Der Islam gehört zu Deutschland?


  • Deshalb finanzieren Saudi-Arabien und Katar, die wohl reichsten Länder der Erde, auch weltweit den Fundamentalismus und Terrorismus.


    Und inwiefern widerspricht das nun escapes Behauptung? Saudi Arabien und Katar können doch den fundamentalistischen Terrorismus dazu benutzen um ihre Macht auszubreiten.


    So wurde es schon immer in der Welt gehandhabt. Die Reichen und Mächtigen haben Krieg geführt um noch reicher und mächtiger zu werden. Um ihr Ziel zu erreichen missbrauchen sie moralische Ideen wie Religion, Ideologie etc. um ihre Untergebenen von der Richtigkeit ihres Unterfangens zu überzeugen. Hat ja noch kein Mächtiger einen Krieg gewonnen, in dem er sich ein Schwert schnappte und auf den Feind losstürmte. Er brauchte immer eine Armee loyaler Idioten, die seinen Willen für richtig hielten.


    So funktioniert Macht: Man lässt merkbefreite Menschen für sich schuften. Religion ist nur ein Instrument.

  • 'Christliche' 8| Waffensegnungen sind mittlerweile nicht mehr angesagt - soweit ich weiß, seit einigen Jahren sogar verboten.
    In der Auseinandersetzung mit dem Islam in Deutschland nutzt es leider relativ wenig darauf hinzuweisen, dass auch die Christen im Namen Gottes grässliche Verbrechen begangen haben. Ebenso wenig hilft der Verweis auf 'verfeinertes Gewaltpotential' - obgleich das alles inhaltlich völlig richtig ist. :thumbup:


    Vorerst bleibt uns das Problem, dass sich muslimische Fundamentalisten auf eine vor Jahrhunderten praktizierte Rechtsordung berufen und diese in dieser 'modernen' Zeit blutig wiederbelebt haben.
    Die Fassungslosigkeit über blutrauschähnliche Brutalität der Aktionen im 'Namen Allahs' betrifft ja Muslime wie Andersgläube gleichermaßen. Zuvorderst sind es aber Muslime, die dieser 'Rechtsprechung' zum Opfer fallen, was leicht übersehen wird.
    Hinzu kommt, dass durch die Vielfalt der Glaubensrichtungen innerhalb des Islam keine verbindliche Morallehre für Alle existiert. Damit kann, durch Vielsprachigkeit noch begünstigt, manch einer zum 'Rechtgelehrten' und 'Koranlehrer' aufsteigen und unkontrollierbar als religiöse Autorität gelten und sein Unwesen treiben (lassen).


    Dass sich moderne Muslime angewidert vom Tun der ultra Orthodoxen abwenden und beteuern, dies sei eine Pervertierung der Lehre Allahs, bzw. Mohammeds, ist nur zu verständlich. Aber um das Treiben der Rückwärtsgewandten zu beenden, wäre es nötig, ihnen konsequent die Autorität der Lehre abzusprechen und gleichzeitig öffentlich und kraftvoll die andere Seite des Islam vorzuhalten, wie sie von Muslimen in Deutschland ganz selbstverständlich praktiziert wird.


    Wie das bei all der inhaltlichen Vielfalt sowie den ausgeprägten Machtansprüchen in den islamischen Ländern -man denke an Saudi-Arabien- erfolgreich geschehen soll? Ich kann's nicht sagen.


    Bleibt das Fazit, in Deutschland soviele persönliche Kontakte wie möglich zu knüpfen. Endlich diese Barrieren der Berührungsangst zu kippen! Vor allem, nicht in jedem muslimisch-deutschen Mitbürger einen potentiellen Terroristen zu sehen. Auch dann nicht, wenn die Leut' als exotisch erscheinende Gestalten mit Käppi und weiten Hosen oder Gewändern daherkommen. Das ist oft nix weiter als bäuerliche Traditionspflege aus dem Heimatdorf von einst .... ;)



  • Christliche' 8| Waffensegnungen sind mittlerweile nicht mehr angesagt - soweit ich weiß, seit einigen Jahren sogar verboten.

    Wurde schon in den Weltkriegen nicht mehr gemacht, jedenfalls nicht von der kath. Kirche. Offiziell verboten wurde dieser mittelalterliche Brauch beim Zweiten Vat. Konzil 1962.
    Wird aber immer noch gerne genommen wenn einem sonst kein Vergleich zur islamischen Gewalt mehr einfällt.

    In der Auseinandersetzung mit dem Islam in Deutschland nutzt es leider relativ wenig darauf hinzuweisen, dass auch die Christen im Namen Gottes grässliche Verbrechen begangen haben. Ebenso wenig hilft der Verweis auf 'verfeinertes Gewaltpotential' - obgleich das alles inhaltlich völlig richtig ist. :thumbup:

    Stimmt nutzt gar nichts. Aber auch hier: Siehe oben. Verbrechen aus dem Mittelalter müssen für Verbrechen heute herhalten. Als wenn da ein Zusammenhang bestünde.


    Dass sich moderne Muslime angewidert vom Tun der ultra Orthodoxen abwenden und beteuern, dies sei eine Pervertierung der Lehre Allahs, bzw. Mohammeds, ist nur zu verständlich. Aber um das Treiben der Rückwärtsgewandten zu beenden, wäre es nötig, ihnen konsequent die Autorität der Lehre abzusprechen und gleichzeitig öffentlich und kraftvoll die andere Seite des Islam vorzuhalten, wie sie von Muslimen in Deutschland ganz selbstverständlich praktiziert wird.

    Absolut richtig. Diese Auseinandersetzung muss allerdings seitens der Muslime stattfinden. Wir können da nicht reinreden. Das würde falsch aufgefasst. Nur sehe ich das nicht. Wenn man sich diverse Talkshows anschaut, sieht man die üblichen Verdächtigen der muslimischen Verbände (allesamt stockkonservative, türkisch gesteuerte Marionetten), die wie ein Duracelläffchen wiederholen, dass das alles nichts mit dem Islam zu tun hat.
    Der deutsche Staat sollte sich dringend andere Gesprächspartner suchen. Dass diese Leute einen Anspruch haben die Muslime hierzulande zu vertreten, halte ich für falsch. Vielleicht sollten die "normalen" Muslime einen neuen Verband gründen, der keine Befehle der türkischen Regierung entgegen nehmen muss.

    Vor allem, nicht in jedem muslimisch-deutschen Mitbürger einen potentiellen Terroristen zu sehen. Auch dann nicht, wenn die Leut' als exotisch erscheinende Gestalten mit Käppi und weiten Hosen oder Gewändern daherkommen. Das ist oft nix weiter als bäuerliche Traditionspflege aus dem Heimatdorf von einst .... ;)

    Habe ich auch mal so gesehen. Ist aber schon was her. Ich sehe das mittlerweile anders. Insbesondere wenn die "exotisch erscheinenden Gestalten" junge Leute sind, die hier aufgewachsen sind. Und bei Konvertiten ganz besonders.


  • Zu deinen ersten beiden Kommentaren, die sich letztlich auf escapes Posting #9 beziehen:
    - Mixa hat lt. Wikipedia im Jahr 2001 darauf hingewiesen, Waffensegnungen seien mittlerweile "unzulässig".
    - Inhaltliche Zusammenhänge bestehen schon, wo Religion noch lebensbestimmend ist, gibt's auch Parallelen.


    Diese Auseinandersetzung muss allerdings seitens der Muslime stattfinden. Wir können da nicht reinreden. Das würde falsch aufgefasst. Nur sehe ich das nicht. Wenn man sich diverse Talkshows anschaut, sieht man die üblichen Verdächtigen der muslimischen Verbände (allesamt stockkonservative, türkisch gesteuerte Marionetten), die wie ein Duracelläffchen wiederholen, dass das alles nichts mit dem Islam zu tun hat.


    Der deutsche Staat sollte sich dringend andere Gesprächspartner suchen. Dass diese Leute einen Anspruch haben die Muslime hierzulande zu vertreten, halte ich für falsch. Vielleicht sollten die "normalen" Muslime einen neuen Verband gründen, der keine Befehle der türkischen Regierung entgegen nehmen muss.


    Ich sehe, dass du den Muslimen konkret vorschlagen kannst, wie sie zu agieren hätten, was mir aber nicht ganz so praktikabel erscheint , eingedenk der Fakten zu Nationalitäten, Sprachen, Glaubensunterschieden, Herkunft, moderner oder konservativer Religionsbetrachtung und -Auslegung. Deine "Duracelläffchen", die dabei oft sogar die offenere Haltung repräsentieren, gehören dazu.


    Mit Blick auf das Thema des Threads: Hast du auch Vorschläge für dich selbst und den 'normalen' Nichtmoslem in Deutschland?


  • Mir geht dieses ständige, reaktionäre Wiederholen von "das hat nichts mit dem Islam zu tuen", allerdings auch ziemlich auf den Zeiger. Wir Christen akzeptieren doch auch, daß Mittelalter, Inquisition und die Kreuzzüge etwas mit dem Christentum zu tuen haben. Nur diese Akzeptqnz ermöglichte überhaupt die damals notwendige, intellektuelle Betrachtung der Metaphysik, die letztendlich zur Aufklärung führte.


    Der Islam ist ebenfalls nichts weiter als eine metaphysische Idee. Mit welchem Argument können moderate Muslime erklären, daß ihre Auslegung des Islams die Richtige ist und die Terroristen garnichts mit dem Islam zu tuen haben?
    Das behaupten nicht nur Talkshow-Gäste. Im Internetz kann man sich mit Muslimen auf der ganzen Welt unterhalten und von Indonesien bis in die USA leiern die fast alle diese Parole runter.


    Für mich klingt das immer so als wolle der gemäßigte Islam das Problem nur zur Seite schieben, damit er sich nicht unangenehmerweise damit auseinandersetzen muss. So werden sie aber selber zum Teil des Problems. Durch Ignoranz löst man keine Probleme. Böse Menschen haben nur deswegen Erfolg, weil die guten Menschen sie gewähren lassen.

  • Zitat

    Wir Christen akzeptieren doch auch, daß Mittelalter, Inquisition und die Kreuzzüge etwas mit dem Christentum zu tuen haben.

    Wir hatten ja mittlerweile genug Zeit, uns damit auseinander zu setzen.




    Zitat

    Mir geht dieses ständige, reaktionäre Wiederholen von "das hat nichts mit dem Islam zu tuen", allerdings auch ziemlich auf den Zeiger


    Es kann einem wirklich gewaltig auf die Nerven gehen, wenn stets die Anderen für Missstände verantwortlich gemacht werden und eigene Anteile -und sei es lediglich durch gemeinsame Wurzeln, wie hier der Koran- ignoriert werden. Da geraten Diskussionsversuche schon mal zum Griff in den Pudding.
    (Was bekanntlich nicht nur für das Thema Religion, bzw.das Verhalten von Muslimen gilt.^^)


    Welche Schlüsse ziehst du konkret ?


    So, wie Tex es vorschlägt - ohne eigenes "reinreden" darauf bauen, dass die hier ansässigen Muslime " einen neuen Verband gründen, der keine Befehle der türkischen Regierung entgegen nehmen muss" ? Dabei bliebe unberücksichtigt, dass nicht nur türkischstämmige Muslime in Deutschland wohnen -auch, wenn sie die größte Gruppe bilden- und dass gerade die derzeitige türkische Regierung schwerlich auf ihre Einflussmöglichkeit verzichten wird.
    "Der deutsche Staat sollte sich dringend andere Gesprächspartner suchen." Okay, wäre eine Möglichkeit. Eine richtungweisende Einflussnahme wird dennoch nur schwer zu bewerkstelligen sein. Stichworte: 'Religionsfreiheit' und 'Vielfalt'.

    Insbesondere wenn die "exotisch erscheinenden Gestalten" junge Leute sind, die hier aufgewachsen sind. Und bei Konvertiten ganz besonders.

    Zustimmung.

  • Ich sehe, dass du den Muslimen konkret vorschlagen kannst, wie sie zu agieren hätten, was mir aber nicht ganz so praktikabel erscheint , eingedenk der Fakten zu Nationalitäten, Sprachen, Glaubensunterschieden, Herkunft, moderner oder konservativer Religionsbetrachtung und -Auslegung.


    Wie du ja selber schon geschrieben hast, sind hier bei uns die Türken die größte Gruppe der Muslime. Da sollte man ansetzen. Es löst nicht alle Probleme, wäre aber ein wichtiger Anfang und die Öffentlichkeit würde deutlicher mitkriegen, dass bei weitem nicht alle auf der Linie der DITIB-Köppe sind.


    Was wir selbst entscheiden können, oder besser gesagt unsere Politiker, ist mit wem wir bei den diversen "wir und der Islam"-Konferenzen reden. Ich habe den Eindruck, dass viele Politiker gar nicht wissen mit wem sie da am Tisch sitzen. Da wird höflich genickt und später werden westlich orientierte Muslime regelmäßig von den konservativen Hardlinern rausgemobbt. Diesen Verbänden ist nur an der eigenen Machtvermehrung gelegen. Die wollen, mit viel Geld aus Ankara, die Deutungshoheit über die hiesigen Muslime behalten. Deren Probleme interessiert die einen Scheiss.

  • Wir hatten ja mittlerweile genug Zeit, uns damit auseinander zu setzen.


    Ja, wir haben ein paar Jahrhunderte Vorsprung, aber inwiefern soll das die Moslems davon abhalten unsere Ideen der Aufklärung zu übernehmen? Wenn ich heute eine Religion gründen würde könnte ich dennoch akzeptieren, daß fanatische Spinner im Namen dieser Religion Gewalt ausüben.


    Als FC-Fan akzeptiere ich auch, daß FC-Hooligans im Namen meines Vereins Gladbacher mit Steinen beschmeissen. Die gutmenschliche Lügenpresse behauptet zwar immer, daß seien keine Fans, aber die haben mit Aufklärung bekanntlich auch wenig am Hut.


    Welche Schlüsse ziehst du konkret ?


    So, wie Tex es vorschlägt - ohne eigenes "reinreden" darauf bauen, dass die hier ansässigen Muslime " einen neuen Verband gründen, der keine Befehle der türkischen Regierung entgegen nehmen muss" ? Dabei bliebe unberücksichtigt, dass nicht nur türkischstämmige Muslime in Deutschland wohnen -auch, wenn sie die größte Gruppe bilden- und dass gerade die derzeitige türkische Regierung schwerlich auf ihre Einflussmöglichkeit verzichten wird.


    Ich sehe das Problem nicht nur in Deutschland, sondern allgemein im Kollektiv des Islam verankert. Einen Verband auszutauschen wird von daher nur wenig bringen, wenn die sich auch immer nur in Opferrollen vermuten und jegliche Schuld an Gewalt vom Islam leugnen.


    Der Islam muss begreifen, daß er eben auch nur eine metaphysische Idee ist, dessen veraltete Regeln im heutigen Zeitgeist viele Zweifel und Interpretationen zulassen. Erst dann haben sie auch die nötige Einstellung um effektiv gegen den Islamiamus vorzugehen.

  • Den unheilvollen Sog veröffentlichter Meinung und seine Auswirkung auf das allgemeine gesellschaftliche Klima kann man garnicht oft genug beleuchten, deshalb hat Hagen Rether noch einmal das Wort. Das Programm ist Jahre alt, aber immer noch aktuell, meine ich.
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=QL65dcC_UNM[/video]

    Zur Eingangsfrage und der Überlegung, die dahintersteht ... soll heißen: was zu Deutschland gehört ist gut. Was nicht gut ist, gehört eben nicht zu Deutschland.
    Ist das so??

  • Die letzte Antwort auf dieses Thema liegt mehr als 365 Tage zurück. Das Thema ist womöglich bereits veraltet. Bitte erstellen Sie ggf. ein neues Thema.