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Mittwoch, 2. November 2016, 21:30

Plauderei

Seit neuestem habe ich auf meinem Smartphone eine neue Gruppe " Die Oldstars"
es handelt sich hierbei um ehemalige Klassenkameraden/innen . :)

Die haben die Gruppe über WhatsApp gegründet und nun klingelt mein Handy,
bei jeder Nachricht die einer von 25 Menschen dieser Gruppe schreibt.
Also die Möglichkeiten der heutigen Technik sind ja wirklich " Irre" ;(
aber 146 Nachrichten an einem Tag sind mir eindeutig zu viel, so schön
es ist mit Allen zu erzählen.

Viel schöner als die Technik ist jedoch, das wir kurzfristig ein ganz einfaches
Treffen vereinbart haben, auf das ich mich riesig freue!!
Es lebe die Technik und das gemeinsame Glas Wein :)

2

Donnerstag, 3. November 2016, 22:36

Wenn ich bedenke, dass ich von 2002 bis 2003 ein ganzes Jahr ohne diese "Unterstützer" gebraucht habe, um das erste Klassentreffen unserer 1971er Abschlussklasse zu organisieren, könnte ich weinen. :D

Die vernetzte Welt hat tatsächlich ihre Vorteile.

Wie oft suche ich in Google Informationen zu einem bestimmten Restaurant? Ich habe mich aber nie gefragt, woher Google die Antworten hat. Bis ich im Sommer nach dem Besuch eines Biergartens auf meinem Handy die Bitte von Google fand, ein paar Fragen zu diesem Biergarten zu beantworten.

Ich bin zuerst innerlich zurück gezuckt. Habe mich gefragt, woher Google weiß, dass ich dort eingekehrt bin. Klar: Standortbestimmung über GPS. Dann noch der Parameter Zeit: Bleibt der Handynutzer länger als X-Minuten an diesem Ort? Aha, ist wohl ein Bierchen trinken.

Letztlich habe ich mich entschlossen, die Fragen zu beantworten. Ich kann nicht auf der einen Seite ein möglichst perfektes Auskunftssystem erwarten, wenn ich nicht akzeptiere, dass das System von irgendwem mit Daten gefüttert werden muss.

Seit dem habe ich Google Fragen über diverse Restaurants und Einkaufsstätten beantwortet. Es ist wie mit der Wiki-Bibel; ohne unsere Unterstützung wäre auch sie doof.


Man kann nicht alles haben. Wo sollte man es auch hintun?

3

Freitag, 4. November 2016, 12:41

Ich sehe durchaus die Vorteile ... habe aber trotzdem kein "Handy" ...

4

Sonntag, 6. November 2016, 20:57

Lange Zeit war ich der Ansicht, kein Smarty zu benoetigen. Hatte also nur ein "uraltes" Celular. (handy). Seit einigen Monaten bin ich mit solch einem Allrounder ausgestattet. Whatsapp und i-netanschluss. Kann nur bestaetigen, dass dies eine feine technische Einrichtung ist. Vor allem, wenn am Heimschlepptopf nicht immer die Verbindung, weil der Anbieter von der Regierung gestellt wird, gewaehrleistet ist.

Und der googleservice ist einfach klasse. Als ich vor Monaten gefragt wurde, ob ich auf meinem alten Handy whatsapp installiert habe, verneinte ich stets. Inzwischen weiss ich, wie genial dieses Angebot ist und habe mich damit eingedeckt. Chatten, Botschaften sprechen oder vorsingen lassen. Gell compi ? :D
Oder Fotos und zusaetzlich Videos aufnehmen und versenden. Fuer mich gehoert das alles zum Bereich: Wunder der Technik. Es hilft mir sehr, mich mit Menschen aus aller Welt zu unterhalten.
Ich besitze keinen Festnetzanschluss. Deshalb ist es fuer mich "lebensnotwendig", Mobiltelefone zu nutzen. Aus dem Bus heraus mal eben Deutschland zu kontakten, finde ich wirklich "kuhl" und auch komfortabel. :thumbsup:


Heinz K

Dissident

Beiträge: 4 087

Wohnort: Kölle

Beruf: Multimilliardär, Philanthrop, UN-Botschafter, Menschenhändler

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5

Montag, 7. November 2016, 15:44

Naja, ich brauch es halt nicht. Klingt vielleicht etwas merkwürdig bei meinem Berufsbild, aber so ist es nunmal. :D Habe auf der Arbeit und zuhause viel bequemeres Internet. Ich muss auch nicht ständig online sein, wenn ich unterwegs bin. Für Whatsapp habe ich mein Tablet, das lasse ich aber meistens zuhause. Wenn mich Leute mit trivialen Botschaften nerven, oder Katzenbilder umherreichen, bin ich sowieso raus aus den Gruppen. Ich habe immer noch ein Handy, welches telefonieren und simsen kann. Im Notfall erreicht man mich darüber :)

6

Dienstag, 8. November 2016, 03:32

Das Feine ist doch, dass man als selbstbewusster Mensch trotz grosser Technik und genialer Kommunikationsmoeglichkeiten, diese Hilfmittel nicht 24 Stunden am Tag an- und dabei haben muss ?

Ich fuehle mich durch Niemanden genervt, weil ich bestimme, ob ich ueberhaupt abnehmen will. Also nicht mein Gewicht, sondern den "Hoerer" :P

Suechtig werde ich jedenfalls nicht. Alles kann, nichts muss. Eine beruhigende Verhaltensregel.


7

Dienstag, 8. November 2016, 10:16

Aber...aber....wir brauchen das doch....wir haben doch gerade mal wieder ein voellig aus dem Kontext gerissenes Zitat gelesen, dass wir mit einem sentimentalen Bild hinterlegen muessen und mit der Weltoeffentlichkeit auf Facebook teilen muessen! Wo ist mein Ladekabel......grml...
"This is how the cookie crumbles"

8

Dienstag, 8. November 2016, 10:44

"Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?"

... mit der Weltoeffentlichkeit auf Facebook teilen muessen!
Uuuunbedingt!
Und während wir mitteilen, 'sharen' und 'liken' rennen wir ungebremst in unsere entgegenkommenden Mitmenschen (Selbst schuld, wieso weicht der Doof mir denn nicht aus? Sieht doch, dass ich daddeln muss.), manchmal auch vor Laternenpfähle, im ungünstigsten Fall vor die Straßenbahn.

Wie oft hab ich schon erlebt, dass Kinder versuchten die Aufmerksamkeit ihrer erwachsenen Begleiter (Eltern?) zu erlangen. Zunächst leise, dann lauter, schließlich schrill. Endlosschleifen, quengelnd, nörgelnd, nervend. Vor allem aber - vergeblich. Der Erwachsene widmete sich nämlich hingebungsvoll einem anderen Kommunikationspartner - dem Handy.

Natürlich gibt's gelegentlich Wichtigeres zu tun, als die prompte Berücksichtigung von
Klein-Sprösslings Bedürfnislage. Aber in der erlebten Häufung scheint mir's doch ziemlich fies, wie der Nachwuchs ignoriert wird und lässt mich eine Bedeutungshierarchie vermuten, in der das Smartphone deutlich vor dem Kind rangiert.
Fragt sich, was dies nun für dessen Spracherwerb, emotionale Sicherheit und seinen Umgang mit Anderen (Stichwort: 'Sozialkompetenz') bedeuten könnte.

Die
Plakatkampagne der "Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen" in Schwerin greift's auf und hält dagegen.

.

© Lakos

9

Dienstag, 8. November 2016, 10:52

coole Bilder! Gleich mal in allen WhatsApp Gruppen und auf Facebook geteilt. Will ja, dass jeder mein Statement sieht...und liest...und..aber vor allem: nicht versteht :)

Manches mal denke ich mir wenn ich den Bundestag tagen sehe, wie unsere Parlamentarier oft ihr Handy quer nehmen und mit dem Finger anfangen zu wischeln....LOL....muss der grad seine Felder bei HayDay machen oder was treiben die da? Oder sind neuerdings Pressemitteilungen hinter Wimmelbildern versteckt?
"This is how the cookie crumbles"

10

Donnerstag, 10. November 2016, 01:53

Ist doch alles eine Frage des Charakters und der Einstellung des Einzelnen. Obwohl ich genau wie alle anderen Menschen die Moeglichkeit habe, mich an dem Mitteilungswahn zu beteiligen, erzaehle ich nur einem klitzekleinen Kreis meiner Froinde das, was sie eventuell interessiert.

Eine Waffe ist nur gefaehrlich fuer den Getroffenen, wenn sie vorher benutzt wurde :P

so sehe ich das auch bei allen Angeboten.
Wer alles isst, was auf dem Markt angeboten wird, bekommt bald Schwierigkeiten, in den Schlafanzug zu schluepfen :thumbup:


11

Donnerstag, 10. November 2016, 08:16

word! :)

gut gespuckt.
"This is how the cookie crumbles"

12

Donnerstag, 10. November 2016, 10:50

Nö.
In einer Umgebung, die auf berufliche Jederzeit-Erreichbarkeit setzt und auf Sozialkontakte, die auch größere räumliche Entfernungen überwinden müssen, ist es eben nicht
mehr nur eine Frage des Charakters und der persönlichen Einstellung des Einzelnen.
Kinder wachsen mit den modernen Kommunikationsmitteln auf
(siehe auch Plakataktion aus MeckPomm, #8 ), und Jugendliche werden sich eher dem sozialen Druck ihrer 'peer-group' beugen, denn als Außenseiter ohne 'likes' durch die Welt laufen zu wollen.

D
ie menschliche Evolution geht zur 'Einäugigen Gesellschaft', zitiert Johannes Weyer seine Kollegen von der Stanford University und nimmt unsere Entwicklung auf's Korn.^^


Zitat

Neues Zeitalter
Die einhändige Gesellschaft
Als der Mensch die moderne Technik entwickelte, kamen stets beide Hände zum Einsatz. Die Evolution und insbesondere die Smartphone-Bedienung führen zu einer Zäsur: Künftig geht alles mit einer Hand.
09.11.2016, von Johannes Weyer

© IStock by Getty

In der Evolution des Menschen gab es eine Etappe vor mehreren Millionen Jahren, in der dieser den aufrechten Gang lernte. Eine Begleiterscheinung dieser Entwicklung war, dass der Mensch nunmehr beide Hände frei hatte und sie für andere Tätigkeiten als die Fortbewegung nutzen konnte. Das hat den weiteren Gang der Dinge maßgeblich beeinflusst: Denn der Mensch konnte seine Hände nunmehr nutzen, um Burgen zu bauen, Waffen zu schmieden oder Krüge zu töpfern. Später erlernte er auch den Umgang mit modernen Techniken wie dem Fahrrad, dem Auto oder dem Flugzeug.

Allen diesen Tätigkeiten war gemeinsam, dass sie mit beiden Händen ausgeübt wurden. Anders wäre es wohl kaum möglich gewesen, ein Fahrrad, ein Auto oder ein Flugzeug zu steuern oder gar die Apollo-Kapsel zum Mond zu lenken. Und selbst das Telefon wurde ursprünglich mit zwei Händen bedient: Die eine hielt den Hörer, die andere bediente die Wählscheibe.
Doch mittlerweile scheint diese Kunst der Beidhändigkeit der Vergangenheit anzugehören. Autofahrer (Innen natürlich auch) benötigen nur noch eine Hand zum Steuern ihres Wagens. Fahrradfahrer haben nur noch eine Hand am Lenker. Und selbst Mütter (Verzeihung!) schieben ihren Säugling im Kinderwagen mit nur einer Hand. Ganz zu schweigen von Busfahrern, Taxifahrern, Müllkutschern, Segellehrern, Dorfpolizisten und so weiter.

Mit Ausnahme der Flamingos
Was ist geschehen? Erleben wir wieder eine Etappe menschlicher Evolution, der ein ähnlich revolutionäres Potenzial innewohnt wie der vorigen? Nach dem aufrechten Gang nun die Einhändigkeit?
Schaut man ins Tierreich, findet man nichts Vergleichbares - mit Ausnahme der Flamingos. Sie sind uns in gewisser Weise einen Schritt (!) voraus mit ihrer Fähigkeit, stundenlang auf einem Bein zu verharren. Leider bleibt jedoch unter dem dichten Federkleid verborgen, was der andere Fuß währenddessen tut.

Beim Menschen wissen wir aus großangelegten empirischen Studien mittlerweile, was mit der anderen Hand geschehen ist (meist ist es die linke, zumindest bei Rechtshändern - was in gewisser Weise überrascht). Wie Forscher des Medical Research Center der University of Oklahoma in einer Studie mit über 1000 Probanden herausgefunden haben, ist der linke Daumen mittlerweile deutlich vergrößert. Und er entwickelt sich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit von einem Millimeter pro Jahr, was selbst den klimabedingten Anstieg des Meeresspiegels in den Schatten stellt.

Könnte auf das Doppelte anwachsen
Modellrechnungen am Institut für Human-Anthropologie der Universität Freiburg haben ergeben, dass der linke Daumen eines Durchschnitts-Europäers bereits in wenigen Jahrzehnten auf das Doppelte seiner heutigen Länge anwachsen könnte. Angesichts der stetig zunehmenden Größe von Smartphones, Phablets und anderen Geräten ist dies ein kluger Schachzug der Evolution, der zudem die Debatte zwischen Lamarkisten und Darwinisten erneut beleben dürfte. Die anderen vier Finger der linken Hand, so die Freiburger Forscher, würden langfristig verkümmern und zu einer - durchaus praktischen - Fläche verwachsen.

Dies erinnert an die Winkerkrabbe, die auch nur den rechten Arm zur Ernährung benötigt, während der überdimensional vergrößerte linke Arm ausschließlich dazu dient, das weibliche Geschlecht zu beeindrucken und anzulocken. Also doch eine weitere Parallele zum Tierreich? Und gibt es diesen Zusammenhang zwischen Einhändigkeit und Paarungsverhalten eventuell auch beim Menschen? Hier eröffnen sich viele Fragen, die künftige Generationen von Forschern beantworten müssen.

Kultur- und Sozialwissenschaftler sind jedenfalls bereits auf den Plan getreten und diagnostizieren ein neues Zeitalter: das der einhändigen Gesellschaft. In der Lösung vom Zwang der Beidhändigkeit sehen sie einen ersten Schritt zu einer befreiten, basisdemokratischen Gesellschaft, in der die kreativen Potentiale der bislang zu Unrecht versklavten linken Hand nunmehr voll zum Tragen kommen.

Andere warnen vor den unabsehbaren Risiken einer Entwicklung, die mit dem Verlust der - historisch gewachsenen und kulturell wertvollen - Fähigkeit des koordinierten Gebrauchs beider Hände einhergehen. Hirnforscher bestätigen diese Befürchtungen, indem sie auf die neuronalen Transmitter verweisen, die von der symmetrischen Konstitution beider Hände beeinflusst werden und wesentlich für den Erwerb und Erhalt sozial-emotionaler Kompetenzen verantwortlich sind.

Experten des Future Society Center der renommierten Stanford University sehen hingegen bereits die nächste Etappe menschlicher Evolution am Horizont dämmern: die einäugige Gesellschaft. Erstmals in der Geschichte der Menschheit wäre es dann möglich, als Autofahrer mit einem Auge den Straßenverkehr zu beobachten und gleichzeitig mit dem anderen Whatsapp-Nachrichten zu lesen. Ein wahrhaft aufregend neues Stadium menschlicher Evolution!
Quelle: FAZ

PS
Johannes Weyer ist Professor an der Technischen Universität Dortmund und Leiter des Fachgebiets Techniksoziologie

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Donnerstag, 10. November 2016, 12:24

Ich bleibe dabei: Es ist eine Frage der Disziplin und des Charakters, ob ein Neuzeitmensch sich sowohl vom Konsum als auch den Kommunikatiionsmoeglichkeiten terrorisieren laesst. Wenn ich keine Lust habe, mir von anderen Leuten den Tag verschwenden zu lassen, gehe ich nicht auf ihre Anrufe oder SMS ein.

Auch benoetige ich nicht meine Handys Tag und Nacht an meiner Seite. Ebenso werden von mir nicht die Kommunikationsanbieter genutzt, die die Kundschaft geradezu "nackisch" macht. Jeder Furz muss ploetzlich mitgeteilt und diskutiert werden ?

Egal, wie viel Bier oder andere "leckeren" alkoholischen Getraenke ich vor die Nase gesetzt bekomme: Sie werden nicht getrunken ! Und so ist das bei vielen anderen Angeboten ebenso.
ICH bestimme, was ich mir antue 8)


14

Donnerstag, 10. November 2016, 12:28



Beeindruckend diese Erkenntnisse von dem Professor. Wir selbst sind es, die sich zum Sklaven machen lassen.


Damit ich nicht einarmig oder -haendig werde, spiele ich verstaerkt Klavier beidhaendig :P


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Donnerstag, 21. Juni 2018, 12:20

Ergänzung

Zugegeben, neu ist das Thema ist nicht, aber die Meldung "Was es mit Kindern macht, wenn Eltern ständig aufs Smartphone schauen" erinnerte mich an unsere damalige Forum-Diskussion.

Wie krass die Auswirkungen des allgegenwärtigen, immer ausgiebigeren Handy-Konsums auf unseren Nachwuchs sind, könnte auch euch interessieren, also stelle ich den Bericht der Kölnischen Rundschau ungekürzt als Kopie ein.

Zitat

Neue Studie
Was es mit Kindern macht, wenn Eltern ständig aufs Smartphone schauen

  • 20.06.18, 14:10 Uhr

„Papa, guck mal, wie ich werfen kann!“ Dass Eltern auf dem Spielplatz mit Handy oder Tablet beschäftigt sind, ist kein seltenes Bild.
Foto: dpa/Patrick Pleul

Ann Arbor - Die Kleinen backen Sandkuchen und klettern, die Großen gucken aufs Smartphone. Auf vielen Spielplätzen und auch daheim ist das inzwischen Alltag. Auf Dauer kann der Mangel an aktivem Miteinander ungünstige Folgen für die Eltern-Kind-Beziehung haben, warnen Experten.

Eltern, die viel Zeit mit digitalen Medien oder vorm Fernseher verbringen, statt sich mit ihrem Nachwuchs zu beschäftigen, können einer Studie zufolge Verhaltensauffälligkeiten bei ihren Kindern fördern.
Missachtete Kinder seien eher frustriert, hyperaktiv, jammerten, schmollten oder reagierten mit Wutanfällen, berichten Forscher im Fachjournal „Pedriatic Research“. Ein negativer Kreislauf entstehe, denn viele Eltern reagierten auf auffällige, als anstrengend empfundene Kinder mit noch mehr Medienkonsum.
Nach innen gewandte Probleme wie Angst oder Rückzug der Kinder seien nicht ganz so häufig, erläutern Brandon McDaniel von der Illinois State University und Jenny Radesky von der University of Michigan Medical School.

Geräte unterbrechen den Eltern-Kind-Austausch
Für die Studie hatten 181 Elternpaare mit Kindern unter fünf Jahren über sechs Monate hinweg online in Fragebögen Auskunft gegeben - zu ihrer eigenen Mediennutzung sowie zur Entwicklung ihrer Kinder und deren nach Außen oder Innen gewandtem Verhalten. Auch ihre eigenen Gefühle und Reaktionen gaben die zwischen 2014 und 2016 befragten Eltern zu Protokoll.

Das Ergebnis: In fast allen Fällen kam es pro Tag mindestens einmal dazu, dass digitale Geräte den Eltern-Kind-Austausch unterbrachen. Sowohl Mütter wie Väter gaben an, dass mit der Menge dieser Unterbrechungen auch Verhaltensauffälligkeiten der Kinder und elterliche Stressgefühle zunahmen.
Gelegenheit gibt es inzwischen viele für solche „Technoferenzen“ - so nennen die Forscher es, wenn Smartphone und Co den persönlichen Kontakt von Auge zu Auge stören. Anderen Studien zufolge verbringen zumindest US-Eltern neun Stunden pro Tag vor TV, Computer, Tablet oder Smartphone.

Eltern surfen, Kinder wollen Aufmerksamkeit

„Wir glauben, dass spezifische Aspekte der Digitaltechnologie, inklusive verführerischer Design-Elemente, besonders für solche Eltern anziehend sind, die Schwierigkeiten mit der Selbstregulation haben oder die mit dem familiären Sozialleben unzufrieden sind“, schreiben die Forscher. Manche lenkten sich dann durchs Digitale ab, während ihre Kinder immer intensiver nach Aufmerksamkeit heischten. Vor allem beim gemeinsamen Essen, beim Spielen oder beim Zubettbringen des Nachwuchses sei es wichtig, auf die emotionalen Bedürfnisse der Kinder ohne Ablenkungen eingehen zu können.
Dem Tenor der Studie stimmen deutsche Expertinnen zu. „Dass Probleme zwischen Eltern und Kindern größer werden, wenn es weniger persönlichen Kontakt gibt und Probleme nicht ausgehandelt werden, ist nicht verwunderlich und schließt an vorliegende Studien an“, betonen Susanne Eggert und Gisela Schubert vom JFF-Institut für Medienpädagogik in München.

Regeln zur Mediennutzung in der Familie

Natürlich könnten Eltern das Smartphone auch nutzen, um sich bei konkreten Erziehungsproblemen Hilfe zu suchen. „In der Situation muss aber der direkte Kontakt und Austausch mit dem Kind zentral sein.“ Grundsätzlich sei es sinnvoll, in der Familie gemeinsam Regeln zur Nutzung mobiler Medien zu bestimmen, an die sich alle halten - inklusive Medien-freier Zeiten.
Und was die Spielplatzbank angeht: Nach Erfahrungen aus der Erziehungsberatung scheine hier eine Zeitung Eltern weniger abzulenken als ein Smartphone, so der Tipp der Expertinnen. (dpa)
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(alle: Kölnische Rundschau)

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