt.

    Eine Übersetzung versucht das Original in Empathie mit dem Verfasser möglichst nah am Original zu übertragen - sehr schwierig und kaum machbar. In einer Nachdichtung wagt der "Dolmetscher" seine eigene Situation, Zeit und Sprache in das nachempfundene Kunstwerk einzubringen.

    Wenn ich richtig recherchiert habe, stammt Enzensbergers Nachdichtung von 1971. Nicht unbedingt die Zeit der Wehmut, sondern der politischen Unruhe, also auch der härter klingenden Worte.

    Gerade die impressionistischen Gedichte leben vom Klang.

    In Enzensbergers Übersetzung, die mir auch gefällt, sind fast alle Reime stumpf, während sie im Original klingend schwingen. Das wirkt viel härter, besonders auch in dem "Refrain", wo aus einem Wunsch im Konjunktiv ein Befehl wird.

    Das Bild von den "Maiglöckchen unter der Glasglocke" charakterisiert die Schwäche von Übersetzungen recht treffend.

    Nun doch ein neues Rätselchen, wenn Ihr Zeit und Lust habt.


    Gesucht werden zwei fast gleich geschriebene Wörter. Das zweite Wort hat einen Buchstaben mehr.

    Die Grundbedeutung beider Wörter ist gleich.

    An ihrer unterschiedlichen Schreibweise kann man die spezielle Bedeutung der Wörter erkennen.