Köln - du ming Stadt ...

  • "Bernd" in Köln...

    imago0125556239h.jpg


    Auto in einer gefluteten Bahnunterführung in Köln

    Foto: Marius Becker / dpa

    sTTYG63r_normal.jpg

    Feuerwehr Köln Aktuelle Bilanz: 1.000 absolvierte Einsätze, 700 weitere werden noch abgearbeitet.
    Wählt bitte nur im Notfall die 112! Unsere Notrufleitungen sind stark belastet, es kommt aktuell zu längeren Wartezeiten. Bleibt unbedingt in der Leitung und legt nicht auf!

    Image

    @thwkoeln
    Die 3 Kölner
    #THW-Ortsverbände sind seit Stunden im Einsatz gegen die Folgen des Unwetters. Einsatzschwerpunkte sind ein gebrochener Deich im #Köln|er Norden und ein Regenrückhalte-Becken am Bahnhof #Eifeltor. 100 THW-Einsatzkräfte unterstützen die Feuerwehr Köln

    Bastei

  • Hilfreiche Informationen


    Wie kann man seine Wohnung oder sein Haus vor Starkregen schützen?


    „Schließen Sie alle Fenster und Türen“, rät der DWD.

    Überdies empfiehlt Ingo Schwerdorf, Abteilungsleiter bei den Steb, im Keller wichtige Gegenstände hochzustellen.

    Zudem sollen Hausbesitzer eine Runde um ihre Gebäude drehen und Stellen suchen, wo von außen Wasser eintreten kann, und diese bei Bedarf abdichten. Zum Beispiel Kellertreppen, Kellerfenster oder Tiefgarageneinfahrten.

    Hauseigentümer sollten unbedingt Rückschlagklappen in Rohrleitungen einbauen. Sie verhindern, dass Regenwassermassen von der möglicherweise überlasteten Kanalisation ins Gebäude gedrückt werden.


    „Das ist wirklich superwichtig. Etwa 80 Prozent der Meldungen von vollgelaufenen Keller gehen auf fehlende Rückschlagklappen zurück“, sagt Schwerdorf.

    Die Steb haben online einen „Wasser-Risiko-Check“ für Köln entwickelt. Darin können die User herausfinden, wie sehr ihr Wohnhaus in verschiedenen Szenarien von Starkregen, Hochwasser oder Grundhochwasser betroffen sein könnte und erhalten Tipps zum Umgang damit.


    Was ist zu tun, wenn der Keller vollläuft?


    Da die Feuerwehr bei Unwettern innerhalb kürzester Zeit sehr viele Anrufe bekommt, sollen Betroffene zunächst schauen, ob sie „zehn bis 20 Zentimeter Wasser im Keller vielleicht selbst wegbekommen oder ob es von selbst abfließt, wenn sich die Lage in der Kanalisation entspannt“, sagt Feuerwehrsprecher Heinisch. Ansonsten soll man die 112 wählen.


    Wichtig sei es, nicht aufzulegen, wenn in der Leitstelle nicht sofort abgehoben wird, sondern in der Leitung zu bleiben. Denn bei einem erneuten Anruf rutscht man an das Ende der Warteschlange. Grundsätzlich bittet Feuerwehr darum, die Notrufleitungen nicht für Bagatellmeldungen zu blockieren. „Bei einem medizinischem Notfall, wie einem Herzinfarkt oder bei einem Brand könnten wertvolle Sekunden zur Rettung fehlen, wenn diese Notrufe nicht direkt angenommen werden können“, appelliert Heinisch.


    Ist das Kanalnetz zu schlecht?


    Das Kanalnetz mit seinen Rohren und Pumpen ist für einen „starken Landregen“ ausgelegt, erklärt Steb-Ingenieur Schwerdorf. „Aber wenn es schlagartig extrem viel regnet, kann das kein Kanalnetz der Welt aufnehmen.“ Beim Starkregen Anfang Juni zum Beispiel hat es in Köln in eineinhalb Stunden bis zu 57 Liter pro Quadratmeter geregnet. „So viel wie sonst im gesamten Monat Juni“, erklärt Schwerdorf. Im Gesamten Jahr 2020 hat es in Köln 631 Liter pro Quadratmeter geregnet.


    Wie entwickelt sich der Rheinpegel?


    „Ab Donnerstag wird der Pegel schneller steigen“, sagt Marlene Willkomm, stellvertretende Leiterin der Hochwasserschutzzentrale. „Es gibt sehr viel Niederschlag im Einzugsgebiet, nämlich dem Oberrhein, der Lahn, Neckar und Main, vor allem aber Mosel und Sieg.“ Aktuell steht der Kölner Rheinpegel bei etwa 5,50 Meter.

    Willkomm erwartet, dass am Donnerstag die Sechs-Meter-Marke geknackt wird und bis zum Wochenende sieben Meter erreicht sein könnten. Eigentlich gelten Herbst und Winter als Hochwassersaison. „Der jetzige Wasserstand ist aber auch für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich“, so Willkomm.


    Wie bereitet sich die Kölner Hochwasserschutzzentrale vor?


    „Wir bereiten momentan alles für einen Pegel von sieben Metern vor“, sagt Hochwasserexpertin Willkomm. Die ersten Stufen am Rheinboulevard sind bereits überspült, manche Campingplätze lassen ihr Areal räumen. Die Stege in Rodenkirchen werden voraussichtlich morgen aufgebaut.

    Ab einem Pegel von 6,20 Metern dürfen Schiffe nur noch in der Flussmitte fahren, ab 6,30 Meter ist der Parkplatz an der Bastei unter Wasser. Ab 6,80 bis sieben Meter werden das Hubtor und mobile Wände in Rodenkirchen aufgebaut und die Groov in Porz-Zündorf überflutet.

  • Köln-Dünnwald
    Überschwemmung am Mutzbach hinterlässt Trümmerfeld

    Dünnwald Überflutung 1

    Uschi Henning-Scholl inmitten ihrer Habseligkeiten Foto:Arton Krasniqi

    In den Straßen Dünnwalds neben dem kleinen, inzwischen wieder friedlichen Mutzbach, sieht man vor jedem zweiten Haus einen prall gefüllten Container stehen. Zerstörte Gegenstände werden seit Donnerstag aus den Häusern geschafft. Die Anwohner arbeiten immer noch, helfen sich gegenseitig, versuchen die Schäden zu minimieren. Sie sind sich einig, dass das alles noch Monate dauern wird, bevor es wieder so aussehen wird wie vorher.


    Dübnwald Überfltuung 2

    Auch ein Klavier wurde zerstört. Foto:Arton Krasniqi

    Doch kann wirklich der Mutzbach diese Überschwemmungen verursacht haben? Darüber gibt es geteilte Meinungen. „Der Mutzbach ist über die Ufer getreten, alles andere kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Anwohner Eugen Schmidt. Er steht neben einem Container voller Schutt aus seinem vollgelaufenen Keller. Neben ihm befindet sich ein Tablett mit frisch gebackenen Muffins, Nachbarn kommen vorbei, ziehen die staubigen Arbeitshandschuhe ab und greifen zu. Wenn man seit Tagen arbeitet, ist auch mal eine Pause nötig.

    „Wir hatten Todesangst“

    Ralf Randerath dagegen glaubt, dass die Überlaufbecken an der Diepeschrather Mühle übergelaufen sind. „Das kam hier wie eine Flutwelle runtergeschossen, das kann nicht der Mutzbach gewesen sein. Das haben mir zumindest alle erzählt – ich war im Urlaub in Kroatien als es passierte. Seit fünf Stunden war ich dort und bin direkt wieder ins Auto gestiegen, als der Anruf kam.“ Sein kompletter Keller war überflutet, sein ganzer Vorgarten liegt voller Überreste. Der Schaden? „Sechsstellig, schätze ich schon.“


    Am Mittwoch um 20 Uhr sei das Wasser gekommen, sagt eine Anwohnerin, die nicht namentlich genannt werden will. „Wir hatten Todesangst. Meine Tochter ist in den Keller gegangen als es anfing. Und dann kam plötzlich eine Flutwelle, und sie wurde auf die andere Seite des Raums gedrückt.“

    Wasserburg im Trümmerfeld

    Verletzte oder Tote hat niemand in Dünnwald zu beklagen. „Das, was in Erftstadt passiert ist, das ist natürlich noch viel schlimmer. Aber ich stehe hier vor einem Berg aus Erinnerungen. Das kann ich alles wegschmeißen“, sagt Uschi Henning-Scholl. Sie ist Anwohnerin von Haus Haan, seit mehr als 20 Jahren. In der Hand hält sie Fotos, durchgeweicht, unbrauchbar. Sie kann trotzdem noch viel und herzlich lachen.


    „Wir hier im Haus Haan sind enger zusammengerückt, helfen uns alle gegenseitig.“ Der Gebäudekomplex rund um die alte Wasserburg ist trotzdem nicht mehr wiederzuerkennen. Was am Mittwoch noch eine Innenhof-Idylle mit Spielplatz und gepflegten Gärten war, ist jetzt ein Trümmerfeld. Ein Lkw ist gerade vorgefahren, Bauarbeiter und Anwohner schaufeln gemeinsam Erinnerungen und Schrott auf die Ladefläche.


    KStA

  • Reicht der Kölner "Katastrophenschutz" ??:/



    Für detaillierte Informationen nutzt die Stadt Köln das System „Fewis“, das Onlineportal des Deutschen Wetterdienstes für den Katastrophenschutz. Eigene Meteorologen hat die Feuerwehr nicht in ihren Reihen.

    An das europäische Warnsystem „Efas“ ist die Stadt nicht angeschlossen.

    Zur Warnung der Bevölkerung nutzt die Stadt vor allem die Medien – vom eigenen Onlinekanal bis zu den lokalen Radiosendern und Zeitungen.

    Sirenen spielen keine Rolle

    Die 75 Sirenen auf den Dächern der Stadt spielen dabei keine Rolle.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es rund 300 Sirenen in Köln, davon waren nach Ende des Kalten Krieges 291 abgebaut worden.


    Vor allem mit Blick auf den Chemiegürtel rund um die Stadt wurde in den 1990er Jahren wieder aufgerüstet. Auch entlang des Rheins wurden die Sirenen wieder aufgebaut – für den Fall eines katastrophalen Hochwassers.

    Für den flächendeckenden Schutz sollen perspektivisch insgesamt 130 Sirenen heulen.


    Zuvor hatte die Feuerwehr die Stadt in Warnbezirke eingeteilt und den Einsatz von Lautsprecherfahrzeugen für den Ernstfall vorgesehen. Weil aber teilweise 20 Minuten verstrichen, bis die Fahrzeuge ihren Bezirk erreicht hatten, wurde der Ausbau des Sirenen-Netzes ebenfalls favorisiert.

    [.....]


    Quelle: https://www.rundschau-online.d…fall-die-buerger-38927866

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!