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Dienstag, 27. Januar 2015, 12:00

27. Januar - Auschwitz' Befreiung

“Am 27. Januar 1945 wurde das größte deutsche Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg in Auschwitz von der Roten Armee befreit. Zum 70. Jahrestag kommen Monarchen, Präsidenten und Minister zur Gedenkfeier nach Polen. Russlands Präsident Wladimir Putin wird dagegen fehlen. Der Kremlchef wurde nicht eingeladen.“ (dpa)

27 Millionen tote Sowjetbürger ... vergessen ??
Die Rede von Richard von Weizsäcker ... vergessen ??

Statt eines würdigen Gedenkens und eines leidenschaftlichen Bekenntnisses zu humanistischen, demokratischen Werten, welches auch die heutige junge Wohlstandsgeneration erreichen könnte, plus einer gehörigen Portion Selbstreflektion Aller, sind wieder einmal salbungsvolle Worte und -vor allem aus Polen-
Töne kaum unterdrückter Aggression zu hören.
Die Befreiung von Auschwitz sei nicht eine Leistung der -mehrheitlich russischen- Roten Armee, sondern vor allem die Leistung von Ukrainern?

Zitat

Empörung bei russischen Kommentatoren
Diese Worte empörten viele russische Kommentatoren zutiefst. Der Zweite Weltkrieg heißt in Russland nicht von ungefähr "Großer Vaterländischer Krieg". Die Menschen sind stolz auf den Sieg über den Faschismus, wie es in Russland heißt, und auf den aufopferungsvollen Kampf.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow:
"Ich weiß gar nicht, wie ich das kommentieren soll. Die Rote Armee hat Auschwitz befreit. In ihr haben Russen, Ukrainer, Tschetschenen, Georgier und Tataren gekämpft. Hier mit nationalistischen Gefühlen zu spielen, ist verhöhnend und zynisch.

Tatsächlich waren längst nicht alle Soldaten der Ukrainischen Front auch Ukrainer. Historiker wiesen darauf hin, dass die Bezeichnung nichts mit der Nationalität der Rotarmisten zu tun hatte. Die Ukrainische Front war schlicht derjenige Heeresteil, der die Ukraine zurückeroberte. Schetyna stieß deshalb nicht nur in Moskau, sondern auch in Polen auf Widerspruch.

Andrzej Szeptycki, Ukraine-Experte der Universität Warschau:
"Schetyna wollte um jeden Preis den Russen an den Karren fahren und den Ukrainern beweisen, dass er ein feiner Kerl ist. Aber der Gegenstand der Debatte - die Befreiung von Auschwitz - ist zu ernst für solche Spielchen. Schetyna hat ja noch einmal nachgelegt. Er hat seine Mitarbeiter in die Archive geschickt. Sie sollten beweisen, dass der erste sowjetische Panzer, der die Mauer des Konzentrationslagers durchbrach, von einem Ukrainer gesteuert wurde. Das Ganze nimmt operettenhafte Züge an."
Quelle: Deutschlandfunk

Das Gedenken an die Mordmaschinerie Auschwitz als Vehikel, um sich selbst, die aktuelle Tagespolitik und eigennützige Geschichtsklitterung im medialen Scheinwerferglanz zu präsentieren?

Das ist widerlich!

Zitat


Gedenkfeier ohne Putin

Auschwitz-Überlebender beklagt "politische Instrumentalisierung"
Kremlchef Putin wurde nicht zum Gedenken in Auschwitz eingeladen - für den bekannten Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer ein Unding. Polens Außenminister sorgt derweil mit Aussagen zur Auschwitz-Befreiung für einen Eklat.
Von Helmut Zeller, Dachau
mehr...

Aber es gibt auch eine andere Seite: Vom ungarischen Regierungschef Orbán kommt unverhofft und erstmalig das Eingeständnis, die Deportation ungarischer Juden nach Auschwitz sei damals mithilfe der ungarischen Polizei geschehen.


Mein Gesamteindruck von diesen "Gedenkfeiern" -
Politikerseits überwiegend selbstgerechtes sich auf die Schulter Klopfen oder pastorale 'Betroffenheit', dazu kaum verborgenes Russlandbashing ...
Würdelos!


2

Dienstag, 27. Januar 2015, 13:49

Gedenkfeiern sind oft problematisch, schon weil sie vom Feiern künden, wo es vor allem um Gedenken geht.

Der Holocaust gehört auch für mich
notwendig zum kollektiven Gedächtnis. Wie er da nicht "verloren" geht, weiß ich allerdings nicht so genau.

Patorale Reden passen für mich da nicht ... tägliche "Aufarbeitung" durch Filmberichte, die fast jeder?? schon mehrfach gesehen hat -und die mich gruseln lassen-, brauche ich nicht. Bleiben noch die Talkschows und die Stolpersteine.

Manchmal denke ich, es wird zu viel geredet, wo Handlung angesagt ist. Da beindrucken mich diejenigen, die überlebt haben, aber nach Deutschland zurückgekehrt sind ... die nicht Hass predigen, obwohl sie ihn in der Familie und am eigenen Leib erlebt haben
.

3

Dienstag, 27. Januar 2015, 13:50

Die Politiker aller Seiten sollten am besten den Mund halten und das reden den Überlebenden bzw. den Angehörigen der Ermordeten überlassen.

Keine Siegermacht hat sich vor, während oder nach dem Krieg in der Behandlung der Juden mit Ruhm bekleckert.

4

Dienstag, 27. Januar 2015, 14:05

Für mich geht es da jetzt weniger um "Siegermächte" ... in Deutschland werden schon seit längerem wieder Hakenkreuze an jüdische Gebäude geschmiert ... und "Ausänder raus" scheint gesellschaftsfägig zu werden ... ???

5

Dienstag, 27. Januar 2015, 14:56

Für mich geht es da jetzt weniger um "Siegermächte"
Es ging im Eingangspost um Staaten, also Politiker und wer eingeladen wird oder warum nicht. Schmierereien passen da nicht in Kontext. Das waren wohl keine offiziellen Hakenkreuze.

in Deutschland werden schon seit längerem wieder Hakenkreuze an jüdische Gebäude geschmiert ... und "Ausänder raus" scheint gesellschaftsfägig zu werden ... ???
Das ist widerlich und beschämend. Noch beschämender ist für mich, dass in Großstädten Juden von arabischen Migranten persönlich beleidigt und geschlagen werden. Wenn Juden in Deutschland aus Angst einen Hut über die Kippa stülpen, ist das nicht hinnehmbar.

6

Dienstag, 27. Januar 2015, 15:48

Es ging im Eingangspost um Staaten, also Politiker und wer eingeladen wird oder warum nicht.
Nein. Es ging und geht um die Opfer des Faschismus, um würdevolles(!) Gedenken an Millionen Ermordete - und um Respekt, auch vor den Befreiern. Da sollte sich der Gebrauch von Geschichtsklitterung von selbst verbieten!


Die Lehre aus unserer Geschichte?
Systematisch und massenhaft wurden neben Juden auch Roma, Behinderte, Homosexuelle, bekennende Christen, Antifaschisten, hier insbesondere Sozialisten und Kommunisten,
ermordet.
Das gilt es mit zu bedenken, wenn man über das, was neuerlich gesellschaftsfähig ist, und über beschämenden Umgang im heutigen Deutschland spricht.
Nicht allein, dass Juden Angst haben müssen, ist für einen Demokraten 'nicht hinnehmbar'. Ebenso wenig ist es die Diskriminierung Andersgläubiger und die Ängste der Migranten und Minderheiten.


7

Dienstag, 27. Januar 2015, 22:20

1944, also vor Auschwitz, ist Lublin von der Roten Armee befreit worden. Eingedenk dessen, was in beiden Lagern geschah, erinnere ich mich an dieses Gedicht:



Holzschnitt Original - Frans Masereel



8

Mittwoch, 28. Januar 2015, 09:53

Holocaust-Überlebender Max Mannheimer
"Die Menschen haben aus Auschwitz nur sehr wenig gelernt"

Eigentlich wollte er das Land seiner Peiniger nie wieder betreten - und lebt doch seit knapp 60 Jahren in Deutschland: Wie durch ein Wunder überlebte Max Mannheimer fünf Konzentrationslager. Besuch bei einem, der kein Held sein will. Von Katja Iken mehr...



© AP
'Aus der Hölle zurück ins Leben'
>Und die Warschauer Jüdin Halina Birenbaum, die nach ihrer Rettung vor siebzig Jahren nach Israel ging, die Dichterin und Schriftstellerin wurde, legt Zeugnis ab: zunächst vom Schicksal derer, denen es nicht wie ihr beschieden war, zu überleben, vom „bodenlosen Abgrund der Hölle“, der damals ihr Leben war, vom deutschen Christbaum, dessen Lichter brannten, während nebenan das „Feuer der Vergasten“ loderte, von ihren verlausten, verschmutzten, entwürdigten Leidensgenossen, von ihren Lieben, die sie verlor und von denen nur das Bild in ihrem Herzen noch existiert, weil nicht ein einziges Foto den Brand überlebte.
Dann aber hat sie noch ein weiteres Zeugnis abgelegt, das Zeugnis der Mission, die aus ihrem Leiden gewachsen ist – der Aufgabe, mit wachem Auge die Welt zu beobachten, vor dem Bösen zu warnen, das sie damals sah: „Ich kann wachsam sein“, sagt sie. „Ich kann das Böse erkennen, wenn es sich nebenan regt.“<



Besuch in Oświęcim
"Ich war dort. Ich war so sehr dort"


Video

Seit ihrer Kindheit in Auschwitz ist Halina Birenbaum die Gegenwart unerträglich geworden. Ein Überlebender lässt ein TV-Team auflaufen. Junge Menschen mit Aufklebern auf den Jacken albern herum - bis sie die Rampe von Birkenau erreichen. Niemand betrachtet das Foto des deutschen Boxmeisters Johann Trollmann.
Von Nadia Pantel, Oświęcim

9

Mittwoch, 28. Januar 2015, 13:43

Nein. Es ging und geht um die Opfer des Faschismus, um würdevolles(!) Gedenken an Millionen Ermordete - und um Respekt, auch vor den Befreiern.
Nein? Na dann eben nicht.

Zum 70. Jahrestag kommen Monarchen, Präsidenten und Minister zur Gedenkfeier nach Polen. Russlands Präsident Wladimir Putin wird dagegen fehlen. Der Kremlchef wurde nicht eingeladen.“

10

Mittwoch, 28. Januar 2015, 14:00

Ich sags vorneweg: Mir war in den letzten Tagen zu viel des "Gedenkens" ... es hatte mich weggespült.

Dann kam gestern die Anfrage, ob ich nicht - so ganz spontan- Lust hätte, einer Lesung mit Musik von Esther Bejanaro und Miccrophone Mafia zu lauschen.

Es war ein beeindruckender Abend.

Er begann mit der Initiative "Keupstraße ist überall", dann las Esther aus ihren Lebenserinnerungen, mit klarer kraftvoller Stimme. Ihr Bericht ist sachlich und nüchtern und endete mit ihrer zweiten Geburt, wie sie es selbst nennt.

Der Saal ist betroffen. Man kennt ja solche Berichte: Sie machen sprachlos gruseln.

Was dann folgt, die Musik, bei der Esther, für eine 90Jährige erstaunlich vital, ihre ausgebildete Sopranstimme einsetzt und zusammen mit dem Rap -oder besser: der Rap zusammen mit ihr- eine Ode an das Leben und für die Freiheit anstimmt, hat mich absolut überzeugt.
Die kleine weißhaarige Frau hat in Erinnerung an grausame persönliche Erlebnisse keinen Hass in den Augen, sondern schaut sehr kraftvoll nach vorne.

La Vita continua ist ihr Motto.


Der Abend endete mit gemeinsamem Singen.

11

Freitag, 27. Januar 2017, 00:01

Holocaust - Yolocaust

Heute wird wieder der Befreiung Auschwitz' gedacht. Wieder werden Politiker mahnende Worte finden, die Medien wieder mit historischen Filmen und Fotos aufwarten. Und wieder werden Viele sich abwenden, der Wiederholungen und oftmals blutleeren Reden überdrüssig.

Eine Aktion
zieht hingegen viel Aufmerksamkeit auf sich:
Der Berliner Satiriker
Shahak Shapira montiert mit spektakulärem Effekt Selfies aus dem Internet in historische Fotos und nennt seine Aktion "Yolocaust" .
Das Besondere daran: die Selfies sind am, bzw. inmitten des Berliner Holocaust-Mahnmal entstanden, die historischen Aufnahmen stammen aus Auschwitz und anderen Menschen-Vernichtungslagern der Nationalsozialisten.

Keine Frage, diese Fotomontagen sollen schockieren.
Werden sie wohl die beabsichtigte Wirkung bei den Besuchern des Mahnmals erzielen - mal darüber nachzudenken, was man
an diesem besonderen Ort tun kann/darf/sollte ... oder besser unterlässt?
Peter Eisenman, der Architekt des Holocaust-Mahnmals, hat mit 'Gebrauchsspuren' gerechnet und auch damit, dass dieses Monument als Fotomotiv dienen wird. Ob er allerdings mit solchen Bildern gerechnet hat?


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Heinz K

Dissident

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Beruf: Multimilliardär, Philanthrop, UN-Botschafter, Menschenhändler

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12

Freitag, 27. Januar 2017, 14:13

Ob mit einem Lachen oder mit Tränen, wichtig ist doch das Erinnern. Die Information, die nicht verloren geht, und immer wieder aufgefrischt wird Die überlebenden Juden gedenken selber gerne mit Humor.

13

Donnerstag, 1. Februar 2018, 11:58

" Die überlebenden Juden gedenken selber gerne mit Humor."

Ja, das ist wahr, aber dieser Humor bietet ihnen den dringend benötigten 'Schutz', um ihr Leid nicht offen zeigen zu müssen.
Mir vergeht der Humor bei diesen Erinnerungen.

Zitat

Holocaust-Gedenken:
"So etwas darf nie wieder passieren"



Im Bundestag haben die Abgeordneten an den Holocaust erinnert. Die Überlebende Anita Lasker-Wallfisch warnte vor Leugnern des Völkermords – und vor neuem Antisemitismus.
(Zeit)


14

Donnerstag, 1. Februar 2018, 15:01

Mich hat die Rede sehr beeindruckt ...


Bald gibt es keine Zeitzeugen mehr ;(

15

Sonntag, 27. Januar 2019, 12:02

„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“

(Internationale Allianz für Holocaust-Gedenken; Definition geteilt vom Deutschen Bundestag)





Zitat


27. Januar
Erinnern - eine Brücke in die Zukunfttinnern - eine Brücke in die Zukunft


Seit 1996 der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs, zum Nationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt hat, findet jedes Jahr in der Antoniterkirche die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Köln statt. Jedes Jahr wird dabei an eine andere Gruppe von Menschen erinnert. 2005 wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.

2019
Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall des Deutschen Reiches auf Polen der Zweite Weltkrieg – da war der erste große Weltkrieg gerade einmal 21 Jahre vorbei.

Durch die Weltwirtschaftskrise zwischen 1929 und 1932 gewann in Deutschland die Vorstellung an Bedeutung, einem starken „Führer“ an die Macht zu verhelfen. Ein militärisch, wirtschaftlich und politisch starkes Deutschland war das Ziel. Am 4. Januar 1933 vermittelte der Kölner Bankier Kurt von Schröder in seinem Haus am Lindenthalgürtel ein geheimes Treffen zwischen Adolf Hitler und dem ehemaligen Reichskanzler von Papen. Dies war die „Geburtsstunde“ des „Dritten Reiches“: Am 30. Januar 1933 wurde Hitler von Reichspräsident von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.

Bereits am 14. Oktober 1933 erklärte die deutsche Regierung den Austritt aus dem Völkerbund. Im März 1935 wurde die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt. In Köln marschierten am 7. März 1936 drei Bataillone der Wehrmacht über die Hohenzollernbrücke und rückten in den bis dahin entmilitarisierten Westen des Landes ein – ein klarer Bruch des „Versailler Vertrages“.

Auch in Köln profitierten kleine wie große Betriebe von der Rüstungskonjunktur. Zu nennen sind beispielsweise Felten & Guilleaume in Mülheim, die Humboldt-Deutz-AG in Kalk, die BAMAG (Berlin-Anhaltische Maschinenbau AG) in Bayenthal, die Pohlig AG für Transport-, Geräte- und Stahlhochbrückenbau in Zollstock, die Vulkan AG für Gusswarenproduktion in Ehrenfeld, die Glanzstoff Courtaulds GmbH oder die Ford-Werke AG in Niehl, die F.W. Brügelmann Söhne oder die Rheinische Gummiwarenfabrik AG Franz Clouth in Nippes.

Der wirtschaftliche Aufschwung und die nationalistische Aufbruchstimmung erzeugten bei vielen Kölnerinnen und Kölnern Wohlwollen für das NS-Regime. Wie konnten sie die Opfer und Verheerungen des letzten Krieges so schnell vergessen? Wie konnte die große Mehrheit auf die erneute Kriegspropaganda hereinfallen? Wer widerstand der Kriegshetze? Wie veränderte sich die Situation in den Betrieben, als immer mehr Männer an die Front geschickt wurden?

Am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, gedenken wir aller Opfer der NS-Diktatur. Im Jahr 2019 wollen wir den Blick auf diejenigen Kölnerinnen und Kölner lenken, die Opfer des verbrecherischen Vernichtungskrieges wurden, die als KriegsgegnerInnen verfolgt, als Zwangsrekrutierte ausgebeutet und teilweise in den Tod getrieben wurden. Wir widmen uns in diesem Jahr auch der Gruppe der Zeugen Jehovas. Ihre unnachgiebige Weigerung, Dienst an der Waffe zu leisten, war Anlass für ihre Verfolgung. Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Klara und Fritz Stoffels, das aufgrund seiner - religiös bedingt - pazifistischen Verweigerung von Kriegsunterstützung hingerichtet wurde.

Wir wollen auch über diejenigen sprechen, die für diesen Krieg produzierten und von ihm profitierten. Damit schlagen wir eine Brücke in die Zukunft, denn an vielen Orten dieser Welt werden aktuell Kriege geführt. Deutschland ist derzeit der viertgrößte Waffenexporteur der Welt. Die gelieferten Waffen feuern bestehende Konflikte an, vor denen Menschen fliehen und – auch in Deutschland – Schutz suchen. Diese Flüchtlinge und andere MigrantInnen werden aber ungeachtet der deutschen Mitverantwortung für Fluchtursachen von rechten und rechtspopulistischen StimmungsmacherInnen als Sündenböcke für soziale Probleme benutzt, um in der Bevölkerung Hass zu schüren und ein rassistisches Weltbild zu verankern.

Der Schwur der Überlebenden des KZ Buchenwald vom April 1945 ist immer noch aktuell: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“
(antonitercitykirche.de)

16

Montag, 28. Januar 2019, 22:34

Es gibt nicht mehr viele, die die Gaskammern überlebt haben, die sich erinnern können.

Ich kann nur zurückdenken und es gruselt mich immer wieder.

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

Davon sind wir noch weit entfernt ... die Hetze geht ja weiter :S ;(

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