• Der Roman von Birte Hansen hat mich berührt.

    Sie erzählt sehr sachlich, wie 1945 Vertriebene aus Ostpreußen im Alten Land ankommen. Sie brauchen nur ein Dach über dem Kopf und Nahrung. Beides gibt es auf dem Hof, bei dem sie landen. Begrüßt werden sie aber ablehnend als Polacken.


    Parallel zu dieser Handlung sucht auch die Enkeltochter der alten Hofherrin plötzlich eine neue Unterkunft. Der Mann hat sie erlassen und und die Großstadt erscheint ihr unerträglich.


    Diese Mischung von "Vergangenheitsbewältigung" und modern-gestylter Landflucht hat mich überzeugt.


    Der Film zum Buch läuft morgen im ZDF 20.15


    P. S. Ich hab gedacht, dass ich das Buch hier schon besprochen habe ... aber ich finde nix ...

  • Diese Mischung von "Vergangenheitsbewältigung" und modern-gestylter Landflucht hat mich überzeugt.

    Dass du "Vergangenheitsbewaeltigung" in " " gesetzt hast, finde ich sehr weise. Denn meine Frage ist: In welcher Form kann man die Vergangenheit bewaeltigen ??

    Fuer mich ist sie unumkehrbar. Nicht mehr zu verbessern oder zu verschlechtern. Allein wenn wir aus der Vergangenheit lernen, haben wir sehr grosse Schritte in die Richtungen Gegenwart und Zukunft gemacht !

    Der Mann hat sie erlassen

    ??:/;)

  • Hallo OpaK, schön, dich hier zu lesen. Ich wünsche, dass es dir gut geht in diesen doch schwierigen Zeiten.


    Und dann hoffe ich, dass der Film mich nicht enttäuscht. Literaturverfilmungen haben einen schweren Stand, wenn man das Buch kennt ... und Zweiteiler liebe ich nicht besonders.

    Ich habe gelesen, dass der Film auch kitschig sein soll? Das habe ich beim Buch nicht empfunden.




  • Willkommen zurück im Stadtmännchen-Forum, OpaK!


    Dank an escape für Tipp und Forschungsreise - du hast mich auf eine kleine Odyssee geschickt.

    Weil mich zur Verfilmung auch die jeweilige (Roman-)Vorlage interessiert, suchte ich nach weiteren Informationen. Und was finde ich? Zwar reichlich Filmbesprechungen, Beisp:

    https://www.welt.de/regionales…ie-sehr-aktuell-sind.html

    https://www.faz.net/aktuell/fe…land-im-zdf-17050967.html ,

    aber kaum etwas Spezielles zum Buch, obwohl das doch vor fünf Jahren ein gefeierter Bestseller war.

    Na gut, die Veedelsbuchhändlerin freut sich auch über verspätete Bestellungen.:)


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    In der Produktbeschreibung des Verlags finden sich "drei Fragen an die Autorin":


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    *Dörte Hansen,

    geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach arbeitete sie als Autorin für Hörfunk und Print, bis ihr gefeierter Debütroman »Altes Land« 2015 erschien und zu einem riesigen Bestsellererfolg wurde. Er wurde zum »Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels« gekürt und avancierte zum Jahresbestseller 2015 der SPIEGEL-Bestsellerliste.


    (Verlagsinfo)

  • Zurück zum Alten Land

    Wie leider sooft, wird der Film dem Buch nicht gerecht. Bisher konnte ich zwar nur den ersten Teil sehen, aber den hätte ich nach 20 Minuten abgebrochen, wenn ich das Buch nicht gekannt hätte: Zu viele "Zweiteiler-Längen", z. T. sehr kitschige Romantik und zu viel Sonnenschein, obwohl doch die Nächte so wichtig sind, in denen das Haus wispert und ächzt und die Menschen nicht zur Ruhe kommen lässt.

    Während die Vorgeschichte im Roman chronologisch erzählt wird, arbeitet der Film 52? kurzen Einblendungen, die man als Zuschauer nur schwer einordnen kann, wenn man den Roman nicht kennt.

    Aber eventuell ist das ja zeitgemäße integrative Filmtechnik ... die Zuschauer rätseln.


    Ich hab mir jedenfalls den Roman noch mal vorgenommen ;)

  • Schlusslied im "Alten Land":


    Musik nach Brahms: Symphony No.3 in F Major,Op.90 , dritter Satz Poco allegretto


    "Quand tu dors près de moi"


    Quand tu dors près de moi

    Tu murmures parfois

    Le nom mal oublié

    De cet homme que tu aimais

    Et tout seul près de toi

    Je me souviens tout bas

    Toutes ces choses que je crois

    Mais que toi, ma chérie, tu ne crois pas

    Les gestes étourdissants, étourdis de la nuit

    Les mots émerveillés, merveilleux

    De notre amour

    Si cet air te rejoint

    Si tu l'entends soudain

    Je t'en prie, comme moi

    Ne dis rien

    Mais rappelle-toi, chérie

    .

    Text: Françoise Sagan

  • Gut, dass seit Jahrzehnten das Veroeffentlichen von rauchenden Maennern und Frauen in Deutschland verboten ist. Oder zumindest keine Reklame mehr gemacht werden darf. Da muss der Gesetzgeber kluge Leute in seinen Reihen gehabt haben :?::thumbup:

    Die mittlerweile zu Classic Cars geworden Fahrzeuge gefallen mir bedeutend besser als der Typ:P:thumbup:

  • Ja, früher war mehr Zigarette, aber im Film wurde genüsslich gequalmt. Leider war "der Typ" nicht dabei, der ist schon seit fast zehn Jahren tot.



    "Ich hab mir jedenfalls den Roman noch mal vorgenommen "


    Mit der Idee bist du nicht allein, das Buch ist derzeit sehr begehrt und in meiner Veedelsbuchhandlung nicht lieferbar. Geduld ist gefragt.

    Letztere hab ich auch beim Anschauen des Films gebraucht. Im Übermaß! Was war das bloß für ein wildes Geschnipsel?! Erinnerungsfetzen darstellen, schön und gut - aber eine solche Höpperei zwischen den Zeiten, Personen, Erlebnissen, Umgebungen?


    "eventuell ist das ja zeitgemäße integrative Filmtechnik ... die Zuschauer rätseln."


    Regisseurin Sherry Hormann liefert eine Begründung. Für mich macht's den Film nicht besser.:thumbdown:


    https://www.zdf.de/filme/altes…ann-im-interview-100.html

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