Beiträge von Thusnelda

    Ich verstehe hier gerade die Ablehnung von 'Betroffenheit' nicht.
    Gefasel ist doch immer Blabla, aber warum sollte Betroffenheit etwas Falsches sein?


    Bei mir haben Geschichtsbücher mit ihren Zahlenangaben und Statistiken über Kriegstote und Zerstörung kaum etwas ausgelöst. Trockener Lernkram für Schüler.
    Aber der erste Besuch auf einem Soldatenfriedhof, dieses riesige Gräberfeld, das hat mich fassungslos gemacht. 'Betroffenheit' ist noch zurückhaltend formuliert.
    Natürlich nützt es wenig, wenn es dann beim Betroffensein endet. Man muss schon aktiv werden, jeder nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Aber am Anfang steht ein Erlebnis das dem Einzelnen zeigt, dass das Thema auch ihn betrifft (also Betroffenheit) und diesen Handlungswillen auslöst.


    Vielleicht gehört die Installation am Tower von London dazu?

    Ich stimme dir zu, 'aufrechnen' , was soll das denn bringen? Das hilft höchstens beim Verdrängen. Zahlen in solchen Zusammenhängen bleiben für mich sowieso immer abstrakte, unvorstellbare Größen. Wer kann sich denn Millionen von Toten vorstellen? Ich nicht.
    Ganz anders geht es mir, wenn ich auf Soldatenfriedhöfen vor dieser unübersehbar riesigen Anzahl an Grabsteinen oder Kreuzen stehe. Da werden die Zahlen für mich 'real' und zu Personen, die alle dasselbe Schicksal teilen mussten.


    Weit in der Champagne im Mittsommergrün
    Dort wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blüh'n
    Da flüstern die Gräser und wiegen sich leicht
    Im Wind, der sanft über das Gräberfeld streicht


    heißt es in dem Lied. Vielleicht gibt es einen Zusammenhang?
    Jedenfalls verwendet man in Britannien das Bild der blühenden Mohnblume schon lange als mahnendes Symbol gegen Krieg und für Friedenswillen.
    (Werden sogar von Jugendlichen getragen, wie vor Jahren bei einer Harry Potter Filmpremiere)
    Jetzt zum Gedenken an die Toten des Ersten Weltkriegs hat der britische
    Künstler Tom Piper eine Installation mit diesen 'Poppies' am London Tower kreiert.


    29.07.2014
    Erster Weltkrieg: Gedenken in London
    Anlässlich des 100. Jahrestages des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs wird in London der Todesopfer gedacht. Symbolisch werden dafür im Burggraben des "Tower of London" bis Ende November 888.246 rote Mohnblumen aus Keramik gepflanzt.


    Die Bilder haben mich sehr berührt. Sie machen die abstrakten Zahlen der unfassbar vielen Opfer konkret. Jedem Toten eine Blume.
    Ein 'blutender' Tower durch rote Mohnblumen, die sich aus dem alten Gemäuer in den Burggraben ergießen. Möglicherweise wird die Installation als kitschig kritisiert, vielleicht ist sie das ja auch. In jedem Fall hat sie eine starke Wirkung.


    Ich meine, wir brauchen ungewöhnliche Mahnmale wie dieses.

    "Wen wundert's also, wenn immer wieder Rufe nach mehr Verantwortung und finanzieller Beteiligung der Fußballklubs für die Ordnungsmaßnahmen laut werden. Andererseits gilt das Gewaltmonopol des Staates und damit auch dessen finanzielle 'Oberhoheit'."


    Diese Prügeltouristen, von Fußballfans mag ich nicht sprechen, sind wirklich eine Plage! Die Steuergelder könnte man sicher besser für sinnvollere Aufgaben ausgeben. Manchmal hilft nur noch Humor.

    NEL

    Du meine Güte! Was ist denn bloß mit den französischen 'Flics' respektive Commissaires los? Was denkt sich die Pariser Polizeibehörde? Und überhaupt, die Provence! Alles schöner Schein? Ein Dorado für Kriminelle und Kriminaler?


    Erst zieht der ehemalige Pariser Kommissar Pierre Durand nach Sainte-Valérie, ein idyllisches Dorf in der Provence inmitten von Weinbergen und Olivenhainen. Er könnte eventuell sogar den Spätsommer in seiner Wahlheimat genießen, wenn ihn nicht gerade seine Freundin verlassen hätte. Doch auch mit der Ruhe ist es plötzlich vorbei und der Mann muss einen Toten aus dem Weinfass klauben.
    Dann erfahren wir vom Schicksal des
    Capitaine Roger Blanc: Der steht vor den Trümmern seines Lebens. Bis vor Kurzem war er noch erfolgreicher Korruptionsermittler in Paris, doch dabei ist er mächtigen Leuten auf die Füße getreten. Und so findet er sich bald allein in seiner neuen Behausung in der Provence wieder, einer verfallenen Ölmühle, die ihm vor Jahren ein Onkel vermacht hatte.


    Und nun auch noch Madame!


    Vielleicht sollte ich mir das mit der Reise in den französischen Süden noch einmal überlegen?
    Aber in der Bretagne sieht's leider auch nicht besser aus ...


    Stimmt schon, "Muttis Blick" ist ein Knüller!


    Trotzdem ist für mich das andere Putinfoto zu Recht nominiert. Gerade weil Putin der Einzige ist, der den erfräulichen Anblick genießt, während die übrigen in ihren Geschäftigkeiten viel zu gefangen sind um ihn überhaupt zu bemerken.
    Der Kontrast zwischen der jungen Aktivistin und den etablierten Politdamen ist einfach zu schön!

    Der genießerische Putin vor der hübschen Nackten und neben zwei ziemlich drögen Tanten reizt mich zum Lachen. Mir gefällt das Foto als witzige Momentaufnahme. Aber auch andere in der Auswahl der Nominierten finde ich sehenswert.


    In den Kategorien Fotografie, Zeitung, Magazin, Online und Werbung macht sich je eine Jury daran, eine Arbeit als besonders gelungen hervorzuheben und mit dem Titel "Beste(r)" auszuzeichnen.
    Ist dagegen etwas einzuwenden oder ist die Publikumsbeteiligung als Spaßbremse zu verstehen?