Was ist los in Lamaland?

  • Kann man in Vene eigentlich auch digital arbeiten?

    Kann man. Wird fast nur noch gemacht, weil eben nicht genug Bargeld vorhanden ist. Entweder mit der Bankkarte per "punto", was so viel wie Blitzueberweisung durch kleines Geraet an der Kasse heisst, oder "transferencia", da ueberweist Du per Handy das Geld an das gewuenschte Konto. Alles sehr bequem und schnell, wenn das Internet funzt. Und in letzter Zeit ist das so bei uns.

    Wie schon geschrieben, mit "efectivo" kaufe ich bei den Strassenhaendlern bis zu 70 % billiger ein.

    Soll heissen, ich bin "scharf" auf cash, wenn ich bezahlt werde.

  • Zitat

    Kann man in Vene eigentlich auch digital arbeiten?

    Ich meinte eigentlich, reine digitale Jobs. Ich wäre z.B. ohne Netz aufgeschmissen. Ich stelle digitale Designs in hoher Auflösung her und schicke sie rund um den Globus wo sie weiterverarbeitet und auf allerlei Zeugs gedruckt werden. Meine Dateien haben gigabyte Größe und sind selbst komprimiert noch einige 100mb groß. Ich hätte Problem mit instabilen Stromnetzen oder Wan (world area network, sprich unser www)-Netzen. Wenn ihr allerdings digital bezahlt . muss ja auch Netz da sein. Stimmt. wird aber wahrscheinlich wie hier auch am Standort liegen, wie schnell man wo im Land damit unterwegs sein kann. Caracas hat da wahrscheinlich mehr zu bieten als ein kleines Nest im Nirgendwo.


    hier steht mehr dazu:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Internet_in_Venezuela

  • Caracas hat da wahrscheinlich mehr zu bieten als ein kleines Nest im Nirgendwo.

    Mit Sicherheit. Aber ich wohne in der zweitgroessten Stadt Venezuelas, dh. in einer Kleinstadt 30 km vor Maracaibo entfernt. Maracaibo ist digital bestens ausgestattet. Auch das I-net ist schnell. Das funzt aber nur, wenn regelmaessig Wartung vorgenommen wird. Und da sieht es nicht immer zeitgemaess aus.

    Kleine Nester haben wir auch. Die unterhalten sich noch mit Rauchzeichen 8o

    Ich meinte eigentlich, reine digitale Jobs.

    Si señor, si hay. Haben wir auch. Einer meiner Englischschueler z.B. arbeitet nur per i-net fuer eine Firma in den USA. Auch vor der Coronakrise.

    Also ganz so weit hinter´m Jupiter sind wir nicht mehr. :)

  • Ich wohne in einem Land mit den groessten Oelreserven und bekomme tagelang keinen Sprit.


    Na Ja, du weist aber schon das die OPEC Länder ihre jeweilige Förderquote nach Reserve berechnen.

    Das Kartell erlaubt jedem, im Verhältnis zu seiner "vermuteten " Ölreserven im Boden, zu verkaufen/fördern.

    Der Logik nach sind die mengen im boden Weltweit seit 25 Jahren "gewachsen" wenn die Staaten Geld brauchten....

    Gerade in Vene würde es nicht verwundern wenn von heut auf morgen das Öl Plötzlich doch alle ist....;)

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    Verrückte ?? Verrückte explodieren nicht wenn das Sonnenlicht sie trifft, ganz egal wie verrückt sie sind. :pinch:

  • Gerade in Vene würde es nicht verwundern wenn von heut auf morgen das Öl Plötzlich doch alle ist.... ;)

    In der Hinsicht, dass "ploetzlich" von heut auf morgen das Oel alle ist, kann ich beruhigt schlafen. Wir haben ein anderes Problem. Korruption, Misswirtschaft und mangelnde Fachkraefte. Seit Chavez im Jahre 2002 nach einem Putschversuch alle Facharbeiter gefeuert und strunzdumme Indios eingesetzt hat, die weder eine Schul-, noch Fachausbildung hatten, ging es tapfer bergab. Dafuer waren die neuen Jungs alles Pazifisten. :(:thumbdown:

  • Na ja, mit dem "Gesinnung" vor Kompetenz kann man hadern, kann man aber auch befürworten...langfristiger.

    Der Kern meiner aussage betrifft das aber nicht. Angeblich ist heute 10x mehr Öl in der Erde als vor 50 Jahren, und das

    obwohl der verbrauch sich ver-fünf-facht hat...

    Dies ergab sich zeitgleich mit dem OPEC-Kartell der Förderquoten bzw. dem recht auf Geldschäffeln.Was heist:

    " Je mehr du in der Erde hast, desto mehr darfst du fördern&Verkaufen."....... ergo alle lügen. Quatschen

    von gigantischen Ölreserven im Boden, um mehr fördern zu dürfen, ohne den (Kartell) preis dabei zu zerstören.

    Ob die weltweiten Reserven tatsächlich den Tatsachen entsprechen wird von den meisten seriösen

    analysten bezweifelt.

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    Verrückte ?? Verrückte explodieren nicht wenn das Sonnenlicht sie trifft, ganz egal wie verrückt sie sind. :pinch:

  • " Je mehr du in der Erde hast, desto mehr darfst du fördern&Verkaufen.".


    Selbst, wenn wir pro Tag 20 Millionen Barril foerdern duerften, lieber Wigger, wir schaffen im Augenblick nicht mehr als 400.000 Barril pro Tag. Verstehst Du, was ich dir deutlich machen will ?? Das reicht nicht einmal, um uns selbst mit Benzin zu versorgen. Dank dem nicht vorhandenen Sozialismus mit seiner verbundenen "Mistwirtschaft" :cursing::thumbdown:

  • Sorry, aber manchmal kommst du wie ein Opfer des Sozialismus rüber, was du ja bestimmt nicht bist.Wie hättest du sonst freiwillig in das Land finden können ??? Zugegeben lebt es sich hier scheinbar luxuriöser als bei dir in Vene, ob auch zufriedener kannst du wohl besser beurteilen, liegt dann aber auch in deinem Auge (des Betrachters).

    Wenn aber ein Land, so massiv boykottiert wird wie Vene, seit Jahrzehnten, sollte doch eigentlichen "Jetzt erst recht" Gefühl nicht, nur bei Indios auftauchen.

    Hast du das nie ????

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    Verrückte ?? Verrückte explodieren nicht wenn das Sonnenlicht sie trifft, ganz egal wie verrückt sie sind. :pinch:

  • Wenn aber ein Land, so massiv boykottiert wird wie Vene, seit Jahrzehnten, sollte doch eigentlichen "Jetzt erst recht" Gefühl nicht, nur bei Indios auftauchen.

    Hast du das nie ????

    DAS ist eben der grosse Irrtum. Vene wurde nicht seit Jahrzehnten boykottiert, sondern trotz angeblichem Socialismo umgarnt und gebauchpinselt. Warum wohl? Weil die Nachfrage nach Erdoel so immens war, und wir haben davon mehr als wir foerdern koennen, dass die Abnehmer Schlange standen. Wir konnten uns die Kunden aussuchen.

    Die strengeren Sanktionen finden erst seit 1 1/2 Jahren durch Trump statt.


    Again. Die Sanktionen beschraenkten sich anfangs auf einzelne Personen der venezolanischen Regierung, nicht etwa gegen das Volk.

    Dass es uns kontinuierlich schlechter ging und geht, liegt nicht in erster Linie an den Sanktionen, sondern an der Unfaehigkeit der Riegierung samt seinen Anhaenger.