"Wie die EU Flüchtlinge tötet"
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Vor lauter "Flüchtlingsströmen", von denen die EU-Staaten behaupten, sie nicht auffangen zu können, von all den Empörungsdebatten um nationale Befindlichkeiten und heuchlerischer SanktFloriansBeterei ist eines, so scheint's, völlig aus dem Blickfeld geraten: die Situation der Menschen in den Flüchtlingscamps der UN.
Dank säumiger Zahler - Deutschland gehört nicht dazu- verschlechtern sich die Zustände dort in unerträglichem Ausmaß. Nahrung, Kleidung, Unterkünfte, Bildung? Eine schlichte Katastrophe, oder kaum bis gar nicht vorhanden.Warum wird in dieser ach so fortschrittlichen und kulturreichen EU den säumigen Zahler-Staaten welche lautstark meinen, die Flüchtenden der Krisenregionen nicht in ihren Ländern willkommen heißen zu wollen, nicht endlich wirkungsvoll ihre überfälligen Beiträge abverlangt? Warum sperrt man diesen stets eifrig Kassierenden aber Nicht-Zahlenden nicht den EU-Geldhahn?
In welche Richtung laufen all die "Flüchtlingsdebatten" und Macht orientierten Ränkespielchen unserer Politoberen??
ZitatAlles anzeigen26. November 2015, 18:40 Uhr
Flüchtlinge
Was wirklich hilft, wird nicht getan
Ein syrisches Mädchen sitzt in einem türkischen Flüchtlingslager vor dem Zelt. (Foto: dpa)
Die Zustände in den Flüchtlingslagern rund um Syrien sind so desolat, dass die Menschen weiter fliehen. Das zu ändern ist viel besser als die Debatte über Flüchtlingshöchstgrenzen.
Kommentar von Heribert PrantlSeit Monaten funkt der UN-Flüchtlingskommissar SOS; aber es hört ihn kaum einer - auch nicht in der deutschen Politik. Der Mann beklagt himmelschreiende Zustände in vielen Flüchtlingslagern in Libanon, in Jordanien, in der Türkei und im Irak. Der Flüchtlingskommissar muss die Nahrungsrationen kürzen, weil nicht genug Geld da ist. Seine Mittel reichen nicht einmal für die elementare Grundversorgung. Die Flüchtlinge in den Lagern der Region haben zu wenig zu essen, sie haben zu wenig zu trinken, die sanitären Verhältnisse sind desolat bis trostlos. Es ist zum Verzweifeln.
Die Klage und die Verzweiflung werden übertönt und übertüncht vom Lärm der heimischen Debatten über Flüchtlingshöchstgrenzen, einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge, über das Schließen von Grenzen und das Hochziehen von Zäunen. Diese Debatten auch in Deutschland sind laut, falsch und nutzlos. Was wirklich hülfe, wird nicht getan: die Flüchtlingslager in den Regionen nahe Syrien so auszustatten, dass Flüchtlinge dort leben können.
Vom Geld, das die Staaten der Weltgemeinschaft für die UN-Ernährungsprogramme zugesagt haben, ist nur ein Drittel eingegangen.
Deutschland gehört zwar nicht zu den säumigen Zahlern, leidet aber an den Folgen der Säumigkeit der anderen - die schlechte Versorgung in den Flüchtlingslagern setzt neue Fluchtursachen, treibt die Menschen auf die Balkanroute und weiter nach Westeuropa. Das ist die knickrige Realität der Fluchtursachenbekämpfung, über die auf Konferenzen und in den Parlamenten wohlfeil geredet wird. Flüchtlinge, die noch genügend Fliehkraft haben, werden genötigt, weiterhin zu fliehen. Wer von denen, die hierzulande über "Flüchtlingsströme" klagen, würde anders handeln, wenn er mit seinen Kindern in einem dieser Lager säße?Was wirklich hilft, wird nicht getan
Allein in Libanon, einem Land mit 4,5 Millionen Einwohnern, leben mehr als 400 000 syrische Flüchtlingskinder im Schulalter, 100 000 von ihnen haben in libanesischen Schulen Platz gefunden. Und die anderen? Je länger die Kinder nicht in die Schule gehen, desto mehr verdüstern sich ihre Zukunftschancen, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kinder Gewalt ganz gut finden und dass sie lernen, mit Bomben statt mit Büchern ihr Selbstbewusstsein zu heben. Prävention gegen Terror - hier, in den Flüchtlingslagern der Region, ist der Ort dafür. Diese Prävention wäre weit billiger als später die Repression mit Tornado-Bombern. Flüchtlingslager ohne Schule und Zukunft sind Rekrutierungsstätten für Terroristen.Bürgerkrieg in Syrien
Flüchtlingskinder dokumentieren ihr LebenDie menschenwürdige Ausstattung der Lager in den Transitländern muss daher ein Anliegen der deutschen Flüchtlingspolitik sein, auch, wenn Deutschland seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den UN nachgekommen ist. Genug kann nicht genügen, wenn das Elend so groß ist.
Nicht nur der deutsche Staat, auch die Zivilgesellschaft, auch die Kirchen sollen, müssen sich engagieren: Die reiche Diözese München könnte die Patenschaft für die Versorgung im Lager X, die reiche Diözese Köln im Lager Y übernehmen. Und die Politik könnte sich überlegen, ob man nicht eine Idee des Frankfurter Asylanwalts Victor Pfaff umsetzen könnte. Der hat sich über den idiotischen Vorschlag, syrische Flüchtlinge umzudrehen und bewaffnet nach Syrien zurückzuschicken, so aufgeregt, dass ihm Pfiffiges eingefallen ist: Man könnte etlichen syrischen Flüchtlingen in Deutschland anbieten, in den Flüchtlingslagern in Libanon und anderswo bezahlten Dienst zu versehen, also Unterricht zu geben und sich um die ärztliche Versorgung zu kümmern - unter Beibehaltung ihres Flüchtlingsstatus, den sie in Deutschland haben.
Gute Flüchtlingspolitik braucht solche Fantasie. Mit Beschwörungsformeln kommt man nicht weiter.(sueddeutsche.de)
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Wir haben genug Milliardäre auf der Welt, die mit aller Großzügigkeit helfen können. Bevor jemand bei der EU anklopft, sollte er doch erstmal diese elitärsten aller Menschen bitten.
ZitatMan könnte etlichen syrischen Flüchtlingen in Deutschland anbieten, in den Flüchtlingslagern in Libanon und anderswo bezahlten Dienst zu versehen, also Unterricht zu geben und sich um die ärztliche Versorgung zu kümmern - unter Beibehaltung ihres Flüchtlingsstatus, den sie in Deutschland haben.
Ob die darauf Lust haben? -
Ja, warum begeben sich diese Menschen denn bewusst so in Gefahr, und dann noch mit Kindern, das ist doch verantwortungslos. Diese Flüchtlinge müssten es doch wissen, wie gefährlich es ist, mit überladenen Gummibooten über's Mittelmeer zu paddeln, ich verstehe das nicht! Wie man nur so dumm sein kann?!
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Eine Krankenschwester mit dem Nick eines der blutruenstigsten Terroristen des 18 Jh. in Frankreich??
Das ist schon bemerkenswert. Allerdings schrieb sich der echte Robespierre nur mit einem "b".
Zu deinem Kommentar: Diese Fluechtlinge sind halt nicht schlauer und verantwortungsvoller. Sie riskieren sogar die Gesundheit oder das Leben ihrer Kinder. Man koennte sie auch als Verbrecher bezeichnen. Aber das will in Deutschland kaum jemand aussprechen
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Diese Fluechtlinge sind halt nicht schlauer und verantwortungsvoller. Sie riskieren sogar die Gesundheit oder das Leben ihrer Kinder. Man koennte sie auch als Verbrecher bezeichnen.
Ja, sie können auch warten bis ihnen eine Bombe auf den Kopf fällt ... oder sie in Flüchtlingslagern verhungern.
Reichlich zynisch, was ihr hier so über Flüchtlinge verbreitet ... und auch falsch

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Es ist auch zynisch, daß arme Menschen soviele Kinder zeugen, trotz der hohen Kindersterblichkeit und Perspektivlosigkeit in ihren Regionen. Was für Arschgeigen

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Es ist meiner Ansicht nach besser, eine Bombe auf den kopf zu bekommen, als langsam zu ersaufen !
Nicht alle fliehen vor Terror und Krieg, sondern aus wirtschaftlichen Gruenden und Perspektivlosigkeit. Das ist verstaendlich. Wenn mein ferner Nachbar beruflich und wirtschaftlich keine Aussichten erkennt, hat er dann das Recht, es sich in meinem Garten oder Haus bequem zu machen, weil es mir besser geht ??
@ escape:
Die Leute, die sich von Schlepperbanden transportieren lassen, sind eben NICHT die Aermsten in ihrem Land. Die naemlich sind gezwungen, in ihrer Heimat zu bleiben. Deutschland kann nicht die Probleme der Welt loesen. Da muessen sich schon ein paar europaeische Staaten mehr daran beteiligen, um einen Ausweg zu finden.
Was heisst schon "zynisch" ?? Nur weil man eine Sichtweise kund tut, die nicht deiner entspricht
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Ich frage mich bei all diesen markig daher Redenden immer, wer von ihnen jemals engeren Kontakt zu Migranten hat(te). Und wer davon speziell mit Asylsuchenden.
Die Attitüde ändert sich nämlich ziemlich rasch, wenn man auf einzelne Menschen zu sprechen kommt. Dann ist "der" ja gar nicht gemeint, nur eben "die". Und dann auch noch so viele von "denen".Anstatt über Obergrenzen und Schusswaffengebrauch zu schwafeln und immer neue Abschiebemuster zu entwickeln, sollte man dieselbe Energieleistung lieber in solide, Integration fördernde Programme stecken!
Die den Asylanten und Migranten abverlangten Deutschkurse überhaupt erst einmal schaffen und zur Verfügung stellen, dezentrale Wohnmöglichkeiten anstelle von Massenquartieren bereitstellen, und die berühmt-berüchtigte deutsche Bürokratie dergestalt perfektionieren (Telefon und Computer sind schon erfunden!), dass durch simple Absprache und Bundesländer übergreifenden Informationsaustausch das Chaos der Mehrfach-oder-auch-gar-nicht-Registrierung endlich ein Ende hat.
In den Sonderzügen, mit denen die Menschen von der Grenze zu "Drehscheiben" und Aufnahmestellen gebracht werden, wäre ein mobiler Einsatz zur Datenerhebung und Überprüfung denkbar.
Zustände, wie sie z.B. am Berliner 'LaGeSo' herrschen, sind entwürdigend, durchaus vermeidbar und werden mittlerweile international angeprangert. Zu Recht!Aber:
Man muss wollen, damit es Realität wird, dieses Merkel-Wort vom "Wir schaffen das!"
Die Bevölkerung hat es mehrheitlich getragen, zeigt weiterhin Mithilfe und Spendenbereitschaft. Aber so, wie sich deutsche und EU-Politik gebärden und verweigern -in ihrem Gefolge ein hysterisch kreischender, immer aggressiverer Internetmob, der nicht 'die' Bevölkerung / 'das Volk' repräsentiert- wird man scheitern.Wer dabei auf der Strecke bleiben wird, sind wir Alle.
Wir Alle würden verlieren - Hoffnung, Mitmenschlichkeit, Offenheit und unsere ... neuerdings immer wieder gern gerühmten ... "deutschen Werte". -
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