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21

Sonntag, 27. März 2016, 18:30

Habe nichts gegen verbalen Schlagabtausch. Aber auch der unterliegt gewisser Spielregeln. Selbst bei der haertesten Sportart, dem ultimate fighting, werden diese angewandt. Glaubst du, liebes Grippi, ein Herbert Wehner oder F.J. Strauss wuerden sich dieses Dazwischenquatschen gefallen lassen haben ?? Die haetten dem sowat einen von eingeschenkt, dat der arme Tim sich nach dem interview in eine Entziehungskur haette begeben muessen. :thumbup:


22

Sonntag, 27. März 2016, 18:48

Du jeckes Lama! :D

Nee, die beiden Herren haben ihre 'Opfer'rolle mehr mit Gebrüll und Schlägen unter die Gürtellinie zu untermalen gewusst.
Da kommt "Teflon-Petry", wie sie schon genannt wird, anders daher. Sie drückt sich, wo immer möglich, um konkrete Antworten.






Heinz K

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23

Dienstag, 29. März 2016, 14:45

Ich habe Frauke Petry nur einmal im Fernsehen gesehen. Sie wirkte schon recht unsympathisch, so wie fast alle Deutschen :)

So wie du sie beschreibst klingt sie nach einem absoluten Polit-Profi. Mich würde eigentlich eher mal interessieren was sie von anderen Politikern unterscheidet, und nicht nur was sie mit ihnen gemein hat.

Die AfD-Wähler bislang scheinen ja nicht so personalfixiert zu sein, wie viele andere Wähler.

24

Dienstag, 29. März 2016, 16:48

Gut, dass wir keine Deutschen sind, gell Heinz??? :D


Als mehrfach ausgezeichnete Unternehmensgruenderin versteht sie ihr Handwerk in Sachen Werbung. Sowohl fuer sich als auch fuer ihre Partei. Politik ist ein Spiel mit dem Feuer.
Sollte sie frueher oder spaeter die Partei verlassen, wird sie danach immer noch "gefragt" sein.
Fuer mich zaehlt nicht, wie unsympathisch jemand empfunden wird, sondern seine Worte und Taten.
Ein verstorbener deutscher Schauspieler sagte einst: negative Schlagzeilen ueber mich sind besser als gar keine Berichte mehr von mir. :P


25

Donnerstag, 31. März 2016, 13:39

Als mehrfach ausgezeichnete Unternehmensgruenderin versteht sie ihr Handwerk in Sachen Werbung. Sowohl fuer sich als auch fuer ihre Partei.
Irjenswie versteht die mehrfach ausgezeichnete Unternehmensgründerin ihr Handwerk wohl doch nicht richtig: für ihr Unternehmen musste sie, trotz ihrer Preisgelder von mehr als 75.000 €, Konkurs und dazu noch Privatsolvenz anmelden, und ihre Beliebtheitskurve geht derzeit innerhalb, wie außerhalb ihrer Partei deutlich nach unten. Dä.:wacko:


Mal zu etwas Anderem als AfD und Petry, auch wenn wir beim Thema "Rassismus" bleiben.
Für den kommenden Samstag rufen etliche Organisationen, allen voran Ehrenamtler, denen durch ihre Arbeit vor Ort und mit den Betroffenen wirklich Einblick in die Lebenslage der geflüchteten Menschen beschieden ist, zur Demonstration für Menschenrechte und gegen Rassismus auf. Statt des deutschnationalen "Wir sind das Volk" setzt man ein übergreifendes "Wir sind die Welt".

Demo
Samstag, 2.April 2016
14.00 - 16.00 Uhr

in Köln: Roncalliplatz / Domplatte

Zitat



Demo: „Wir sind die Welt! – Wir für Menschenrechte! Wir gegen Rassismus!“
2. April @ 14:00 - 16:00


Die Koordinationsgruppe „Cityofhope cologne“ veranstaltet am 2. April um 14 Uhr eine Menschenrechtsdemonstration gegen Rassismus. Ziel ist es, auf der Domplatte eine spiralförmige Menschenkette in Form einer bunten Erde aufzustellen. Teilnehmer sollten deshalb – wenn möglich – gelbe, grüne, rote oder blaue Jacken oder Oberteile tragen.

Rassismus: Wer jetzt so tut, als sei er wie eine Plage über uns gekommen, der verkennt das wirkliche Problem. Der Rassismus war nie weg. Er hat sich bloß gut versteckt.
Wer in der Flüchtlingshilfe arbeitet, muss sich jeden Tag damit auseinandersetzen!
Mit unseren Freunden und Kollegen vom Bahnhof in Passau und den Drehscheiben aus Dortmund und Düsseldorf haben wir beschlossen, dass es Zeit endlich an der Zeit ist, unsere Gesichter zu zeigen und für Menschenrechte und gegen Rassismus friedlich auf die Strasse zu gehen.

Daher haben wir von Cityofhope cologne nicht nur die Verantwortung und die Planung für die Demo am 02. April 2016 unter dem Motto „WIR WISSEN: „WIR SIND DIE WELT“ in Köln übernommen, wir werden auch in enger Zusammenarbeit mit Passau, Dortmund und Düsseldorf diese Aktion international verbreiten und hoffen, dass ganz ganz viele Städte mitmachen.

Diese Demo findet an diesem Tag in ganz Deutschland, Österreich und auch in anderen Ländern statt.

Wir hier in Köln werden auf der Domplatte eine Menschenkette in spiralform, in Form einer bunten Erde aufstellen. Schön wäre, wenn jeder eine gelbe, grüne, rote oder blaue Jacke oder vielleicht ein Hemd über der Jacke in dieser Farbe an hat. Wenn nicht, auch nicht schlimm Wir haben Musiker und Chöre an unserer Seite und möchten dazu „We are the world“ singen.

Hiermit rufen wir alle Kolleginnen und Kollegen, alle Firmen und Menschen in Köln auf, macht mit und zeigt Farbe gegen Rassismus in ganz Deutschland und sagt ganz laut NEIN zu Rassismus gegen jeden Menschen auf dieser Welt!

Von hier
:thumbup:


26

Freitag, 1. April 2016, 04:18

Du behauptest zwar stets, imma genau zu lesen, aber diesmal warste dann doch nicht so exakt?? Ich schrieb, dass sie in Sachen Werbung ihr Handwerk versteht. Hat nichts mit dem Gewinn oder Verlust eines Betriebes zu tun. Dass sie mit ihrem Privatvermoegen haftete, macht sie nicht zwangslaeufig unsympathischer ??
Kenne da einige Großbetriebe, auch Banken, fuer die der Staat eingesprungen ist. D.h. der Steuerzahler.
Ein echter Abgezockter waere selbst nach einer Pleite noch als strahlender Gewinner hervor gegangen.

Bei Merkel sanken die Umfragewerte nach der peinlichen Fluechtlingspolitik auch zeitweilig. Dann erholten sie sich und doedeln nun so dahin.


27

Freitag, 1. April 2016, 10:14

Nö, behaupte nix mit "immer".:P Und in dieser Sache waren meine Glubscherchen blank geputzt:

Mein Hinweis, die ach so Werbungs-versierte Frau Petry habe ihr Unternehmen in die Insolvenz geführt,
bezog sich auf einen alten Grundsatz der da lautet, mit der richtigen Werbung könne man sogar Schei** zu Geld machen.
Letztlich isset auch wumpe. Wichtig sind die politischen Aussagen und Entscheidungen die die Frau mit ihrer Partei trifft, und was "hinten dabei rauskommt"...


Heinz K

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28

Freitag, 1. April 2016, 11:22

Warum ist diese Frau so wichtig? Ich befasse mich lieber mit der Partei und ihren Wählern. In der AfD scheinen Parteivorsitzende anscheinend sowieso weniger zu sagen zu haben als in den diktatorisch strukturierten Altparteien.

29

Samstag, 9. April 2016, 13:32

Warum ist diese Frau so wichtig?
Wichtig ? Vielleicht weil sie am haeufigsten in die Fernsehsendungen eingeladen und befragt wird. Die Afd und die Waehler habe ich dort noch nicht erkennen koennen, Heinzi :rolleyes: :P


Heinz K

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30

Montag, 11. April 2016, 12:11

Mkay, ich schaue halt nicht soviel Fernsehen. Dafür diskutiere ich lieber mit AfD-Wählern, im Netz und im Bekanntenpreis. Finde ich aufschlussreicher.

31

Mittwoch, 11. Mai 2016, 09:34

Jo, kann man machen, jeder, wie er mag. Ich weiß gut recherchierte Berichte zu schätzen, die auch Hintergründe und Zusammenhänge ausleuchten.

Inzwischen hat die AfD ihr Programm verabschiedet und bestärkt ihren Standpunkt: Islam = böseböse.
Ich lasse mal dahingestellt, wieweit es die Religion selbst ist, die dem negativen Urteil Vorschub leistet, und welchen Anteil andere Faktoren haben, die ursächlich und bestimmend sind für die mörderische Aggression so genannter "Islamisten".
Eine Diskussion hierüber wäre interessant, sprengt jedoch diesen Themenrahmen und könnte in einem eigenen Thread geführt werden - ein Minimum an Sachkenntnis vorausgesetzt.;)

An dieser Stelle liegt der Fokus darauf zu sehen, wie die Hysterisierung um sich greift und jeglicher Gewaltakt sofort auf "islamistische", "terroristische" Hintergründe abgeklopft wird. Solange Ordnungskräfte das tun - kein Problem. Es ist ihre Aufgabe. Aber es sind die "besorgten" Bürger, die sich nicht etwa auf
Fragen beschränken, sondern sogleich Vermutungen äußern. Da ist es nicht mehr weit zu Verdächtigung, Gerücht und Tatsachenbehauptung.

Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie das auf den ebenfalls besorgten, muslimischen(!) Bürger wirken muss ...

Zitat


Messerattacke von Grafing
Wenn Angst den Islamismus-Reflex auslöst
Nach der Messerattacke in Grafing wurden Urteile gefällt, bevor ein islamistischer Hintergrund überhaupt bewiesen war. Doch Ideologie und Erregung sollten nicht die Debatte beherrschen. Ein Kommentar. Von Malte Lehmingmehr14 Kommentare
(Tagesspiegel)

agrippi

unregistriert

32

Samstag, 8. September 2018, 11:34

Es geht weiter ...

Wer war nochmal Frauke Petry?
Da sind inzwischen ganz andere Leute am Werk - völlig ungeniert.

Zitat

"Gezielte Falschinformation" Was treibt Maaßen an?

Verfassungsschutzchef Maaßen sieht keinen Beleg für Hetzjagden in Chemnitz und spricht von "gezielter Falschinformation". Laut einem Medienbericht äußerte sich Maaßen angeblich auf Anweisung Horst Seehofers. mehr... [ Forum ]

(Spon)

(Klaus Stuttmann)




Ach, noch etwas - nicht, dass jemand später sagt, man habe ja nichts gewusst:

Zitat

"Islamfreie Schulen" AfD-Plakat sorgt für Empörung
Ein blondes Mädchen, den Arm triumphierend nach oben gestreckt - und darunter die Forderung: "Islamfreie Schulen". Ein AfD-Wahlplakat in Bayern verstört Schüler und Lehrer, Fachleute sind entsetzt. Von Silke Fokken mehr...
(Spon)


Michel★Reimon‏Verifizierter Account @michelreimon


Im bayrischen Landtagswahlkampf wird die "Rassentrennung" in der Schule gefordert. Wer den Faschismus nicht sieht, will ihn einfach nicht sehen.

01:33 - 6. Sep. 2018
Quelle: 'Twitter'

Faktensammler

unregistriert

33

Montag, 10. September 2018, 13:56

Köthen

„Und zwar ist es Krieg und das kann man wirklich so sagen.
Ein Rassenkrieg gegen das deutsche Volk, was hier passiert und dagegen müssen wir uns wehren.
Wollt ihr weiterhin die Schafe bleiben, die blöken, oder wollt ihr zu Wölfen werden und sie zerfetzen?“
.
David Köckert,
Chef des rechtsextremen Bündnisses Thügida bei einer "Trauer"-Kundgebung rechter Gruppierungen am 09.09.2018 in Köthen (Sachsen-Anhalt).



Dort war in der Nacht zuvor ein junger Deutscher mit Migrationshintergrund nach einer Auseinandersetzung mit zwei Afghanen an einem Herzinfarkt verstorben.

Todesursächliche Verletzungen seien ihm nicht zugefügt worden, besagt der Obduktionsbericht.

Recht(s) Sprechung

unregistriert

34

Donnerstag, 20. September 2018, 09:04


(Schwarwel)

35

Donnerstag, 20. September 2018, 19:37

Ja, ja, das Bauchgefühl...

Man kann nicht alles haben. Wo sollte man es auch hintun?

36

Montag, 1. Oktober 2018, 00:55

Kleiner Perspektivwechsel

Manchmal lohnt es sich zu schauen, was die Nachbarn wahrnehmen und zu welchen Schlüssen sie gelangen, wenn sie die Geschehnisse in Deutschland verfolgen. So veröffentlichte kürzlich das Schweizer 'journal21' eine bemerkenswerte Analyse:



Autoritäre Charaktere
Von Armin Wertz, 31.08.2018

Was sich derzeit in Sachsen an Entfremdung von der Politik manifestiert, ist kein neues Phänomen. Schon Immanuel Kant hat es beschrieben.

„Lügenpresse“ skandieren Demonstranten und reden viel von einer angeblichen Überfremdung Deutschlands. Auf Scheinflüchtlinge, die nur „von unserem Sozialsystem schmarotzen“ wollten, auf ausländisch aussehende Menschen wird zur Jagd geblasen. Und die Regierung Angela Merkels wird als Volksverräter diffamiert.

Es ist ja nicht neu, was derzeit in Chemnitz vor sich geht. Erinnert sei nur an Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Solingen, Mölln, die Magdeburger Himmelfahrtskrawalle (1994) oder die Hetzjagd im Februar 1999 in Guben, an den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU), die Gruppe Freital und zahlreiche weitere solcher Gruppen und Grüppchen. Diese rechten Banden, Vereinigungen oder Organisationen belassen es schon seit langem nicht mehr beim Hitlergruss und dumpf gebrüllten Naziparolen.

Von 1990 bis 2012 zählten der Berliner „Tagesspiegel“ und „Die Zeit“ „mindestens 149 Menschen, (die) ihr Leben durch Angriffe rechtsextremer Täter verloren“. Die Polizei führte in diesen Jahren lediglich 63 Todesopfer rechter Gewalt in ihrer Statistik. Kaum überraschend, schliesslich sah sie jahrelang bei den NSU-Morden phantasievoll eine mystische Dönermafia am Werk. Zwischen November 1990 und Oktober 2017 zählte die Heidelberger Amadeu Antonio Stiftung, so benannt nach einem der ersten Opfer rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung, 188 Todesopfer.

Alte autoritäre Muster
Neu sind auch nicht die Mitläufer, die gerne erzählen, sie hätten Angst, und stets betonen, keine Rechtsradikalen oder Neonazis zu sein. Bei ihnen sind zwar im Wertebereich Affinitäten zum Rechtsextremismus festzustellen, im Normenbereich zeigen sich jedoch auch Unterschiede. Wie bei den Tätern sind jedoch auch bei Mitläufern, die sich selber nicht als rechtsextrem beschreiben, autoritäre Tendenzen zu beobachten.
Aber „nicht Hitler erhebt hier sein Haupt, nicht Militarismus, nicht Antisemitismus wird hier gepredigt“, schrieb der Politikwissenschaftler Martin Greiffenhagen in seinem Vorwort zu der 1980 von der Regierung Schmidt in Auftrag gegebenen „Sinus-Studie über rechtsextremistische Einstellungen bei den Deutschen“. Es seien „politikgeschichtlich sehr viel ältere autoritäre Einstellungsmuster, die zählen, zum Beispiel die Meinung, es gebe typisch deutsche Eigenschaften wie Treue, Fleiss und Pflichtbewusstsein, die anderen Nationen fehlten, auf die es aber ankomme, um ein Abgleiten unserer Gesellschaft in moralischen Verfall und wohlfahrtsstaatliche Bequemlichkeit zu verhindern“.

Der „Typ des Radfahrers“
Diese Stereotype des nationalen Selbstbildes der Deutschen benannte schon Immanuel Kant 1798 in seiner „Anthropologie in pragmatischer Hinsicht“, in der er von ihm wahrgenommene Unterschiede zwischen dem deutschen Volk und anderen europäischen Völkern darstellte. Kant zählte unter anderem den Fleiss, die Ehrlichkeit und Häuslichkeit der Deutschen auf. Das sind exakt die Sekundärtugenden, die Bonner Regierungschefs wie Helmut Schmidt einzufordern pflegten: Fleiss, Disziplin, Strebsamkeit, Ordnung, Pflichtbewusstsein. Als unvorteilhaft hob Kant hervor, der Deutsche „fügt sich unter allen zivilisierten Völkern am leichtesten und dauerhaftesten der Regierung, unter der er ist“ und neige in pedantischer Weise dazu, „zwischen dem, der herrsche, bis zu dem, der gehorchen soll, eine Leiter anzulegen, woran jede Sprosse mit dem Grad des Ansehens bezeichnet wird, der ihr gebührt“ – eine glänzende Beschreibung deutscher Obrigkeitshörigkeit, die Heinrich Mann nur wenig überspitzt in seinem Roman „Der Untertan“ schilderte.


In seinem Buch „Escape from Freedom“ beschrieb Erich Fromm den „autoritären Charakter“, der nach Anleitung und Führung verlangt und sich vor der Freiheit fürchtet. Unter dem Begriff „autoritärer Charakter“ fasst er (Theodor Adorno sprach von „autoritärer Persönlichkeit“) ein bestimmtes Muster von sozialen Einstellungen und Eigenschaften zusammen, die das Sozialverhalten seiner Auffassung nach negativ prägen. Hierzu gehören Vorurteile, Konformität, Destruktivität, Autoritarismus, extremer Gehorsam gegenüber Autoritäten, Rassismus und Ethnozentrismus, das heisst Ablehnung des Fremden und fremder Kulturen. Autoritätshörig und gegenüber dem Schwachen selbst autoritätsgebietend ähnelt der autoritäre Charakter dem „Typ des Radfahrers“, der nach oben buckelt und nach unten tritt.
Greiffenhagen, der „hohe Konvergenzen von Rechtsextremismus und niedrigem Bildungsgrad, Arbeitslosigkeit und anderen Formen sozialen Leids“ sah, ging sogar davon aus, dass „unsere Kultur stärker als etwa die britische der Gewalt an sich positive Züge zuzusprechen geneigt ist“. Daraus folgert er, dass in Deutschland eine Ideologie vorherrsche, die Krieg und Gewalt zu den politischen Grundkräften zählt.


Umfrage-Schock von 1980
Die Ergebnisse der oben erwähnten Sinusstudie schockierte die Auftraggeberin, die Bundesregierung. Der Untersuchung zufolge waren damals immerhin fünf Millionen Bundesdeutsche der Meinung, „wir sollten wieder einen Führer haben“; ein knappes Drittel der Befragten glaubte, „die nationalen Kräfte werden in der Bundesrepublik unterdrückt“ und dass „unserem Volk bald eine ungeheure Katastrophe bevorsteht, wenn es so weitergeht“. 28 Prozent meinten, „gäbe es wieder Arbeitslager, kämen Zucht und Ordnung von alleine“. 39 Prozent stimmten zu, dass „nicht nur unsere Umwelt, sondern auch unsere Rasse rein erhalten werden muss“.

Zwar war in jenen Jahren das Wort von der „Lügenpresse“ noch nicht zu hören, doch 39 Prozent der Deutschen glaubten der Untersuchung zufolge, dass „unser Volk durch die linken Journalisten in Rundfunk und Fernsehen systematisch irregeführt wird“. Schon damals misstrauten viele Bürger der Regierung. Über die Hälfte stimmte der Behauptung zu: „Die meisten Menschen haben keine Ahnung, wie stark ihr Leben von geheimen Abkommen und Plänen kontrolliert wird“, es fehle „eine echte Volksgemeinschaft“. Und 35 Prozent waren der Ansicht, „der heutige Staat ist kein Beschützer der Volksgemeinschaft mehr“.

Auch die Unsicherheit, in der Analyse der Soziologen eine Erklärung für die Radikalisierung, wurde schon damals in der Bundesrepublik festgestellt: 68 Prozent, mehr als zwei Drittel der Bundesbürger, klagten: „Alles ändert sich so schnell, dass man oft nicht weiss, woran man sich halten soll.“ Die Autoren der Studie erklärten 35 Jahre nach Kriegsende ihren Befund denn auch nicht nur mit dem Fortdauern nationalsozialistischen Gedankenguts, „sondern auch mit dem Hinweis darauf, dass es in Zeiten schnellen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Wandels immer auch Gruppen gibt, die von der Entwicklung überrollt werden und darauf mit einfachen und autoritären Denkmustern reagieren“.


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