Intelligenz?

  • noch was anderes, habe heute einen langen Artikel in der Zeit gelesen zum Thema Intelligenzentwicklung, leider ist das ein plus Artikel so kann ich ihn nicht einfach verlinken.

    Aber wer Zeit hat liest ihn vlt. hier als pdf. Ist manchmal etwas weit ausholend ... aber insgesamt lesenswert.



    Einen schönen Sonntag allen :)Wir waren mal schlauer.pdf

  • Danke für den Hinweis.


    Schon der Titel des wissenschaftlich untermauerten Artikels ist interessant. "Wir waren schon mal schlauer" ... und dann geht es um Intelligenz und entsprechende Tests.


    Je nachdem, wo man liest, ist Intelligenz z. B. ein hypothetisches Konstrukt, etwas das sich nicht überprüfen lässt, oder auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit (des Gehirns).


    Ist "schlau" immer eine Frage der Intelligenz?


    Fazit des Artikels:

    " Der Mensch ist noch sehr viel komplexer als der schon sehr komplexe IQ.
    Es wird noch viele sehr intelligente Menschen brauchen, bis wir vielleicht einmal
    durchdrungen haben werden, was tief drinnen in unseren Köpfen los ist.


    Dem schließe ich mich an.

  • Dank des Lesestoffs von sphinx, hänge ich immer noch an der Intelligenz.


    Was bedeutet es, wenn nach einigen Studien Probanden heute schlechter abscheiden?


    Intelligenz funktioniert nicht ohne Bildung. Und dann taucht -im Bericht- ein Professor auf, der Tablett-Klassen für kontraproduktiv hält und alle anwesenden Lehrer völlig verunsichert ... weil Tabletts vom konzentrieren Lernen wohl ablenken.

    Genau daran arbeiten unsere Schulen gerade ...



  • Ja das ist ein interessantes Thema. Es ist aber nicht neu. Nehmen wir alleine das Phänomen ADS,ADHS ,als ich Kind war gab es das nicht. Da gab es nur intelligente und dumme Kinder (grob gesagt) und vlt. Legastheniker.
    Ich denke schon, dass es eine Reizüberflutung ist, die wie beschrieben daran hindert zielgerichtet zu denken. Gedankenwolken statt Geistesblitze ;)


    Ich merke das an mir selbst, da ich seit zig Jahren digital arbeite. Es fehlt das "Anfassen", das ja mit dem Wort "begreifen" einiges gemein hat. Alles ist abstrakt, in meinem Fall auch Farben, Pinsel, Leinwand (keine Haptik, kein Klecksen, kein Geruch mehr). Zudem wenn man nicht
    diszipliniert arbeitet, und mal hier hin und dahin schaut so zwischendrin, wie z.b. jetzt, bei den Stadtmännchen vorbeischauen ;), dann fangen die Gedanken an zu schwirren. Dann hat man nicht nur die Bedienung der unterschiedlichen Software, das eigene Projekt sondern auch noch viele andere Themen, die einen geistig beschäftigen. Insofern denke ich, dass die Beobachtung des Dozenten was die "Tablets" angeht wohl richtig ist. Vlt. ist aber der angesetzte Maßstab zu "oldschool" um andere positive Entwicklungen daraus erkennen zu können. Wenn die Zielrichtung beim Denken fehlt, fällt einem vlt. aber auch mehr ein ... weil man mehr input hat, was man dann natürlich irgendwann zielgerichtet vertiefen müsste.
    Das digitale Arbeiten macht zudem ungeduldig ... denn es geht ja schnell, aber nie schnell genug, Zipp, zapp ;) Die Konzentration und die Geduld lange Texte zu lesen, ohne geistig abzuschweifen geht verloren. Das merke selbst ich, die eine leidenschaftliche Bücherwürmin war.

    Zudem wen wundert es, dass wenn wir alle Anstrengungen an Maschinen, Computer und Roboter dirigieren, dass wir dabei an Intelligenz verlieren? (wir brauchen nichts mehr behalten, wir haben eine wiki, Geräte, die unsere Nummern und Adressen speichern ... das einzige was wir erinnern müssen sind "Zugangsdaten" ;).
    Wenn die Autos alleine fahren, werden zukünftige Generationen dann noch das Fahren beherrschen? (ja, ich weiß hierzu gibts viele Anmerkungen ;))


    okay Heinz wird schreiben: brauchen wir alles nicht, wir können uns dann auf die "wichtigen" Dinge konzentrieren. Geben wir mittels KI auch noch das Denken ab .. wozu braucht es uns dann noch. (Okay niemand braucht uns Menschen wirklich, Klimawandel und Co. ..)

    KI noch so ein Thema. Bis heute habe ich zu wenig Wissen darüber um dazu etwas sagen zu können.


    Das Fazit des Artikels, dass es keine einfache Antwort sondern nur multiple Gründe gibt für "Intelligenzprobleme", ist einleuchtend und auch erleichternd. Denn diejenigen, die nur auf die Gene schauen beleben todgeglaubte Geister neu. Es gibt keine einfachen Antworten auf Entwicklungen, die schneller laufen als wir es "begreifen" können. Die alte Mähr vom Zauberlehrling :)


    Nun könnt ihrs lesen ... die Gedanken schwirren ... und so habe ich sie hierhin geschrieben. Ohne Zielrichtung einfach nur eine Häufung von Einfällen zum Thema.

    Wer kann, wer will darf dem gerne mehr Richtung geben ;)

  • das Phänomen ADS,ADHS ,als ich Kind war gab es das nicht. Da gab es nur intelligente und dumme Kinder (grob gesagt) und vlt. Legastheniker.
    Ich denke schon, dass es eine Reizüberflutung ist, die wie beschrieben daran hindert zielgerichtet zu denken. Gedankenwolken statt Geistesblitze ;)

    Ja, ADHS hieß früher "Zappel-Philipp".

    Den gibt es, seit ihm 1844 ein Denkmal gesetzt wurde. Damals sah man als Ursache falsche Erziehung.


    Bleibt die Frage, wieviel Freiheiten man Kindern lassen kann/muss, die einfach nicht ins Kästchen passen. Die sind zumindest anstrengend für ihre Mitmenschen und können sich auch selbst gefährden.


    Der Zappel-Philipp leidet auch ganz ohne Tablett an Reizüberflutung, die Reize sind für ihn alle gleich, er kann sie nicht sortieren/bewerten.


    Ich denke, die meisten Menschen können -auch- zielgerichtet denken, wenn die Bedingungen "stimmen". Viele brauchen dazu Ruhe, andere müssen zuerst mal essen ... man muss sich wohl fühlen. Und das ist sehr subjektiv.



    Wenn die Autos alleine fahren, werden zukünftige Generationen dann noch das Fahren beherrschen? (ja, ich weiß hierzu gibts viele Anmerkungen ;))

    Gute Frage.

    Zweifellos gehen Kompetenzen verloren. Wer bewertet den Verlust?

    Viele können schon jetzt keine Karte mehr lesen. Ist nicht wichtig, mag man denken, Hauptsache sie kommen mit Navi richtig an. Was fehlt ist der Überblick. Man sieht das, wenn es z. B. in einer Quizz-Sendung um geographische Lagebeziehungen geht. Da fehlt dann oft selbst der Äquator als grobe Orientierung.


    Bezüglich der Gedankenblitze: Nicht vergessen, dass viele Erfindungen rein zufällig entstanden sind ...








  • Zappelphilippe früherer Generationen wurden deutlich weniger 'Reizgewittern' ausgesetzt, und sie hatten immerhin eine Chance, mittels Ruhephasen und Bewegung/Sport einigermaßen ihr persönliches Gleichgewicht zu finden.

    Spätestens mit 'Ritalin' war das vorbei.


    Wenn man mitbekommt, wie 'Ritalin-Kinder' sich verändern, kann es einen schaudern. Die werden nicht einfach ruhiger, sie machen sehr oft eine komplette Persönlichkeitsveränderung durch. Trauriges Bild. Ob so etwas für die Betroffenen ein Fortschritt oder gar die Lösung sein soll, stelle ich in Abrede.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Methylphenidat#Nebenwirkungen

    https://www.zeit.de/studium/un…studenten/komplettansicht


    Allerdings wird eine Quasselbude einem solchen Thema kaum gerecht, dafür isses zu komplex.


  • es ging mir nicht allein um Zappelphilippe, Ritalin ist sowieso ein Reizthema und ich sehe das wie Grippi.


    die These in dem verlinkten Artikel war doch, dass Intelligenz (soweit sie gemessen wird) seid ein paar Jahren generationsweise rückläufig ist. Mögliche Gründe dafür wurden mehrere angegeben.


    Wodurch entsteht Intelligenz, was fördert sie ? ich habe die inzwischen wohl oldschoole Vorstellung, dass Neugierde, Problemstellungen und-lösungen, selbst gemachte Erfahrungen inkl. der Sinneserfahrungen im Kindesalter, erheblich dazu beitragen. Demnach ist es mit Hilfe der technischen Fortschritte zwar schön immer mehr Komfort zu genießen. Wenn wir aber der Reihe nach Aktivitäten an Technik abgeben, gibt es irgendwann einen Kipppunkt. Dann fehlen der Folgegeneration praktische Erfahrungen und bei Stromausfall geht alles zurück auf Anfang :)

    Handy kaputt - alle Telefonnummern weg - kennt jeder. Kein Navi? lost in space :)


    Ich habe das oft erlebt im Job. Die Jüngeren (sowohl auf Auftraggeber- wie auch auf Dienstleiterseite) können zwar alle „PC“, sie haben aber leider wenig Ahnung von dem was sie praktisch tun, wenn es wie z.B. im Print um „anfassbares“ Output geht. Die Schnittstelle von digital zu analog sorgt dort für erhebliche Probleme, weil das Wissen fehlt wie z.B Druckmaschinen arbeiten, alle Handgriffe sind inzwischen digitalisiert und wabern nur als graue Wolke in den Köpfen derer, die die Griffe nie kennengelernt haben. Ich denke das ist nicht nur in dieser Branche so.


    Was ein Potential in Zukunft ganze Länder „lahm“ zu legen. Ich mag das digitale Arbeiten, weil es mir vieles erleichtert, weil ich den praktischen Unterbau noch habe. Aber die Abhängigkeit in die wir uns da hineinschaffen ist unglaublich. Seit 1996 geht die Intelligenzentwicklung zurück? das ist genau die Zeit in der Computerkids groß wurden.


    ... kann man nicht das Buchstaben tanzen mit digital koppeln? :)


    ... bitte intelligent weiterdenken ...

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