Wie hältst du's mit Pegida, AfD & Co ?

  • Wenn es der AfD gelingt, sich bei den Fakten-resisten Zornesbürgern anzuwanzen, dann droht ein großer Verlust an politischer, von gegenseitigem Respekt getragener Gesprächsbereitschaft und gemeinsamer, demokratischer Gestaltung.


    So sieht es aus. Die nächste Wahl kommt und die ersten kriegen ja schon kalte Füße. Siehe CSU "Vorschläge".
    Was da vorgeschlagen wird ist längst umgesetzt. Scheint nur keiner gemerkt zu haben.

  • Erstmals haben Pro-NRW, Pro-Köln u.a. für den morgigen Montag zu einem 'Spaziergang' des Pegida-Ablegers 'Kögida' aufgerufen.


    Dagegen appelliert ein breites Bündnis aus ca. 40 Gruppen sich "quer zu stellen" - neben den politischen Parteien auch der Katholikenausschuss, der evangelische Kirchenverband, die Synagogen-Gemeinde, 'Arsch huh' oder 'Kein Veedel für Rassismus'.
    Auch die vom Kölner Domkapitel initiierte Aktion
    "Licht aus!" erhält immer mehr Unterstützer und Nachahmer- darunter die Antoniter City Kirche und das Schokoladenmuseum.


    Die geplanten Kundgebungen:

    Mehr Informationen

  • Erstmals haben Pro-NRW, Pro-Köln u.a. für den morgigen Montag zu einem 'Spaziergang' des Pegida-Ablegers 'Kögida' aufgerufen.


    Dagegen appelliert ein breites Bündnis aus ca. 40 Gruppen


    Eine für jeden Teilnehmer des "Spaziergangs".
    Ich hoffe mal, der übliche Antifa-Randaleblock benimmt sich ausnahmsweise mal und wertet das Ganze nicht unnötig medial auf.

  • Es ist schon ein Elend mit der Politsatire. :D
    Die abendländische Verwirrung und Empörung scheinen groß in Dresden. Anlass ist eine Jux-Meldung (s.u.) des 'Postillon' - dieses Satire-Magazins, das ihr alle aus dem "Biotop für Bekloppte" kennt.


    Wenn der europäische Patriot zum Spaziergang aufbricht um das Abendland zu retten, dann ist eben Schluss mit lustig.
    Basta! ---öhm--- Zack!


    Zitat

    Nach internen Querelen: PEGIDA-Demo in Dresden abgesagt



    Dresden (dpo) - Die für Montagabend geplante PEGIDA-Demonstration in Dresden ist offenbar an internen Streitereien gescheitert. Bereits heute Vormittag hat ein Mitglied des zwölfköpfigen Organisatorenteams seinem Ärger auf Facebook Luft gemacht und daraufhin die Anmeldung der Demonstration bei der Stadt zurückgezogen. Ein neuer Termin ist nicht bekannt.
    mehr...

  • Von den vielen veröffentlichten Untersuchungen zum 19-Punkte-Papier der Pegida -z.B. in FOCUS und SPIEGEL- schien mir die bitterböse, detaillierte Kritik von Werner Jurga die pointierteste, weswegen ich sie ungekürzt poste.

    Persönliche Anmerkung:
    Bevor mich jemand köpft - es gibt sicher verhaltenere Bewertungen s.o. , die ebenfalls treffen. Bekanntlich weisen uns aber Ironie oder Zynismus oft deutlicher auf die 'neuralgischen' Punkte hin, als es das Bemühen um Ausgewogenheit vermag. Daher meine Auswahl.
    ;)


    Quelle
    * Dr. Werner Jurga ist Sozialwissenschaftler, Mitglied der SPD und lebt in Duisburg.


  • Trotz des sprachlichen Lapsus' :D halte ich die Kritik von Jurga inhaltlich für zutreffend.


    Das Thesenpapier klingt -öberflächlich gelesen- so, als könne man ihm mit dem berühmt-berüchtigten "Menschenverstand" gar nicht widersprechen. Man muss berücksichtigen, wer da spricht und was mitgemeint ist.


    Wer sagt wann was wie zu wem mit welcher Absicht ... die sechs W-Fragen. Wer beruflich geschult mit Texten umgeht, kennt und nutzt sie. Wer "nur" liest, kennt sie manchmal nicht und wird dann auch schon mal veräppelt, siehe nicht nur die Satire des Postillons zur Absage einer Pegida-Demonstration.


    Zurück zum Thema: Pegida spaltet mit -für mich- unverholen völkisch-nationalen Parolen. Da ist doch was schiefgelaufen ... ?? Möglicherweise schon bei der Wiedervereinigung, die keine war.
    Es wächst zusammen, was zusammen gehört? Wachsen lassen ohne gemeinsames Konzept reicht nicht ... da wuchert es.

  • Das Thesenpapier klingt -öberflächlich gelesen- so, als könne man ihm mit dem berühmt-berüchtigten "Menschenverstand" gar nicht widersprechen. Man muss berücksichtigen, wer da spricht und was mitgemeint ist.

    Da stimme ich zu.
    Ähnliches hatte ich vor kurzem bei der Diskussion bezüglich "die Linke" angeführt.
    Da wurde das ganz anders gesehen. Ist halt Ansichtssache was man versteht bzw. verstehen will.

    Zurück zum Thema: Pegida spaltet mit -für mich- unverholen völkisch-nationalen Parolen. Da ist doch was schiefgelaufen ... ?? Möglicherweise schon bei der Wiedervereinigung, die keine war.
    Es wächst zusammen, was zusammen gehört? Wachsen lassen ohne gemeinsames Konzept reicht nicht ... da wuchert es.

    Es wuchert tatsächlich. Ob das mit der Wiedervereinigung zu tun hat, wage ich stark zu bezweifeln.
    Pedida steht für nichts bestimmtes.
    Da haben sich Leute gefunden, die aus den unterschiedlichsten Gründen angepisst sind. Das reicht von Verschwörungstheorethikern, die über "gleichgeschaltete Presse" und korrupte Politiker fabulieren und nicht mit der Presse sprechen. Nützt ja nichts, die "da oben" und der Kapitalismus bestimmen doch eh alles. Komischerweise beweist die tägliche Berichterstattung und der hektische Aktionismus der Politik das Gegenteil. Erreicht diese Leute aber schon lange nicht mehr. Dann haben wir noch Rechtsextreme, die bei allem mitmachen was sich gegen Ausländer richtet und auch Leute, die wirklich Angst vor der Untätigkeit der Poltik haben und Gesetze gegen Islamisten fordern. Dass Asyl hiermit eigentlich gar nichts zu tun hat, fällt auch nur wenigen auf, was aber nicht ausschliesst fragen zu dürfen, weshalb wir über 100.000 abgelehnte Asylbewerber hier dulden und bezahlen während es an Platz für die Flüchtlinge fehlt.


    Allen gemein ist nur die Beschimpfung als Rechte, Nazis und Islamfeinde.
    Ich glaube, dass dies zusammenschweißt. Ich finde es erstaunlich, dass erneut noch mehr Leute in Dresden demonstriert haben. Mittlerweile 18.000. Und das an einem kalten Abend im Januar.


    Poltik und die anderen üblichen Verdächtigen wissen nicht was sie mit den Leuten anfangen sollen. Jetzt haben sie das Licht ausgeschaltet. Der Strauß steckt den Kopf in den Sand. Dann ist es auch dunkel.


  • fragen zu dürfen, weshalb wir über 100.000 abgelehnte Asylbewerber hier dulden und bezahlen während es an Platz für die Flüchtlinge fehlt.

    Im schlimmsten Fall will man tatsächlich "unschöne" Pressefotos vermeiden, im besten Fall siegt so eine Art "Menschlichkeit" über die reine Bürokratie. Manche Bundesländer schieben im Winter nicht ab.


    Geduldet zu sein, ist kein besonderes Privileg, eher die A-Karte. Kein Geduldeter wird hier so alimentiert, dass es sich "lohnen" könnte, nur deshalb in Deutschland auszuharren.
    Dass Flüchtlinge vor allem Sozialschmarotzer sind, gehört auch zu den Vorurteilen :thumbdown:


    Geduldete sind auch Flüchtlinge. Welche Untescheidung zwischen richtigen und falschen Flüchtlingen schwebt dir vor??

  • Poltik und die anderen üblichen Verdächtigen wissen nicht was sie mit den Leuten anfangen sollen. Jetzt haben sie das Licht ausgeschaltet. Der Strauß steckt den Kopf in den Sand. Dann ist es auch dunkel.


    Wie gut, dass du die Lage differenziert betrachtest.^^
    Wer sind denn die "anderen üblichen Verdächtigen" die deiner Meinung nach Vogel Strauß spielen, indem sie das Licht ausschalten?



    Foto: stefan worring


    Die ungewohnten Bilder, sei es vom dunklen Kölnpanorama, von unbeleuchteter Semperoper oder Brandenburger Tor lassen aufmerken und haben zugleich Signalwirkung. Nichts anderes war beabsichtigt. Fragen und Diskussionen, warum sich Künstler, Kirchenvertreter und Stadtverwaltungen zu solch wirkmächtigen Aktionen entschließen, sind gewollt. Denken erwünscht. :thumbup:


    PS
    In Köln soll es nach Aussage des Kögida-Organisators
    Sebastian Nobile keine weiteren 'Spaziergänge' mehr geben. Man wolle statt dessen in Düsseldorf demonstrieren. Mal schauen, was dann dort geschieht.