Die 'Berliner Philharmoniker'

  • Die 'Berliner Philharmoniker' sind ein ganz besonderes Orchester und sogar denjenigen ein Begriff, die sich nicht zur Szene der Klassik-Freaks zählen. Jeder für sich ein Individualist und Ausnahmemusiker, spielen sie zusammen auf höchstem künstlerischen Niveau (wissen das auch;)) und werden dafür oft als weltbestes Orchester gefeiert.
    Wer je das Privileg hatte, diese Musiker zu dirigieren, darf sich glücklich schätzen. Man weiß, 'dieBerliner' lassen nur die Allerbesten auf ihr Dirigentenpodest.
    Entsprechend sorgfältig verfährt das Orchester mit der Wahl seines Chefdirigenten, genauer:
    'Künstlerischen Leiters', den es traditionell selbst bestimmt.
    Zum einen muss er musikalisch wie menschlich 'passen', zum anderen soll er in der Lage sein, dem Orchester etwas Neues abzuverlangen, auch beizubringen. Denn Ausruhen auf vertrautem Repertoire, vielfach wiederholten Interpretationen und bisher gesammelten Lorbeeren gibts nicht, man will schließlich immer noch mehr - besser werden.
    Also wird eine Liste mit Wunschkandidaten für den Leitungsposten erstellt und diskutiert, gewählt wird nach intensiven Debatten in geheimer Abstimmung.
    Die Papstwahl ist nix dagegen ...
    Demokratie in der Kunst - und weltweit einzigartig.


    (Der Tagesspiegel )


    Verständlich, dass die Klassikfans leidenschaftlich ihre Meinungen kundtun, pro und contra zu möglichen Kandidaten austauschen und den Philharmonikern ein glückliches Händchen bei der Wahl ihres Leiters wünschen.
    In gut einer Woche ist es so weit. Dann hat das gespannte Warten ein Ende, und der neue Chefdirigent/Künstlerische Leiter steht fest. Bis dahin darf weitergerätselt werden, wen das Orchester zum
    Nachfolger Simon Rattles wählen wird, der nach 16 Jahren in seine Heimat London wechseln will.


    Zitat

    Dirigent Simon Rattle Musik voller Rasierklingen
    Seit bekannt wurde,dass der Dirigent der Berliner Philharmoniker bald nach London wechselt, fragen sich alle, warum: Simon Rattle über das bessere Orchester, Zukünftspläne und den „Rosenkavalier“.
    Mehr Von Eleonore Büning 3 13

    (FAZ)

    Diese Optionen und möglichen Kandidaten sind derzeit im Fokus:


    (Berliner Morgenpost)

  • Hat jemand das alljährliche, traditionell am 1. Mai aufgeführte "Europakonzert" verpasst? Dann muss er muss sich sputen. Die ARD stellt es nur noch bis zum 8. Mai in ihre Mediathek.
    Bitte schön, Stadtmännchen-Sörviss ... das Video:


    (ARD)

  • Morgen ist es soweit - dann verkünden die Berliner Philharmoniker, wen sie sich als Chefdirigenten und künstlerischen Leiter wünschen. Der muss dann allerdings auch zustimmen, die Nachfolge von Simon Rattle anzutreten.


    Frederik Hanssen vom Berliner 'Tagesspiegel' hat sieben Kandidaten vorgestellt.


    Christian Thielemann,
    Andris Nelsons,
    Teodor Currentzis,
    Riccardo Chailly,
    Pablo Heras-Cassado,
    Mariss Jansons.
    Daniel Barenboim

  • Satz mit "X" ... :huh:
    Die Berliner Philharmoniker haben sich nicht einigen können - oder hat vielleicht der Wunschkandidat abgesagt?
    Jedenfalls sind sie heute, anders als vorgehabt, zu keinem Ergebnis gekommen.
    Die Diskussion geht weiter ...


    Zitat

    Die Wahl des neuen @BerlinPhil-Chefdirigenten ist ohne Ergebnis geblieben. Mehr dazu in Kürze.
    — Berlin Philharmonic (@BerlinPhil) 11. Mai 2015


    Mehr lesen

  • Das scheint ja eine fundamentale Auseinandersetzung um Schwerpunkte und grundsätzliche Ausrichtung der gemeinsamen Weiterarbeit geworden zu sein.
    Klassisch-konservativ und Rückkehr zu Klangbildern à la Herbert von Karajan oder modern-experimentierfreudig wie zuletzt unter Rattle?
    Nix Genaues weiß man nicht.
    So spekuliert und simmeliert man weiter und liest leicht amüsiert, was die örtliche Presse zu berichten weiß:



    (Tagesspiegel)

  • Die Berliner Morgenpost hatte ihn schon früh im Fokus (siehe # 1), nun ist die Wahl wirklich auf ihn gefallen.
    Nach aktuellen Pressemitteilungen haben sich die Berliner Philharmoniker für Kirill Petrenko als neuen Musikalischen Leiter entschieden.



    fomalhaut.over-blog.org


    'Concerti.de' hat ihn vor Jahren als einen "Anti-Maestro" charakterisiert. Das wäre ein deutlicher Kontrast zum jetzigen Chefdirigenten Simon Rattle.
    Auch musikalisch dürfte der gebürtige Russe und in Österreich zum Dirigenten ausgebildete Musiker eine andere 'Farbe' ins Orchester bringen.
    Große Klasse hat er bereits bewiesen, interessant wird es allemal. :thumbsup:

    Nachfolge von Simon Rattle
    Kirill Petrenko wird neuer Chefdirigent der Philharmoniker
    Jetzt ist es offiziell: Kirill Petrenko wird der neue Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. In einer geheimen Wahl hatte ihn das Orchester zum Nachfolger von Simon Rattle gewählt. Von Sarah-Maria Deckert
    mehr, Kommentare



    Pressestimmen:
    Tagesspiegel
    Süddeutsche



  • Nachtrag für Genießer


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=DqVz7Y2k4YU[/video]

  • Leider wird die Freude über die Wahl dieses hochqualifizierten und leidenschaftlichen Musikers derzeit vergällt durch einige üble Entgleisungen in den Medien.
    Vor allem 'NDR' und die 'Welt' zeichneten sich in ihrer Berichterstattung durch kaum verholenen Antisemitismus aus. :thumbdown:
    Eleonore Büning kommentiert in der 'FAZ':


  • Die Berliner Philharmoniker bieten in jeder Spielzeit einige ihrer Konzerte als Live-Übertragung in europäischen Kinos an.
    Echte Leckerchen für all Diejenigen, die nicht nach Berlin fahren können, keine Karten mehr bekommen haben, oder aus anderen Gründen verhindert sind zur Aufführung in die Philharmonie Berlin zu kommen.


    In diesem Jahr gibts zum Abschluss der Saison einen frühsommerlichen Konzertabend Aus der Neuen Welt mit dem venezolanischen Vollblutmusiker und Publikumsliebling Gustavo Dudamel am Pult. :thumbsup:




    Ausführliche Info und Ticketkauf



    Von Finnland im hohen Norden bis hin zum südlichen Gibraltar beteiligen sich zahlreiche Städte und Lichtspielhäuser, allen voran Deutschland.
    Aber wisst ihr, was mich wirklich stinksauer macht? Die hach so großartige "Kulturstadt" und "Rheinmetropole" Köln ist nicht dabei! :( ;(
    Warum nicht? Keine Ahnung.
    Anfangs hat noch das 'Residenz' am Ring
    diese Live-Übertragungen angeboten, aber schon in der letzten Spielzeit suchte man in ganz Köln vergebens danach.


    Also müssen Kölner Musikgenießer wohl nach Düsseldorf, Bonn oder sogar Bielefeld reisen, um sich das musikalische Highlight zu gönnen?
    Wie arm ist das denn! X( :thumbdown:


  • Ich bin noch nie im Kino gewesen um mir ein Konzert anzusehen. Dann kann ich das genauso gut mir zuhause reinziehen. Dvoraks 9. dirigiert von Dudamel gibt es ohnehin schon lange auf Youtube. Was soll das überhaupt solche Konzerte bei den Icke Ickes zu veranstalten? Als ob diese Affen etwas davon verstehen würden. :)

  • Wenn Heinz' Bildschirm groß genug und die Stereoanlage hervorragend ist - fein.
    Trotzdem rate ich dazu, sich Direktübertragungen von (Philharmonie) Konzerten in Kinos oder auf öffentlichen Plätze nicht entgehen zu lassen.
    Dieses Rudelgucken hat -zusätzlich zum Musikgenuss- seinen ganz eigenen Reiz, und die Atmosphäre ist in keinem Wohnzimmer zu erleben.


    Aktuell bieten die "Berliner" ein besonderes Leckerchen:

    :thumbup:

    Zitat

    Die Digital Concert Hall ist der Online-Konzertsaal der Berliner Philharmoniker. Hier werden die Konzerte des Orchesters live übertragen und nach wenigen Tagen als Aufzeichnungen in einem Video-Archiv angeboten. Die Digital Concert Hall ist für Fernseher, Computer, Smartphones, Tablets und Streaming-Geräte verfügbar. Ihre Partner sind Panasonic und Internet Initiative Japan.


    Mehr unter www.digitalconcerthall.com

  • Dieses Rudelgucken hat -zusätzlich zum Musikgenuss- seinen ganz eigenen Reiz


    Klar, ist sicherlich kein Genuss ohne das übliche Husten alter Menschen :)


    Natürlich ist die Klangqualität in einem Kino deutlich höher als bei mir im Wohnzimmer, aber es ersetzt nunmal auch kein echtes Livekonzert, und da gebe ich mein Geld lieber dafür aus.

  • Klar, ist sicherlich kein Genuss ohne das übliche Husten alter Menschen


    Hihi, deshalb geht unser rücksichtsvoller Heinz sicher niemals vor die Tür, sobald ihn ein Räuspern plagt. Und er fährt oder fliegt auch sicher viele, viele Kilometer, um sich ein besonderes Konzert nicht entgehen zu lassen. Und natürlich bekommt er auch IMMER Karten. :D

    .
    Aber hierin geb ich ihm Recht: Wer während einer Veranstaltung frei heraus in die Welt röchelt oder hustet, sollte wirklich zu Hause bleiben oder über die Funktion von Lutschbonbons und vor den Mund gepresste Taschentücher aufgeklärt werden. Dann steht sogar einem Konzertbesuch nix mehr im Weg ... nur so als Tipp fürs nächste Mal im Kino oder Konzertsaal. ;)

    Apropos "eigener Reiz des Rudelguckens": Schau doch nochmal hier 8) rein!

  • In Zeiten von Coronavirus und Ansteckungsgefahr nützen auch Lutschbonbons und vor den Mund gepresste Taschentücher nichts mehr, Konzerthäuser machen einfach dicht.
    Auf Musikgenuss muss dennoch niemand verzichten.
    .
    Die Philharmonie Köln bietet über "Kölner Philharmonie.tv" sowohl Videos vorheriger Veranstaltungen, als auch Direktübertragungen ausgesuchter Konzerte. :thumbsup:

    Die Berliner Philharmoniker gewähren kostenlosen Zutritt zu ihrer "Digital Concert Hall" und übertragen ihr Konzert mit Werken von Berio und Bartók unter dem Dirigat von Sir Simon Rattle.




    Kostenlos: Simon Rattle dirigiert Berio und Bartók


    Die Philharmonie ist geschlossen – wir spielen weiter!


    LIVE STREAM


    TERMIN MERKEN


    Do, 12. Mär 2020, 20:00 Uhr (Berliner Zeit)


    New York: 15:00 / Tokio: Fr, 13. Mär 2020, 04:00


    Die Philharmonie Berlin wird bis 19. April geschlossen – als Maßnahme, um der Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Die Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle haben sich allerdings entschlossen, ihr geplantes Konzert mit Berios Sinfonia und Bartóks Konzert für Orchester trotzdem zu geben: ohne Publikum, exklusiv in der Digital Concert Hall. Auf eine erste Übertragung am 12. März folgen Wiederholungen am 13. und 14. März.
    Der Zugang ist kostenlos.



    Foto: Stephan Rabold

  • An sich natürlich ein netter Service, aber wieso werden dazu Wiederholungen ausgestrahlt? :huh:


    Im Internet ist so eine Linearität absolut überflüssig. Wenn die VOD's nicht auf ihren eigenen Servern speichern können oder wollen, dann kann man sie immer noch auf Youtube hochladen.

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