Schwarzes Leben

  • "I was like...I feel like...like...like...like...so reden amerikanische Vollpfosten, ..."


    Hm, jetzt, wo du es sagst.

    "fuck ... fucking... fucking ... fucking ... fuck... " klingt natürlich viel weniger nach amerikanischer Dummbratze.^^


    "In dem Video mit den schwarzen Kindern sieht man ja auch, daß sie ebenfalls die weißen Puppen bevorzugen."


    Eben.

    Zeit, das zu ändern.:)


    https://www.welt.de/icon/partn…gleich-sagen-sollten.html

  • Kaufe ich mein Auto lieber bei Herrn Müller, als bei Slobovic? Vermiete ich eine Wohnung gerne an einen Schmitz oder Maier, aber niemals an einen Schwarzen?

    Wohnungen vermiete ich aus Prinzip nicht, oder vielleicht auch weil ich keine Immobilien besitze. Bei wem ich mein Auto kaufe das entscheide ich in erster Linie nach dem Preis und in zweiter Linie wer der freundlichere Verkäufer ist. Deutsche sind das meistens nicht.


    Döner kaufe ich jedenfalls nie bei Deutschen. Ist das auch schon Rassismus? Wenn ja, ist das wohl vollkommmen egal.

    Es gab die Zeiten, da sollten katholische Jungs besser nicht mit "Evangelen" spielen.

    Heute heißt der Diskriminierte wohl eher Muhamad.

    Das hat für mich schon eher was Ulkiges. Als katholisches Kind komme ich mit Muslimen immer noch viel besser klar als mit den humorbefreiten Evangelen. Ich könnte nicht einmal einen Freund benennen, von dem ich weiß, daß er Protestant ist.


    Wen diskriminier ich hier eigentlich? ^^

    Ok. Nun hast du deinem Tourette syndrom wieder freien Lauf gelassen.

    Ob es einen "Rassismus" geben kann, hast du nicht beantwortet. :(

    Halts maul, Nigga.


    "I was like...I feel like...like...like...like...so reden amerikanische Vollpfosten, ..."


    Hm, jetzt, wo du es sagst.

    "fuck ... fucking... fucking ... fucking ... fuck... " klingt natürlich viel weniger nach amerikanischer Dummbratze. ^^

    Du solltest dir die Videos wirklich nochmal aufmerksam ansehen. Ich weiß ja nicht, wie gut deine Englischkenntnisse sind, aber der Gebrauch des vergleichenden Stilmittels im ersten Video, der durch das Wort "like" dargestellt wird läuft dort wirklich in Dauerschleife. Das die einen Satz ohne "like" formulieren können ist eine Ausnahme. Für Menschen, die Englisch verstehen ist das einfach nur schrecklich nervtötend anzuhören.


    Der schwarze Rapper hingegen verwendet 6 mal das Wort "fuck" (motherfucking mitgezählt) in seinem Part. Er reimt, er benutzt variierende Stilmittel, sein Sprachgebrauch ist großartig, auch wenn der Text natürlich vorbereitet wurde und keine Spontanität hat. Trotzdem hat das schon ein anderes Niveau als das eines donutfressenden US-Cops, wie du ihm zu unterstellen versuchst. Das hat schon irgendwie im Angesicht der aktuellen Lage in den USA was sehr ironisches. :P



    Und wie? Mit Sprüchen? Auch die Vorschläge in dem WELT-Interview sind wenig durchdacht. Ich bin zwar nicht dagegen Kinder mit der Diversität des Menschseins zu konfrontieren, nur befürchte das, wenn es zu zwanghaft geschieht, dies im Erwachsenenalter zu einem Rückkopplungseffekt führt. Kinder sind ohnehin nicht rassistisch, oder auch sexistisch. Das werden sie erst im weiteren Prozess ihrer Menschwerdung, bzw. in ihrer Reife. Was natürlich auch wieder absolut irrsinnig klingt, unterstellt man natürlich immer nur den Erwachsenen vernünftig zu sein, obwohl sie im Gegensatz zu ihren Kindern ja überhaupt erst Vorurteile kennen und vermitteln.


    Wie dem auch sei, ich bezweifle, daß mit ein wenig diverserer Kinderliteratur nun schwarze Kinder anfangen werden bevorzugt mit schwarzen Puppen zu spielen. So einfach ist die Sache nicht. Die sozioökonomischen Faktoren werden mal wieder vollkommen ausgeblendet. Was diese Kinder eher brauchen sind schwarze Vorbilder. Sie müssen erkennen, daß auch Schwarze ein ganz normaler Teil der menschlichen Gesellschaft sein können. Das sie es vermehrt in prominente, gebildete und ertragreiche Positionen schaffen. Schwarze Musiker, Schauspieler und Sportler haben dafür sicherlich den größten Beitrag geleistet. Es braucht aber auch mehr schwarze Wissenschaftler, Politiker und vor allem Unternehmer!


    Woher kriegen wir aber nun schwarzhäutige Milliardäre? Die kriegen wir überhaupt nicht, solange das sogar im globalen Ausmaß strukturell verhindert wird. Das wird sich auch nicht ändern, solange wir daran nichts ändern wollen. Die Benachteiligung afrikanischer Länder wird nicht geändert, sie wird nicht einmal thematisiert oder besprochen. Die Benachteiligung von schwarzen Mitbürgern in den ehemaligen Kolonialstaaten wird zwar derzeit mal wieder angeprangert, weil es ja so trendy in den Medien ist, aber wirklich über Änderungen wird auch nicht geredet. Ist wohl zu kompliziert. Malen wir lieber ein paar Kinderbücher...

    Das ist wieder mal nur nutzloses Gutmenschentum.



    Noch eine Anmerkung zu dem Interview:


    Zitat

    Ein kleiner Disclaimer: Deutsch hängt dem Thema sprachlich total hinterher. Nicht jede Schwarze Person möchte als Schwarze Person bezeichnet werden, aber in Deutschland hat sich Schwarz als politischer Begriff so durchgesetzt wie weiß. Auch People of Color ist ein politischer Begriff. Für kleine Kinder sind beide Begriffe schwer zu verstehen.

    Was soll das wieder heissen? Ich denke Kinder verstehen sehr wohl was Farben sind. Sie verstehen nur nicht das Politikum hinter Hautfarben. Inwiefern hängt Deutschland dem Thema sprachlich hinterher? Sollen wir jetzt lieber wieder Farbige sagen, statt Schwarze? Sollen wir absofort lieber so reden:


    Zitat


    Einige weiße Kinder wachsen in Umfeldern auf, in denen es wenige Schwarze oder Menschen of Color gibt

    Eine Mutter of Color hat kürzlich getwittert

    Das ist nicht einmal mehr richtiges Deutsch, aber anscheinend für die Interviewten genau die richtige Umgangssprache. Wenn die das Amigesabbel für so fortschrittlich halten, dann sollen sie doch in die USA ziehen. Mal schauen wie es ihnen dort gefällt.

  • Wir privilegierte Weißen sollten nicht über Begriffe diskutieren, sondern uns unserer privilegierten Position bewusst werden und darüber nachdenken, wann wir intolerant und fremdenfeindlich reagiert haben, möglicherweise ohne es bisher bemerkt zu haben.

    Kann es sein, dass ihr in Deutschland speziell grosse Probleme mit dem sog. Rassismus habt, um mal die USA aussen vor zu lassen ?


    Ich weiss nicht, wer sich solch einen Unsinn von "privilegierten Weissen" hat einfallen lassen ?

    Privilegiert sind jene, die an der Macht sitzen oder stehen. Speziell hier in Venezuela befinden sich fast ausschliesslich "Schwatte" an den Schalthelbeln.

    Konnte bisher nicht erkennen, dass deshalb die Minderheit, naemlich die Weissen, benachteiligt waere. Money talks. Und das haben nun einmal die Weissen im allgemeinen. Bei den Chavistas in der Regierung ist es umgekehrt. Sie haben sich, meist schwarz, an dem Vermoegen, das ja im Grunde der Bevoelkerung insgesamt gehoert, dermassen bereichert, dass man diese Sippschaft bis zu ihrem Lebensende zur Zwangsarbeit verpflichten muesste.

    In Venezuela spricht auch niemand von Fremdenfeindlichkeit. Besser: Bei uns sind Fremde sehr willkommen. Und das hat einen Grund: Sie bringen als Touristen Devisen. Und die brauchen wir dringend. Leider fliessen sie wieder in die falschen Kanaele, sodass das Volk wie fast immer in die leere Roehre guckt.

    Die Fremden, die einst nach Venezuela kamen, haben sich phantastisch etabliert und viel Geld verdient. Liegt an ihrer Ausbildung und ihrem Einfallsreichtum.


    Um ehrlich zu sein. Mir ist es vollkommen Wuerstchen, wer das Land regiert. Schwarz, gruen, braun, weiss oder lila, Hauptsache unser Land wird zivilisiert regiert und ein Rechtsstaat wieder eingefuehrt.:thumbup:

  • Zitat

    Ich bin zwar nicht dagegen Kinder mit der Diversität des Menschseins zu konfrontieren, nur befürchte das, wenn es zu zwanghaft geschieht, dies im Erwachsenenalter zu einem Rückkopplungseffekt führt. Kinder sind ohnehin nicht rassistisch, oder auch sexistisch. Das werden sie erst im weiteren Prozess ihrer Menschwerdung, bzw. in ihrer Reife. [.....]

    Wie dem auch sei, ich bezweifle, daß mit ein wenig diverserer Kinderliteratur nun schwarze Kinder anfangen werden bevorzugt mit schwarzen Puppen zu spielen. So einfach ist die Sache nicht. Die sozioökonomischen Faktoren werden mal wieder vollkommen ausgeblendet. Was diese Kinder eher brauchen sind schwarze Vorbilder. [.....]

    Da geb ich dir Recht. Erinnert euch mal an die Diskussionen, die wir vor Jahren in escapes Thread Zigeuner, Neger und Konsorten geführt haben.


    Allerdings vermute ich, dass wir einen ziemlich deutschen -oder europäischen?- Blick auf "Schwarzes Leben" haben.


    Zum Einen unterscheiden sich Mindfreaks teils positive(!) Beobachtungen und Erfahrungen in Venezuela von unseren.

    Andererseits las ich kürzlich die sehr bittere Anmerkung eines Schwarzen: "Bei meinem Aufenthalt in Deutschland war ich der Amerikaner, in den USA bin ich wieder der Nigger."

  • Das ist allerdings nur bitter für den Afroamerikaner. Aus deutscher Sicht finde ich das eher erleichternd, zeigt es doch, daß wir ihn nach seiner kulturellen Herkunft beurteilen und die Hautfarbe dabei ignorieren können.


    Für einen schwarzen Blick bräuchte man eben einen schwarzen Diskutanten hier im Forum. Wenn ich im Internet über BLM diskutiere gerate ich halt nur an Afroamerikaner, und mit denen ist es genauso furchterregend zu reden wie mit fast allen anderen Amis. Die sind dermaßen ignorant, denken das ihre Probleme auf die ganze Welt zu übertragen seien und deswegen sich jeder für ihr Elend zu interessieren hat, wissen aber nicht einmal wo Afrika liegt.

    Werde dann gerne schonmal als "Concern Troll" beschimpft, wenn ich die Meinung vertrete, daß es den Schwarzen in der 3. Welt doch noch viel schlechter ginge.


    Das sind die USA. Ein Haufen narzisstischer Dummärsche.

  • Die augenblicklichen Generationen wird man kaum umerziehen koennen. Es gilt, die Kinder, die jetzt geboren werden, so zu erziehen, dass ihnen nie der Gedanke kommt, dass diese oder jene Hautfarbe mehr wert ist als alle anderen. Eine Erziehung dieser Art gelingt aber nur, wenn die neue Generation von Menschen geschult wird, die niemals einen Gedanken an verschiedene Rassen bei Menschen verschwendet haben. Wenn ihr weiterhin in Deutschland und "Umgebung" von Rassismus schwafelt, laeuft die Lehre der Gleichheit, im Sinne von Wertigkeit, wieder ins Leere.

    Ich lebe seit ueber 20 Jahren in einem Land, das den Praesidenten demokratisch gewaehlt hat. Nachdem Hugo Chavez das Zeitliche segnete, aenderte der Nachfolger seine Meinung zur Demokratie. Er fuehrte die gepflegte Diktatur ein. Dennoch fuehle ich mich in diesem einmalig schoenen Land sehr wohl. Unter anderem deshalb, weil hier niemand von "Rassismus" spricht und auch nicht danach handelt.

    Nazis habe ich ebenfalls bisher nicht ausmachen koennen.


    Es kommt also immer darauf an, in welchem Land wir leben.

    Eine Anzahl von "Rassisten" in einem Staat herauszufinden, wird kaum realisierbar sein, denn wer gibt schon freiwillig zu, dass er was gegen "Schwarze" hat ? Wie sieht es bei euch mit Schornsteinfeger aus ? Muessen die auch schon um ihre Gesundheit oder Leben fuerchten :/:?:

  • Als ob Menschen nicht mehr rassistisch, wenn man ihnen gegenüber keinen Rassismus mehr erwähnt. Irgendwelche Menschen müssen auch irgendwann mal selber auf die rassistischen Ideen gekommen sein. Denk doch mal nach, Junge!


    Wenn es keine menschlichen Rassen mehr gibt und dementsprechend jedwege Vorstellung von Rassismus obsolet sein soll, dann müssen wir auch die Fakten dementsprechend anpassen. Geld regiert die Welt, also brauchen wir schwarze Milliardäre.

  • Wenn es keine menschlichen Rassen mehr gibt

    Es gab noch nie unterschiedliche menschliche Rassen. Das wussten die angeblichen "Expärten" nur nicht, deshalb erfanden sie den Rassismus, wenn sie einen schwatten Buerger nicht mochten:/8o


    Als ob Menschen nicht mehr rassistisch, wenn man ihnen gegenüber keinen Rassismus mehr erwähnt. Irgendwelche Menschen müssen auch irgendwann mal selber auf die rassistischen Ideen gekommen sein. Denk doch mal nach, Junge!

    Dass du dir in deinen zwei Saetzen herzhaft widersprichst, ist dir bisher nicht aufgefallen ?

    Ok. Mindfreak denkt nun fuer DICH nach und teilt dir wohlgesonnen mit, dass kein Mensch nach der Geburt etwas von Rasse oder Rassismus schwafelt, sobald er sprechen kann.

    Wenn die Menschen also, besonders die Weissen, etwas von unterschiedlichen Rassen ihren Kindern beigebracht haben, dann gelingt es auch den umgekehrten Weg zu gehen. Naemlich ihnen nichts von unterschiedlichen Rassen zu erzaehlen. Abneigungen gibt es unter weissen, blauen, gruenen, gelben und schwarzen Erdenpupsern. Hat aber alles nix mit Rassismus zu tun.

    Warum spricht in unserem Land Venezuela keiner von Rasse und Rassismus?

    Weil sie es nicht anders kennen.

    Hast du DAS denn wenigstens begriffen?

  • Es gab noch nie unterschiedliche menschliche Rassen. Das wussten die angeblichen "Expärten" nur nicht, deshalb erfanden sie den Rassismus, wenn sie einen schwatten Buerger nicht mochten :/8o

    Ja, ziemlich genau so: Vertreter rassistischer Ideologien brauchen eine handfeste Begründung für ihre diskriminierende Weltsicht, am besten eine scheinbar wissenschaftliche. Dass für Biologen heute alle Menschen gleich sind, spielt da keine Rolle.

    [Die ersten Menschen, die nach Europa eingewandert sind, kamen aus Afrika und da waren sie wahrscheinlich eher "schwarz". Die Pigmente schützen vor hoher Sonneneinstrahlung.]


    Rasse und Rassismus hängen natürlich zusammen. Die "Rasse" ist allerdings nicht die Voraussetzung für Rassismus, es sind die Rassisten, die zwischen "wertigen" und "minderwertigen" Menschen unterscheiden.


    Du hast es selbst beschrieben.


    Es mag ja sein, dass in Vene nie von "Rassismus" die Rede ist, aber dass es keine Diskriminierung geben sollte, fällt mir dann doch schwer zu glauben.

  • Die "Rasse" ist allerdings nicht die Voraussetzung für Rassismus, es sind die Rassisten, die zwischen "wertigen" und "minderwertigen" Menschen unterscheiden.

    Menschen, die zwischen "wertigen" und "minderwertigen" Mitmenschen unterscheiden, sind doch keine Rassisten ? Das sind Leute, die glauben, dass es so ist. Denn ich kann auch meine weissen Brueder und Schwestern als minderwertig ansehen, obwohl ich nicht den geringsten Gedanken an "Rassismus" verschwende.

    Und ich bin jemand, der aba sowat von Wertigkeit bei Menschen sieht, dass eine Skala geradezu hilfreich waere.

    Bei mir punkten nur Menschen, denen Hass, Haeme, Betrug, Erpressung; Kriminalitaet allgemein und Mord fremd sind.

    Und das hat mit Rassismus ueberhaupt nichts zu tun.


    [Die ersten Menschen, die nach Europa eingewandert sind, kamen aus Afrika und da waren sie wahrscheinlich eher "schwarz". Die Pigmente schützen vor hoher Sonneneinstrahlung.]

    Gut, dass du mir, dem Lama, das sich mit Sonnenstrahlen recht gut auskennt, erklaerst :):thumbup:

    Es mag ja sein, dass in Vene nie von "Rassismus" die Rede ist, aber dass es keine Diskriminierung geben sollte, fällt mir dann doch schwer zu glauben.

    Natuerlich gibt es Diskriminierung, aber die hat ebenfalls nichts mit "Rassismus" zu tun. Denn ich kenne Brueder, beide weiss, von denen der eine zu mir sagte, dass sein Bruder ein "mono estupido" sei, also ein bloeder Affe. Er hat keine Bildung und kostet mich nur Geld.

    Diskriminierung gehoert fast schon zum "guten Ton". Auch in Deutschland.

    Wenn Bevoelkerungsteile schwarze Buerger allgemein als Affen ansehen, dann stimmt etwas unter ihrer "Fontanelle" nicht.

    Na und ? So lange sie nur ihre Meinung aeussern, ohne physisch und psychisch aktiv zu werden, zaehlt das zur Meinungsfreiheit. Aus meiner Sicht.

    Warum wurden und werden Frauen der gleichen Hautfarbe immer noch benachteiligt ? Offensichtlich sind sie fuer einflussreiche Maenner "minderwertig", sonst wuerden sie doch die gleichen Posten und Gehaelter bekommen. Und vieles mehr.


    Und jetzt ?


  • Geld regiert die Welt, also brauchen wir schwarze Milliardäre.


    Okay, hier meldet sich einer von ihnen zu Wort .


    Zitat

    Hamilton kontert Ecclestone-Aussagen "Ignorant und ungebildet"

    Lewis Hamilton reagiert mit scharfen Worten auf ein Interview des ehemaligen Formel-1-Chefs. Ihm sei nun völlig klar, warum die Formel 1 unter Ecclestone nie etwas gegen Rassismus getan habe.

    27.06.2020, 09.31 Uhr

    (Spon)



    Es ist nicht das erste Mal, dass Hamilton Rassismus in der Formel 1 beklagt:

    Zitat

    „Ich sehe euch, die ihr stumm bleibt, einige der größten Stars, aber ihr bleibt stumm inmitten der Ungerechtigkeit. (...) Kein Signal von irgendjemandem in meiner Industrie, die natürlich ein von Weißen dominierter Sport ist. Ich (...) stehe allein.“

    „Euer Schweigen ist immer noch ohrenbetäubend. Vielleicht seid ihr nicht rassistisch in eurem Schweigen, aber wir brauchen euch als ANTI-Rassisten. (...) Es ist unser Anliegen, dass ihr euch aus eurer Komfortzone bewegt und uns unterstützt, indem ihr antirassistisch seid und die Leute wissen lasst, auf welcher Seite ihr in diesem Kampf steht.“


    https://www.faz.net/aktuell/sp…mus-kaempft-16827588.html

  • "Es ist unser Anliegen, dass ihr euch aus eurer Komfortzone bewegt und uns unterstützt, indem ihr antirassistisch seid und die Leute wissen lasst, auf welcher Seite ihr in diesem Kampf steht."


    Von Kampf halte ich nun mal gar nichts, wenn es um Menschenrechte geht. Die "Fronten" wuerden sich verhaerten und eskalieren. UEBERZEUGEN waere bedeutend erfolgsversprechender.

    Nur: Wollen jene Menschen sich ueberhaupt ueberzeugen lassen, wenn sie mit Vorurteilen vollgefrachtet sind?

    Es ist ein langer Prozess, der nur durch Ausdauer und Willen zum Erfolg fuehren wird.

  • Ich fürchte, mit "Überzeugen" bringt man nur in Ausnahmefällen Menschen dazu, auf ihre Macht(!) und Privilegien zu verzichten.


    "Kampf" bedeutet ja nicht notwendigerweise, Jemanden körperlich zu attackieren. Auch Worte und Gesten können sich als wirkmächtig erweisen.


    Zitat

    Passanten machen Selfies vor dem riesigen Schriftzug

    Botschaft an US-Präsidenten
    "Black Lives Matter" vor Trump-Tower gemalt

    New Yorks Bürgermeister beteiligt sich eifrig am Gestalten des riesigen "Black Lives Matter"-Schriftzugs vor dem Trump-Tower. In gelber Farbe prangen die Wörter nun vor dem Hotel und sind auch eine Botschaft an den US-Präsidenten, der laut De Blasio "nie Respekt für diese drei Wörter gezeigt hat".

    (n-tv)

  • Wenn "diese" Menschen auf argumentative und verbale Ueberzeugungsarbeit negativ reagieren, muessen sie auf eine andere Art "ueberzeugt" werden. Ausreichend Haft, um genug Zeit zum "Ueberlegen" zu bekommen.


    Man kann es auch als Beugungshaft bezeichnen. Der Staat, also der Gesetzgeber, sitzt am laengeren Hebel. Er muss ihn nur sinnvoll einsetzen.

  • Exkurs "Beugehaft"

    https://www.deutsche-anwaltsho…r/strafrecht/beugungshaft

    https://www.koerperverletzung.com/erzwingungshaft-beugehaft/

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    Zurück zum Thema "Schwarzes Leben"

    Schönheitsideale
    Die falsche Haut

    Bin ich zu blass, bin ich zu braun? Solchen Fragen verdankt eine globale Industrie ihre Existenz: Jährlich setzt sie Milliarden um und lebt davon, dass vor allem Frauen anders aussehen wollen, als sie es von Natur aus tun. Das wichtigste Geschäft: Menschen weiß zu machen. Von Frank Patalong
    24.08.2013, 20.18 Uhr


    Als die Ermittler am 25. Juni 2009 die Räume des soeben verstorbenen Sängers Michael Jackson durchsuchten, stellten sie unter anderem 37 Tuben Creme sicher. 19 davon enthielten das in den meisten Ländern verbotene Hydrochinon, 18 davon Benzochinon. Hydrochinon gilt als ätzend, gesundheits- und umweltgefährdend, es steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Benzochinon ist die kräftigere Variante.

    Das klingt nicht gerade nach Hautpflege. Und doch nutzen Millionen Menschen jeden Tag solche Cremes. Ihr Antrieb: weißer zu werden.

    Mit Hautbleichmitteln (geschätzter Jahresumsatz mit legalen Produkten zurzeit zwölf Milliarden, insgesamt über 40 Milliarden Dollar) wird heute mehr Geld umgesetzt als mit Bräunungs- und Sonnenschutzprodukten (geschätzt zehn Milliarden Dollar). Angeblich sollen weltweit bis zu 27 Prozent aller nicht-weißen Frauen Hautaufheller benutzen.

    Offiziell geht es oft nur um die Entfernung von Hautflecken. In Asien und der südlichen Hemisphäre machen aber schon die Produktnamen klar, was sich die Kundinnen wirklich von den Cremes versprechen: "White Beauty", "Fair and Handsome", "Fairness Creme", "Skin Litener", "Natural White", "Flawless White" oder "White Radiance". Es geht um Blässe, um Umfärbung.

    In Afrika nutzen nach WHO-Informationen in manchen Ländern mehr als die Hälfte der Erwachsenen hautaufhellende Produkte. Die größten Märkte sind Japan, die Philippinen und China - sie könnten von Indien bald überholt werden. Die Sucht nach "Fairness" ist dabei mehr als eine modische Marotte. Sie vertieft gesellschaftliche Gräben, schafft völlig neue Identitäts-, und zum Teil massive gesundheitliche Probleme.

    Woher kommt die Obsession mit der Blässe?

    Anthropologen wissen, dass weibliche Haut innerhalb jeder Ethnie rund zehn bis 15 Prozent heller ist als männliche. Blässe wirkt schon darum besonders weiblich, aber sie setzt auch andere Signale.

    Zum Beispiel, dass man nicht auf dem Feld arbeitet. Europas Adel pflegte seine vornehme Blässe, ähnliches findet sich in Kulturen Asiens. In Japan begann die Obsession mit dem Weiß vor Jahrhunderten, die Moden des Puderns und Schminkens gingen fließend in die der Hautaufhellung über: Japanische Kosmetikfirmen begründeten bereits Anfang des 20. Jahrhunderts den Bleichmarkt.

    In Indien hat die Sache einen sozial-rassistischen Subtext. In der alten Kastengesellschaft erkannten sich das gesellschaftliche Oben und Unten unter anderem am Teint. Als die Europäer einmarschierten, verschärften sie das sozial konnotierte Teint-Gefälle ins Extrem. Blass zu sein signalisiert dort noch immer eine "hohe" Herkunft.

    Die Amerikaner, die in Sklavereizeiten Menschen auch nach Hauttönung in Haus- und Feldsklaven segregierten, haben dafür ein Wort gefunden: Colorism. Es beschreibt eine allein an der Tönung der Haut festgemachte Form der Ungleichbehandlung. Dem Hellhäutigen wird dabei ein höherer sozialer Stand zuerkannt als dem Dunkelhäutigen. Studien weisen nach, dass auch in den USA eine blassere Hauttönung noch immer die Wahrscheinlichkeit von Wohlstand und Karriere erhöht.

    Kein Wunder, dass viele afroamerikanische Stars versuchen, sich irgendwo zwischen den Ethnien zu positionieren. Zu den weiblichen Idolen unter Bleich-Verdacht finden sich große Namen wie Beyonce Knowles, Rihanna oder die Rapperin Lil'Kim.

    Die zur Schau gestellte Blässe zementiert den Trend zur kaukasischen Hautfarbe. Der geht oft genug mit Minderwertigkeitsgefühlen bei denen einher, die ihm nicht gerecht werden. Das geht so weit, dass Kinder in psychologischen Tests eigentlich identische, aber unterschiedlich gefärbte Cartoonfiguren nach Hautfarbe sortiert als "hässlich" oder "hübsch" einordnen. Die Einschätzung "Je weißer, desto schöner" wird dabei auch von nicht-weißen Kindern geteilt.

    In einer aktuellen Werbekampagne stilisiert die Kosmetikfirma Shiseido als Kampf zwischen dem guten Weiß und dem bösen Schwarz:

    Etlichen Bürgerrechtlern graut es da, doch Kampagnen gegen die Bleichmanie blieben bisher weitgehend wirkungslos.

    Die Umsätze der Industrie steigen weiter - trotz großer gesundheitlicher Risiken, wenn die Cremes und Tinkturen aus obskuren Manufakturen kommen. Nicht jede Kundin kann sich Edel-Cremes von Kosmetikmarken wie Shiseido, Pond's oder Olaz leisten, die nach derzeitigem Wissensstand als unbedenklich gelten.

    Rund zwei Dutzend zugelassene Wirkstoffe werden zurzeit angeboten. Einer davon musste im Juli 2013 vom Markt genommen werden. Kanebo Cosmetics rief 54 seiner Hautbleicher-Produkte zurück. Bei über 7200 Frauen war es zu Hautirritationen gekommen, bei fast 3000 gingen die mit teils erheblichen Verfärbungen und Hautveränderungen einher.

    Das ist harmlos im Vergleich zu dem, was Kundinnen droht, wenn sie sich mit Billigprodukten versorgen. Zur Zutatenliste solcher Bleichtinkturen gehören mitunter Quecksilber, Phenole, Steroide, Benzol, Chinone und Wasserstoffperoxid.

    Eine Nebenwirkung teilen alle effektiven Hautbleichmittel: Weil sie entweder die Bildung von Melanin verhindern oder dieses zerstören, verliert die Haut ihren UV-Schutz. Selbst, wenn dann aggressive Stoffe nicht zu krankhaften Hautveränderungen führen, steigt zumindest das Risiko von Verbrennungen und Hautkrebs. Gute Hautbleicher großer Firmen enthalten darum fast immer Sonnenschutzmittel mit hohen Schutzfaktoren.

    So schafft ein Bedürfnis das nächste.


    (Spon)

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