FDP ist AfD light?

  • Nur ganz knapp in den Landtag gekommen, stellt die FDP mit Thomas Kemmerich jetzt den Ministerpräsidenten in Thüringen.


    Da wollte die AfD das Linksbündnis verhindern und hat es mit taktischem Wählen auch geschafft.


    Die FDP freut sich über diesen Sieg: Mit fünf eigenen Stimmen stellt sie den Ministerpräsidenten, die AfD freut sich natürlich auch.


    Und alle anderen ...??




  • Und alle anderen ...??


    Die Bundes-CDU/CSU ist aufgeschreckt und fordert Neuwahlen, die Thüringer CDU ist dagegen.
    SPD-Vorstzende Esken will die Thüringen-Wahl im GroKo-Ausschuss besprechen.
    Linken Landeschefin Susanne Hennig-Wellsow wirft dem dank der AfD gewählten Ministerpräsidenten Kemmerich (von der 5 Mann starken FDP-Fraktion) einen Blumenstrauß vor die Füße und 'verbeugt' sich.
    Last not least, Handkuss-Experte Kubicki, Bundes-FDP, behauptet gegenüber der Deutschen Presseagentur: „Ein Kandidat der demokratischen Mitte hat gesiegt“.


    Aha.


    Kommentar des SPON-Lesers "Berther":

    Zitat

    Kemmerich ist als Bettvorleger losgesprungen und als Tiger gelandet.
    Allerdings mit Hilfe des Großwildjägers, der ihm das Fell über die Ohren ziehen will.

  • Formal ist alles richtig gelaufen. Ein ganz demokratischer, verfassungsmäßiger Prozess. Ich finde da sollte man sich auf Bundesebene nicht wirklich einmischen. Warum sollte man der AfD nicht auch einmal etwas Regierungsbeteiligung gönnen, statt sie einfach nur kindisch zu dämonisieren? Ich habe schon damals die Koalition zwischen ÖVP und FPÖ in Österreich begrüßt, wo alle nur rumgeheult haben, und schaut mal wie toll das geendet ist. Die FPÖ hätte meinen Erwartungen nicht gerechter werden können :)


    Wenn die Thüringer es nun stört, daß eine 5,00001% Partei ihren Ministerpräsidenten stellt, dann sollen sie dagegen demonstrieren und Neuwahlen fordern. Der Rest des Landes sollte aber nicht bestimmen, was die Thüringer nun zu wählen haben.

  • Damit bist du nun akrobatisch dem eigentlichen Punkt ausgewichen, nämlich der Beschlüsse sämtlicher Parteien jenseits der AfD, dass eine Zusammenarbeit, selbst eine Tolerierung von Faschisten sich nicht mit liberal-bürgerlich-demokratischen Grundsätzen verträgt.


    Wer sich davon bevormundet oder eingeengt fühlt, sollte sein "Demokratie"verständnis hinterfragen.



    Es ist nach meiner Erinnerung das erste Mal, dass ich an einem "Bild"-Beitrag nichts auszusetzen habe:
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=hsrODUc0-XA[/video]

  • Kaum zwei Wochen nach dem Gedenken an Auschwitz steht die Republik Kopf, weil der Faschist Höcke einen linken Ministerpräsidenten verhindert, die FDP und die CDU blamiert hat.


    Wie konnte das geschehen?, fragt der "Spiegel". Da fällt mir nur Machtgier ein. An Naivität kann ich nicht glauben.


    Nix, aber auch gaar nichts gelernt aus der Geschichte, nur der Hitler-Ableger (darf man das sagen?) kann sich freuen.


    Das ist nur gruselig.

  • Damit bist du nun akrobatisch dem eigentlichen Punkt ausgewichen, nämlich der Beschlüsse sämtlicher Parteien jenseits der AfD, dass eine Zusammenarbeit, selbst eine Tolerierung von Faschisten sich nicht mit liberal-bürgerlich-demokratischen Grundsätzen verträgt.


    Wieso bin ich dem ausgewichen? Ich habe doch bereits durch das Beispiel Österreich erklärt, was ich davon halte. Wenn überhaupt bist du meinem Punkt ausgewichen, denn du gehtst ja überhaupt nicht darauf ein :)


    Was realitätsleugnende Parteien für Beschlüsse verfassen interessiert mich nicht wirklich. Fakt ist nunmal, daß gut 15% der deutschen Wählerschaft momentan die AfD wählt. Damit müssen wir nunmal irgendwie klarkommen und uns auseinandersetzen. Wenn die restlichen 85% des Landes einfach nur ihre Finger in die Ohren stecken und Lalala singen, wird sich daran überhaupt nichts ändern. Dieser Kinderquatsch muss aufhören. Hier wird Feuer mit Feuer bekämpft. Man verhält sich genauso undemokratsich wie Höcke. Das soll richtig sein?

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