Bleib mir bloß weg mit Corona

  • :) ich weiß ja nicht genau wie das in Köln ist, hier in Wiesbaden, Mainz und Umgebung gibt es nun lauter rot angemalte Fahrradwege, Hauptverkehrsadern sind mit Tempo 30 belegt, Verkehrsführungen geändert, Fahrbahnen verengt (was ich für alle für gerfährlich halte) und viele fluchen über diese Neuerungen, da manch eine davon lange Staus verursacht.
    Seit Corona fahren alle die können oder müssen Auto, der Verkehr dürfte also eher zugenommen haben während die Busse leer sind und Homeoffice beendet, zudem gibt es im ÖPNV einen Streik nach dem anderen. Ich fürchte da nützen auch Lastenräder nix. Unsere Städte müssten völlig umgeplant werden für so einen Umbau und Homeoffice normal werden, Muttis ihre Kinder nicht mehr rumkutschern ... und wir alle wieder zu Fuß zum Briefkasten gehen.

  • Was haben wir denn großartig an Verkehrswende? Jetzt gibt es halt ein paar mehr Radwege, das reicht aber nicht. Autos haben immer noch Priorität. Das ganze Verkehrsnetz richtet sich immer noch hauptsächlich an die Bedürfnisse der PKW-Fahrer. Es müsste genauso wie jede Straße für Autos gemacht ist, müsste sie ebenso Radwege ermöglichen. Das ganze Verkehrsnetz müsste mit Radverkehrswegen abgedeckt werden, bis hin zu ganzen Straßenzügen, die nur noch von Fußgängern, Radfahrern und vielleicht den Zulieferern befahren und begangen werden dürfen. Natürlich nicht wie in Fußgängerzonen, sondern mit Bürgersteigen und einer separierten Fahrrinne. Die ganzen öffentlichen Abstellplätze für PKW's sollten mal zusammengestrichen werden, besser konzentriert, aber an sich natürlich reduziert werden.


    Mehr Homeoffice wäre natürlich auch hilfreich, aber sowas gibt es nur zu Pandemiezeiten. Was würde denn mit unserem heiligen BIP passieren, wenn der Chef uns nicht mehr bei der Arbeit über die Schultern schauen kann? In so einer kaputten Welt will nun wirklich niemand leben!

  • Die ganzen öffentlichen Abstellplätze für PKW's sollten mal zusammengestrichen werden, besser konzentriert, aber an sich natürlich reduziert werden.

    so sind aber unsere Innenstädte nicht konzipiert. Ich bin gespannt auf echte Umbaukonzepte. Was soll sich überhaupt in der Innenstadt noch abspielen, lauter Geschäftshäuser, kaum Wohnungen, große Läden auf der grünen Wiese im Gewerbegebiet und die Gastronomie dank Corona am Boden. In Köln mag man das nicht so merken, aber hier in einer kleinen Stadt häufen sich die Leerstände.

  • Stimmt, in den 70ern setzte man auf die autogerechte Stadt.

    Alle -damals Autofahrer- sollten ungehindert ins Zentrum kommen.


    Den Denkfehler erleben wir heute: Wenn jeder per Auto die Innenstadt anstrebt, steht er im Stau. Ein Zentrum, das nicht von allen Bürgern problemlos erreicht werden kann, stirbt es aus. Das Konzept hat sich überlebt.


    Die Neuorientierung/ der Umbau kostet Zeit und Überzeugung.

    Speziell in CoronaZeiten ist das nicht ganz leicht.

    Aber die Umgestaltung der Städte wird kommen.

    Da wird es dann nicht nur den Verkehr betreffen, sondern auch Begrünung und Entsiegelung. Wir haben zu lange geschlafen ...

  • Die Neuorientierung/ der Umbau kostet Zeit und Überzeugung.

    Speziell in CoronaZeiten ist das nicht ganz leicht.

    Viele -mich eingeschlossen- fühlen sich in diesen Coronazeiten in der eigenen rollenden Blechkiste sicherer, als in Fahrzeugen des ÖPNV.

    Daran ändert auch die kürzlich veröffentliche Charité-Studie wenig, denn sie geht vom Einhalten der Corona-Regeln aus, wie konsequentem(!) und korrektem(!) Tragen einer FFP2-Maske.

    Man schaue sich doch bitte einmal um ...:fp


    Zitat

    Das Ministerium für Verkehr teilt mit:

    Wer regelmäßig mit Bus und Bahn fährt und dabei die Corona-Regeln einhält, wie das konsequente Tragen einer FFP2-Maske, hat kein höheres Risiko sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, als Pendlerinnen und Pendler, die mit Rad, Auto oder Motorrad unterwegs sind. Das ist das Ergebnis einer in dieser Form einzigartigen Studie der Charité Research Organisation (CRO). Das Forschungsinstitut hat im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen und anderer Bundesländer sowie des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) das konkrete Ansteckungsrisiko mit Sars-CoV-2 von Fahrgästen untersucht und verglichen.

    https://www.land.nrw/de/presse…-und-bahn-pandemie-zeiten


    Auch werden in Köln immer öfter die Plastik-Schutzvorrichtungen in den Bussen der KVB entfernt, in Taxis sieht man die Abtrennungen zwischen Fahrer- und Fahrgastraum nur noch selten.

    Nicht die besten Voraussetzungen, den eigenen PKW stehen zu lassen und wieder die "Öffentlichen" zu nutzen.


    Andere Idee: Sich koppheister mit dem Fahrrad ins Kölner Verkehrsgewühl stürzen ... ??

    Auweia! =O



    Bis bei uns Bedingungen herrschen wie in Kopenhagen, ist noch seeehr viel zu tun.


    https://www.tagesspiegel.de/be…uen-koennen/24273930.html


    Die Fahrradbrücken in Kopenhagen sind mittlerweile ein eigenes Architekturgenre.

    Die Fahrradbrücken in Kopenhagen sind mittlerweile ein eigenes Architekturgenre.Foto: Tsp


    4-format3001.png

    Radfahrer bekommen an separaten Ampeln oft zuerst Grün, um Abbiegeunfälle zu vermeiden.Grafik: Tsp


    a.a.O.

  • Autos haben immer noch Priorität. Das ganze Verkehrsnetz richtet sich immer noch hauptsächlich an die Bedürfnisse der PKW-Fahrer.

    Das wird sich in unserer Stadt mit dem soeben -wenn auch nur knapp- im Amt bestätigten CDU-Vorsitzenden und seiner Entourage auch in Zukunft kaum ändern.
    Die Coronakrise bietet den Lobbyisten zusätzliche Argumentationshilfen.

    Aber man könnte ja mal -irgendwo- ernsthaft anfangen.

    So isset.
    Aber nun schau mal, was beim "ernsthaften Anfang" auf den Ringen als Ergebnis rausgekommen ist.:fp


    Köln: Selbstversuch: Mit dem Fahrrad unterwegs auf den Kölner Ringen |  Kölnische Rundschau

    Auf der Pilotstrecke am Hohenstaufenring haben Radfahrer die Wahl. Sie können auf dem schmalen Radweg (r.) oder auf der Straße fahren, wo eine eigene Radspur markiert ist. Foto:Thomas Banneyer


    Köln im ADFC-Fahrradklima-Test 2020 auf letztem Platz | Express

    Fotos: Express

    :hd

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