El comandante Hugo Chavez Frias ist tot

  • Aha, du meinst wohl Kuddel Schnööf?!


    hummm....nicht ganz.
    so ähnlich aber....
    Man stelle sich nur einmal vor die Menschen würden die verarsche mit der "Bankenrettung"
    wenigstens ansatzweise kapieren
    ...worum es tatsächlich geht beim "Riestern", S-21 oder
    aktuellen Strompreiserhöhungen...
    Mir Persönlich würde es schon genügen das sich jeder die zahl 1 Milliarde verinnerlicht.
    ..mal in Lebensarbeitszeit/en umrechnet, damit ein gefühl entsteht was uns so weis gemacht wird.


    Sicher bisschen viel für den durchschnittsmichel/kuddel ;)

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    Verrückte ?? Verrückte explodieren nicht wenn das Sonnenlicht sie trifft, ganz egal wie verrückt sie sind. :pinch:

  • Öööhm, mal zum Thema^^ zurück...

    Mindfreak,

    du bist nach meiner Kenntnis der Einzige hier, der Venezuela "von innen" kennt.
    Interessanter als allgemein politische Betrachtungen -die bekommen wir ggf. aus der Presse-
    wäre mir eine Schilderung der konkreten Auswirkungen dieses 'Chávez-Sozialismus' im Alltagsleben.


    In welcher Weise ist dadurch das/dein ;) Leben in Vene anders als in Deutschland?
    Welche Vor- und Nachteile für die Bevölkerung hast du gesehen und selbst erlebt?
    Was gälte es deiner Meinung nach zu bewahren? Was sollte dringend anders gemacht werden?


    Das sind Einblicke, die uns kein Auslandskorrespondent bieten kann.
    Du lebst dort, erzähl uns davon, bitte!


    Ich schon mal...

  • Vielleicht kriegt Venezuela nun so einen marktliberalen Sozialismus wie in China. Das ist doch momentan der Hit in Entwicklungsländern. Garantiert sehr schnelles, wenn auch wenig nachhaltiges, Wachstum.


    Wobei der Chavez-Sozialismus sicher auch sehr viele Vorzüge hat. Zumindest solange das Wetter schön ist.


    Ich mein du bist ja auch nicht umsonst in dieses Land gezogen und hast es dir in diesem System gut gehen lassen. :)

  • Bueno, das Leben hier unterscheidet sich in vielen Dingen gegenueber anderen Laendern, insbesondere Deutschland. Das ist aber nicht dem "Sozialismus" geschuldet, sondern der Mentalitaet der Venezolaner und des Klimas.

    Vorteile durch Chavez entstanden in erster Linie der wirklich armen Bevoelkerung. Das sind aber, um es genauer zu sagen: Augenwischereivorteile. Denn: die meisten leben immer noch wie vor 14 Jahren in bitterer Armut. Der Grund: Ihre Bildung und Ausbildung. Das hat Chavez erkannt und den Hebel dort angesetzt. Kinder bekommen in den oeffentlichen Schulen zwei Mahlzeiten. Gratis. Die Gesamtbevoelkerung kann die Hospitaeler mit samt ihrer medizinischen Versorgung kostenlos nutzen. Lebensmittel werden in bestimmten staatlichen Laeden bis zu 70 % billiger angeboten als in den Supermaerkten. Fuer ALLE !

    Auf den ersten Blick sieht das sehr gut aus. Ist es auch fuer "Habenichtse". Aber: und das ist fuer mich die Umkehrseite dieses idiotischen Chavez-sozialismus. Es profitieren, wie fast immer, noch mehr die Reichen von diesem System. Ein Sozialstaat muss sich finanzieren. Woher kommen also die "guten Gaben" der Chavezregierung ? nun, jedenfalls nicht von der Spendenfreudigkeit der "Ricos", sondern aus dem Erloes des verkauften Erdoels. Fuer umsonst Bus fahren ist zwar sehr angenehm, aber ich brauche nichts gratis. Diejenigen, die diesen Service in Anspruch nehmen muessten, wohnen so weit davon entfernt, dass sie nicht in den Genuss kommen.
    Einige Nachteile fuer Wohlhabende besteht darin, dass sie diktiert bekommen, wie viel Geld sie umtauschen duerfen. Es darf nichts ins Ausland transferiert werden. Nur Firmen, die von dort importieren. Im Jahr bekommt man vom Staat als Privatmann 3.500 $, aber nur, wenn man eine Kreditkarte besitzt, um damit ins Ausland fahren/fliegen zu koennen. Hinzu kommt, dass man nachweisen muss, wofuer die Dollars ausgegeben wurden. Das sind Restriktionen, mit denen ich mich nicht anfreunden kann. Es soll verhindert werden, dass die von der Regierung ausgebenen Dollar, zum offiziellen Kurs, auf dem Schwarzmarkt zum viermal hoeheren Preis verkauft werden.

    Dieser "mercado negro" entstand ja nur durch diese diktatorischen Massnahmen, die fuer Chavez schluessig waren, weil er eine Kapitalflucht befuerchtete. Kapitalflucht entsteht aber nur, wenn es im eigenen Land nicht vorwaerts geht, weil eine Restriktion die naechste abloest.

    Was also gilt es, zu bewahren? Als erstes: Die arme Bevoelkerung mit ausreichend Lebensmitteln zu versorgen und ihnen ein Minimum an Lebensqualitaet zu bieten.


    Was dringend verbessert werden sollte: Die hohe Arbeitslosigkeit zu verringern, die Korruption, die durch Chavez noch aggressiver wurde, anstatt, wie er versprach, abzuschaffen. Sie ist nicht zu eliminieren, aber man kann sie durch drastische Strafen eindaemmen. Die Kriminalitaet wurde von Chavez nicht bekaempft, sondern gefoerdert. Polizei , Guardia Nacional und Banditen arbeiten wie eine Firma Hand in Hand zusammen. Die Richter sind zugunsten der Chavezregierung ausgewaehlt. Eine echte Rechtssprechung gibt es bei uns nicht. Vetternwirtschaft in unfassbarem Ausmass. Freunde wurden mit Petrodollar gekauft.


    Wir bekommen Energie fast geschenkt. Das ist natuerlich nur fuer diejenigen "toll", die fahrbare Untersaetze besitzen. Die Ghettopeople merken davon nuescht, weil sie sich keine Fahrzeuge leisten koennen. Also: Wieder profitiert die Mittel- und Oberschicht davon. Energie muss verteuert werden, um damit sorgsam umzugehen. Das hat hier aber noch keiner begriffen. Stattdessen bekomme ich viermal die Woche den Strom abgeschaltet, weil die Sozialisten glauben, die Reichen zum Sparen erziehen zu muessen. Viele haben deshalb Stromaggregate.


    In den Armenvierteln wird niemals der Strom abgestellt. Wir haben keinen Sozialismus, in dem umverteilt wird, sondern einen Weihnachtsmannstaat, in dem Chavez den santaclaus spielte.

    so, das reicht erst einmal. Es gibt noch viel mehr, was ich zu bemaengeln haette. Aber nicht, weil ich durch den Sozialismus "leide", sondern weil er ungerecht ist. Ich lebe hier wie die sprichwoertliche Made. Kann mir auch teure Importe leisten. Aber das ist nicht der Sinn, dass ein so reicher Staat jeden Mist importieren muss, weil er selbst nicht in der Lage ist, Qualitaet zu produzieren. Firmen mit know how hat Chavez vertrieben, oder verstaatlicht. Ausserdem fliesst zuviel Geld in andere Staaaten, anstatt damit die Kraftwerke und Raffinerien bei uns besser zu warten.

  • Das, was hier momentan passiert, ist so grotesk, dass man als "Aussenstehender" nur unglaeubig den Kopf schuetteln kann.

    Es gibt viele dumme Menschen auf der Welt, aber bei uns scheint die Zentrale zu sein ??
    Am meisten haben die Freunde, die Unterstuetzer Chavez und die Reichen ihm zu verdanken, trotz vieler Einschraenkungen und Behinderungen. Die Armen sind nicht einen Cent wohlhabender geworden. Sie bekamen viel geschenkt, und das werden sie ihm nicht vergessen. Sobald die Quelle versiegt, und sie erkannt haben, dass es ohne funktionierende Wirtschaft nicht geht, wird sich das Blatt eines Tages wenden. Der hohe Oelpreis haelt die momentane Regierung an der Macht.

    Das Volk wird betrogen und belogen. Wie ueberall. Aber ihr habt in Europa die Moeglichkeit, aufzuklaeren. DAS geht hier nur mit grossem Risiko. Opposition ist nicht erwuenscht. Demokratisch waehlen lassen und wie ein Monarch regieren, das war die Politik Chavez. Wenn es in diesem sozialistischen Staat seit Monaten kein Zucker, oder nur rationiert gibt, stimmt etwas im System nicht. Mehl rationiert. Wasser in Flaschen kostet 2.000 mal mehr als Benzin. Das darf alles nicht wahr sein.


    Ich habe mich bei Zeiten eingedeckt und sehe gelassen zu, womit uns diese korrupte Regierung demnaechst ueberrascht. Man kann nicht nur Geschenke verteilen und die Intelligenz aus dem Land ekeln. Mit seinen stupiden Indios konnte er jedenfalls nicht das Land aufbauen.

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