Ihr kennt die Kölner Band 'Schlagsaite'.
Aber kennt ihr auch die Leipziger 'SchlagsAite' ??
Hier sind sie:
Was hörst du gerade?
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Ich höre grad ein Lieblingslied, von BRINGS.
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Ihr hab's sicher mitbekommen: Roberta Flack ist gestorben.
Sie litt an ALS, einer unheilbaren, schweren Erkrankung des Nervensystems, und wurde 88 Jahre alt.
Vermutlich kennt jeder ihren weltberühmten Hit 'Killing me softly...' Ich höre gerade ein anderes, nicht weniger berührendes Lied von ihr: 'Play Misty for me - The first time I ever saw your face' -
Anlässlich des Festivals im Friedenspark höre ich gerade ein Lied zur Stadtgeschichte, genauer: eines zum Schicksal der Edelweißpiraten.
Dargeboten von den Bläck Fööss : -
Ich höre gerade, und immer wieder gern, ein Lied, das voller melancholischer Zärtlichkeit die Stimmung eines perfekten Sommertags einfängt -
Dota Kehr: "Sommer"
Einfach schön! -
Heute, am "Totensonntag", höre ich ein Oldie,
Hannes Wader, "So trolln wir uns": -
Es gibt ihn noch, den guten alten Protestsong...
Gerade hat Bruce Springsteen einen rausgebracht und widmet ihn den »Menschen von Minneapolis, unseren unschuldigen zugewanderten Nachbarn und dem Andenken von Alex Pretti und Renée Good«, den Ermordeten und Opfern von ICE, "König Trumps Privatarmee".
Danke, 'Boss'!
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Nachtrag:
Niedecken zu Springsteen-Protestsong: "Bruce weiß, was die Stunde geschlagen hat"
Stand: 29.01.2026, 21:29 Uhr
ZitatAlles anzeigenSpringsteens neuer Anti-Trump-Song ist ein Hit im Netz. Solches Engagement sei rar, sagt BAP-Legende Niedecken im WDR-Gespräch.
Gegen Donald Trumps harte Linie in der Einwanderungspolitik formiert sich immer stärkerer Widerstand in den USA - zunehmend auch in der Kulturszene. Am Mittwoch veröffentlichte Rock-Legende Bruce Springsteen ("Born in the U.S.A.") einen neuen Song, in dem er die "Schläger" von "König Trump" kritisiert: die Bundesbeamten der Einwanderungs- und Grenzschutzbehörde ICE, die täglich Einwanderer aus ihren Häusern und Autos zerren,
Dabei wurden in den vergangenen Wochen durch ICE-Kräfte in Minneapolis auch zwei US-Bürger erschossen: Zuerst Renée Good in ihrem Auto, wenige Tage später der Krankenpfleger Alex Pretti.
In dem Lied "Streets of Minneapolis" singt Springsteen über eine brennende Stadt "unter den Stiefeln der Besatzer". Dieser musikalische Protest erinnert an die große Aktion "Arsch huh", bei der 1992 auf dem Kölner Chlodwigplatz Musiker und Bands gemeinsam gegen Rassismus und Neonazis protestierten. Zuvor hatte es mehrere Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und Übergriffe auf Menschen ausländischer Herkunft in Deutschland gegeben. 100.000 Menschen kamen damals.
Kölsch-Musiker Wolfgang Niedecken, Frontmann der Kölsch-Band BAP, würdigt die Aktion seines Freundes Springsteen. Solches Engagement sei rar.
WDR: Es hat Sie vermutlich nicht so richtig überrascht, dass Springsteen die Verhältnisse in den USA jetzt musikalisch auch mal aufgreift.
Wolfgang Niedecken: Er hat ja die komplette Welttournee über am Anfang seines Auftritts eine sehr tolle Rede gehalten, wo er die amerikanischen Probleme aufgreift und Stellung bezieht. Er ist ja keiner, der sich duckt. Er hatte auch bei der US-Wahl eindeutig für die Demokraten Partei genommen. Er sieht das auch als seine Pflicht an. Ich hab ihn ja kennengelernt vor über 20 Jahren. Bruce ist wirklich ein politisch sehr interessierter Mensch.
Und er ist einer aus dem Volk. Ungerechtigkeiten - da muss der drüber schreiben, und hat ja auch die Möglichkeit, an viele Leute ranzukommen. Das ist ja sehr selten, dass sich ein Künstler dermaßen positioniert. Es gibt natürlich auch solche, die sagen "Ich will das nicht, da müssen die Leute selber drauf kommen". Aber ich glaube, der Bruce weiß, was die Stunde geschlagen hat: Wenn das noch weitergeht, haben wir irgendwann keine Freiheiten mehr. Das schwappt natürlich auch auf Europa über. Bei uns ist die AfD die zweitstärkste Partei, da muss man sich auch gegen stellen.
WDR: Der Song "Streets of Minneapolis" wird ja im Netz millionenfach geklickt. Aber auf Facebook schreiben manche auch "bitte einfach singen, Bruce, keine Politik machen wollen". Was sagen Sie denn denen?
Niedecken: Die Meinung kann man haben, ist ja ein demokratisches Land. Aber Bruces Entscheidung ist ja seine Entscheidung, und wenn er es macht, dann ist das in Ordnung. Man muss es sich ja nicht anhören. Aber irgendwie muss der Stein ja ins Rollen gebracht werden.
WDR: Sie kennen ja das Bedürfnis, auch selber explizit politische Lieder zu schreiben - zum Beispiel "Kristallnacht" von 1982. Aber kann man damit auch Menschen erreichen, die vorher eine ganz andere Meinung hatten und die sozusagen umdrehen?
Auch der inzwischen verstorbene FDP-Politiker Gerhart Baum sprach beim Arsch-Huh-Konzert
Niedecken: Das ist eine sehr schwierige Diskussion. Die Medien haben sich ja auch komplett geändert. Politische Lieder laufen ja nicht im Tagesprogramm eines Senders. Das wird vielleicht ab und zu mal aus der Kiste geholt und dann läuft so ein Song wie "Kristallnacht". Aber die neuere Songs, die ich auf Bap-Alben geschrieben habe, wie "Ruhe vorm Sturm" oder "Absurdistan" - die laufen normalerweise nicht im Radio. Da gibt es mittlerweile ein paar Songs, die im Archiv sind, die dann immer wieder gespielt werden. Aber die neuen aktuellen politischen Songs, die werden nicht gespielt und das müsste sich irgendwann mal ändern.
WDR: 1992 ist in Köln die Kampagne "Arsch huh, Zäng ussennander" gegen rechte Gewalt entstanden. Im Song dazu heißt es: "Wird Zeit, dass man was tut, dass man den Mund endlich aufkriegt. Wenn wir den Arsch nicht hochkriegen, ist es eines Tages zu spät." Das klingt sehr aktuell, oder?
Niedecken: Ja. Und das war '92. Damals, als die Asylantenheime zum ersten Mal brannten, haben wir in Köln dieses große Konzert auf dem Chlodwigplatz organisiert mit der kölschsprachigen ...
WDR: Prominenz.
Niedecken: Ja, und da hat die Stadt komplett zusammengehalten. Das war ein einmaliges Ding. Sowohl der WDR wie auch das Medienhaus, alle Radiostationen, die haben alle mitgemacht und alle an einem Strang gezogen. Weil, es war dringend. Es wurde allen bewusst: Hoppla, es ist jetzt Zeit, dass man was dagegen setzt.
WDR: Aber darf sowas einmalig bleiben? Auch bei uns sind die politischen Verhältnisse ja zum Teil beunruhigend.
Niedecken: Je nach Thema kann es auch sein, dass sich Leute wieder zusammenfinden. Aber wenn das so einfach wäre, dass man einen Song dagegen schreibt und dann hat sich das Problem erledigt, dann würde ich jeden Tag einen Song schreiben gegen irgendwelche furchtbaren Probleme. Aber das ist es nun mal nicht. Das ist ganz, ganz viel Medienarbeit - und die Medien haben sich eben auch total geändert mittlerweile. Mittlerweile sind die Menschen an diesen Häppchenjournalismus gewöhnt, an den Überschriftenjournalismus.
Viele Leute wollen nicht mehr nachdenken, die sind bequem geworden und denken, es wird schon irgendwie gut gehen und ich wähle dann die, die mir am meisten versprechen. Für mich ist das Allerwichtigste, dass die Leute dazu gebracht werden, sich selber politisch zu informieren. Dann werden sie schon auf den richtigen Trichter kommen. Man kann nicht den Leuten alles vorkauen. Demokratie ist Arbeit, man muss Zeitungen lesen, man muss sich wirklich bilden.
Das Interview führte Edda Dammmüller.
WDR
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